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Ausgleichs-Freude: Torschützin Sophie Schmidt (links) und Ana-Maria Crnogorcevic.

1. FFC Frankfurt

Trainer Niko Arnautis feiert eine gelungene Heimpremiere

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Die Frankfurter Fußball-Frauen besiegen den MSV Duisburg mit 2:1 – auch dank der Auswechslungen des Trainers.

Im Fußball-Jargon heißt es oft: Der Trainer hat alles richtig gemacht. Niko Arnautis bewies bei seiner Heimpremiere als Trainer des Frauen-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt gegen den MSV Duisburg in der Tat ein glückliches Händchen. In der 80. Minute wechselte er Lise Munk ein. Nur 60 Sekunden später bediente die Dänin per Hacke die sieben Minuten zuvor ins Spiel gekommene Lily Agg, deren Schuss aus acht Metern die starke Torfrau Lena Nuding gerade noch mit dem Fuß zur Ecke abwehren konnte.

Den von ihr mit Mühe und Not abgewehrten Eckball konnte Munk zum 2:1-Siegtreffer über den MSV über die Linie drücken. Weitere zwei Minuten später schob diesmal die Engländerin Agg den Ball zu Munk und nur eine Glanzparade von Nuding verhinderte einen weiteren Treffer des 1. FFC Frankfurt.

Einen verdienten, wenngleich glücklichen Sieg nannte es MSV-Trainer Christian Franz-Pohlmann. Dass sein Team zum fünften Mal vom Gegner attestiert bekam, eine starke Leistung abgeliefert zu haben, mit der der Klassenerhalt kein Problem sein dürfte, tröstete den Gäste-Coach wenig. „Unterm Strich stehen bei uns nach fünf Runden null Punkte.“ Die Miene von Niko Arnautis war hingegen strahlend. „Ein spannendes Spiel. Und wenn man kurz vorm Schluss noch den Siegtreffer erzielt, auch ein geiles“, meinte der FFC-Trainer, der sein Team „trotz der starken Leistung der Duisburger um das eine Tor besser sah“.

Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet spielte trotz der schlechten Tabellensituation sofort munter nach vorne, attackierte sehr früh und erspielte sich mit guten Pässen in die Freiräume einige Chancen. Den Führungstreffer der Gäste leitete die letzte anwesende Spielerin aus der großen FFC-Ära ein. Stefanie Weichelt, 2002 Europacup-Gewinnerin sowie 2003 und 2005 Deutsche Meisterin mit dem 1. FFC Frankfurt, bereitete mustergültig das 0:1 vor, das die sträflich frei gelassene Niederländerin Pia Rijsdijk ungehindert ins Netz köpfte.

Bis die Hessinnen zu ihrem Spiel fanden, verging eine halbe Stunde. Einen langen Ball von Ana-Maria Crnogorevic köpfte die am höchsten springende Sophie Schmidt aus zehn Metern zum 1:1 in den Winkel. Die kanadische Torschützin war neben Marlith Prießen und der beweglichen und schussfreudigen Japanerin Kumi Yokoyama die Säule im Frankfurter Spiel.

1. FFC: Heaberlin – Hechler, (73. Agg), Störzel, Prießen, Sandvej – Groenen, Pawollek (81. Munk), Schmidt – Hendrich, Yokoyama (90. Ebert), Crnogorcevic. – SRin: Heimann (Gladbeck). – Zuschauer: 1320. – Tore: 0:1 Risdijk (4.), 1:1 Schmidt (34.), 2:1 Munk (82.).

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