Frankfurt Universe

Neuverpflichtungen, die man beachten sollte

Runningback Silas Nacita (Rückennummer 7) spielt zwar bereits seit der vergangenen Saison in der GFL, stand da aber noch für einen der Gegner auf dem Feld.

Mit dem Ende der vergangenen Saison in er GFL hat die Mannschaft der Samsung Frankfurt Universe 24 Spieler verabschiedet. Darunter 13, die aus Alters- oder beruflichen Gründen die Sportschuhe an den Nagel hängten – denn trotz starker Profispieler aus den USA, die das Team ergänzen, ist American Football in Deutschland noch immer Amateursport.

Um die Lücke zu schließen, die langjährige Leistungsträger wie Martin Latka und Kai Schlegel, aber auch sogenannte „Importspieler“ wie Nate Morris oder Runningback Jesse Lewis hinterlassen haben, wurden entsprechend viele neue Spieler verpflichtet, insgesamt 24. Wir stellen fünf Neuzugänge vor, bei denen es sich lohnt, sich vor dem Heimspiel am Sonntag im FSV-Stadion am Bornheimer Hang (Power Party ab 12 Uhr) die Namen schon einmal einzuprägen.  

Runningback Silas Nacita (Rückennummer 7) spielt zwar bereits seit der vergangenen Saison in der GFL, stand da aber noch für einen der Gegner auf dem Feld. Bei den Marburg Mercenaries galt der 23-Jährige aus Kalifornien als Tausendsassa und wurde gar in einigen Spielen als Quarterback eingesetzt. Seine Statistik in 2016 spricht Bände: Als Runningback lief Nacita 1718 Yards (112,9 pro Spiel) und sorgte für 21 Touchdowns. Als Receiver und Punt Returner erzielte er drei weitere Touchdowns. Dazu kommen seine Quarterback-Einsätze, in denen 53 seiner 117 Pässe einen Abnehmer fanden bei insgesamt 515 Yards Raumgewinn und fünf Mal direkt zu Punkten führten. Für Universe gelangen ihm schon drei Touchdowns.  

Nachdem John Tidwell (26) im vergangenen Jahr noch die Vorbereitungsphase im Kader der Denver Broncos verbracht hatte, ließ sich der 23-Jährige Cornerback nur wenige Monate nach Ausscheiden aus der NFL-Mannschaft vom Zweitligisten Kirchdorf Wildcats verpflichten. Sein Wechsel nach Frankfurt in die Erste Liga liegt nicht nur in der höheren Klasse begründet, sondern vor allem auch daran, dass Tidwells Großeltern in der Rhein-Main-Region leben und ihn bei den Spielen natürlich von der Tribüne aus unterstützen. Vom so zusätzlich angespornten Tidwell erhofft sich der Club ein hohes Niveau. Dass er das liefern kann, zeigt auch seine College-Statistik bei den Sioux Falls Cougars: 35 Tackles und drei Interceptions gelangen ihm dort 2015.  

Ähnlich wie Nacita hat auch Sean Richard (27) bereits im vergangenen Jahr Bekanntschaft mit dem Rasen am Bornheimer Hang gemacht. Als Runningback der Amsterdam Crusaders lieferte sich der Niederländer vergangenen Juni den Kampf um den EFL Bowl gegen die „Men in Purple“ und war trotz der 35:21-Niederlage von der Atmosphäre in Frankfurt so begeistert, dass die Universe keine große Mühe hatte, den 22-Jährigen für diese Saison an Bord zu holen. Mit Amsterdam holte er 2015 die niederländische Meisterschaft. 2016 erlief Richard 1253 Yards und punktete 13 Touchdowns. Eine „zählbare“ Duftmarke setzte Richard am 7. Mai mit einem Touchdown beim 38:12-Heimsieg über die Milano Seaman.  

Mit Sergey Souleymanov (97) gewann die Universe nicht nur einen erfahrenen Mann für ihre ohnehin schon extrem starke Defense hinzu. Gleichzeitig musste auch der erste GFL-Gegner Stuttgart bei seiner knappen Heimniederlage gegen die Frankfurter beim Rundenstart im April auf seinen zweitbesten Defensivspieler verzichten. Bei den Stuttgart Scorpions gelangen dem in Russland geborenen Souleymanov 2016 13 Tackles für Raumverlust und sieben Quarterbacks Sacks. Mit den Black Panthers Thonon les Bains gelang ihm 2014 der Sprung auf den französischen American-Football-Thron. Dass der 25-Jährige in seinem Heimatland auch immer noch Teil der Nationalmannschaft ist, ist Ehrensache.  

Die Riege der internationalen Neuzugänge bei Frankfurt Universe macht der Finne Santeri Inkinen (32) perfekt. Der Defensive Back und Corner Back aus Finnland spielte bereits 2016 in der GFL bei den Dresden Monarchs, den Tabellenzweiten der Nordgruppe. In 16 Spielen der vergangenen Saison gingen dort 51 Tackles und vier abgefangene Bälle das Konto des Abwehrmannes. In Finnland spielte Inkinen zuvor bei den Seinäjoki Crocodiles in der Ersten Liga und ist nach wie vor Spieler der Nationalmannschaft. Kuriosität in der Sportlerkarriere des 25-Jährigen: Inkinens Laufbahn begann, für einen Finnen nicht untypisch, als Eishockeyspieler, bevor er als 20-Jähriger in den US-amerikanischen Volkssport wechselte.

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