+
Frankfurts David Giron Jansa beim Touchdown-Versuch.

Frankfurt Universe

Auf dem Weg in die Play-offs

  • schließen

Nach vier Auswärts-Partien am Stück in der GFL treten die American Footballer heute erstmals am heimischen Bornheimer Hang an.

Heute ist es soweit: Frankfurt Universe feiert seine Heimpremiere – in der Ersten Liga (GFL). Schon zwei Mal haben sich die Footballer vom Main in dieser Saison ihren Fans am Bornheimer Hang präsentiert, allerdings „nur“ im europäischen Wettbewerb, der mit dem Gewinn des Eurobowl (nach insgesamt drei Spielen) gegen die Amsterdam Crusaders vor gut 6000 Football-Anhängern äußerst erfolgreich endete.

In der Südgruppe der GFL mussten die Frankfurter bislang vier Mal antreten, stets auswärts, was im American Football hierzulande nicht ungewöhnlich ist. Die Vereine sind vor Ort oft nicht „erste Wahl“, Universe musste schlichtweg warten, bis die Fußballer und Stadion-Hausherren des FSV Frankfurt ihre Saison abgeschlossen hatten.

Bisher verläuft die Saison für die Akteure des 47-jährigen Headcoaches Markus Grahn sehr erfolgreich. Der Aufsteiger gewann drei Mal und musste sich nur Tabellenführer Schwäbisch Hall geschlagen geben, und das im ersten Saisonspiel Mitte April mit 21:26 recht knapp. Nun kommen die Munich Cowboys nach Frankfurt, deren Bilanz mit einem Sieg aus fünf Spielen recht dürftig ausfällt. Der einzige Erfolg gelang mit 23:14 beim designierten Absteiger Rhein-Neckar Bandits. Zum Vergleich: Dort gewann Grahns Team 55:0. Wenn um 19 Uhr das Spiel beginnt (Power-Party vor dem Stadion ab 16 Uhr), sind die Frankfurter also in der klaren Favoritenrolle.

Nach dem Durchmarsch ohne Niederlage in der vergangenen Zweitliga-Runde, in der aus Marketing-Gründen noch als „Galaxy“ gespielt wurde, was viele altgediente Football-Anhänger der Region aus World-League- und NFL-Europe-Zeiten aktivierte, auch wenn man nicht im Besitz der Namensrechte war, tritt das Team nun regelgerecht unter dem Gründungsnamen Universe an. So waren sie vom deutschen Verband ohnehin offiziell geführt worden. Mit dem vermeintlich zugkräftigeren Namen wären die Frankfurter in dieser Saison auch nicht zugelassen worden.

Die Rückbesinnung brachte einige personelle Veränderungen mit sich, darunter die Trennung von Geschäftsführer Matthias Mämpel. Sie hat sich nicht negativ ausgewirkt. Im Gegenteil: Die Zuschauerzahlen bei den beiden Europacup-Heimspielen lagen im Schnitt des Vorjahres, und die in der Liga sportlich ansprechenden Spiele kommen erst noch. Das Erreichen der Play-offs ist absolut realistisch, ein gutes Abschneiden in den K.-o-.Spielen auch. Vielleicht sogar der ganz große Wurf? Coach Grahn hat den „German Bowl“ jedenfalls schon fünf Mal gewonnen und weiß, was in der entscheidenden Phase im September gefordert ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare