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Sebastien Sagne

Frankfurt Universe

Wide Receiver Sebastien Sagne: Spätes Debüt im lila Trikot

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Der finnische Nationalspieler erzielt nach langer Verletzungspause beim 55:14-Erfolg der Frankfurter gegen die Allgäu Comets einen Touchdown. Im Viertelfinale wartet Berlin.

Seinen besonderen Moment hatte Sebastien Sagne kurz vor der Pause. Da nahm der 24-jährige Finne einen langen Pass von Quarterback Andrew Elffers an und sicherte das Ei in der Endzone. Es war nur einer von insgesamt sieben Touchdowns, die die Footballer der Frankfurt Universe bei ihrem ungefährdeten 55:14 (34:7)-Heimsieg gegen die Allgäu Comets am Sonntag erzielten. Doch für den zu Saisonbeginn von den Dresden Monarchs an den Main gewechselten Wide Receiver war dieser Punktgewinn alles andere als Routine.

„Er gibt mir Selbstvertrauen“, erklärte der Nationalspieler, der den Eindruck erweckt, genau zu wissen, was er kann. Doch monatelang hatte er es nicht zeigen dürfen. Denn noch vor dem ersten Kick-off der neuen Saison in der German Football League (GFL) hatte der mit so viel Enthusiasmus zu den „Men in Purple“ gekommene Spieler bei einem Sturz im Training eine schwere Knieverletzung erlitten. Fast die gesamte Hauptrunde über musste er zusehen, wie seine Teamkollegen sich ohne ihn erneut den zweiten Tabellenplatz im Süden eroberten. Es sei eine „harte Zeit“ gewesen, in der ihm „die Jungs“ aber stets zur Seite gestanden hätten, sagt Sagne. Jetzt jedoch kann und will er etwas zurückgeben.

Praxis fehlt

Bei seinem Debüt vor 1935 Zuschauern im Stadion am Bornheimer Hang lief nicht alles wie geplant. Da zeigte der eigenen Aussagen nach hundertprozentig Wiedergenesene vor allem in der Anfangsphase einige Unsicherheiten und ließ das Spielgerät ein paarmal fallen. „Mir fehlt eben noch die Praxis“, erklärte er später. Cheftrainer Brian Caler ließ den erst seit zwei Wochen wieder voll im Training stehenden Akteur trotzdem nur eine Halbzeit lang spielen. Der Coach wollte Sagne wie andere Leistungsträger für die anstehende K.o.-Runde schonen, nachdem die Partie nach etwas holprigem Start und einer kurzzeitigen 7:6-Führung der Gäste, die völlig überraschend nach einem Kickoff der Universe den ersten Touchdown erzielten, früh entschieden war.

„Überragender Spieler“

„Sebastien ist ein überragender Spieler“, lobte Caler, für ihn persönlich „einer der besten Passempfänger Europas“. Er werde das Spiel der Frankfurter sicher noch weiter nach vorne bringen.

Der Sportler selbst brennt darauf, ist glücklich, gemeinsam mit seiner Mannschaft auf dem Rasen zu stehen und das Live-Erlebnis Football zu spüren. Auch wenn die „lila Hölle“, von der er so lange träumte, aktuell etwas weniger frequentiert sei, als er erwartet hätte. Doch er glaubt, dass sich das ändern wird, wenn es am 23. September (15 Uhr) ins Play-off-Viertelfinale geht. Zumal ein Sponsor allen Dauerkarteninhabern freien Eintritt gewährt. Gegner sind dann die Berlin Rebels, der Tabellendritte aus dem Norden. „Ein toughes Team“, wie Sagne urteilt, sehr physisch und mit guter Athletik. Er habe in den vergangenen beiden Jahren ja schon selbst gegen die Charlottenburger gespielt, „für mich sind sie gute Bekannte“.

Auch Caler sieht in Berlin einen starken Gegenüber, „das wird keine leichte Aufgabe“. Immerhin kann er darauf hoffen, nach den vielen Verletzungsproblemen, die die Universe von Saisonbeginn an plagten, alle Mann an Bord zu haben. Allein bei David Giron ist die Lage etwas unsicher: Der Wide Receiver wurde gestern mit Schulterproblemen ausgewechselt und noch am Abend medizinisch untersucht.

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