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Jubel nach dem wichtigen Sieg: (von links) die Frankfurter Jordan Theodore, John Little, Johannes Voigtmann und Mike Morrison .

Frankfurt Skyliners

Ein „Big Point“

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Im letzten Heimspiel des Jahres gelingt den Frankfurter Basketballern ein 83:78-Erfolg. Das erste Saisonziel ist in greifbarer Nähe.

John Little hatte Schmerzen. Gleich zwei Zähne verlor der US-Guard gestern im Bundesliga-Duell gegen MHP Ludwigsburg. Auch seine Lippe war aufgeplatzt. „Es tut weh“, sagte der 31-Jährige nach einem intensiven Schlagabtausch, in dem die Frankfurter am Ende den größeren Willen zeigten. Durch den 83:78 (30:27)-Erfolg zogen sie nach Punkten mit dem ehemaligen Tabellenführer aus Ludwigsburg gleich und können am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) im vorletzten Hinrunden-Spiel beim Bundesliga-Letzten Mitteldeutscher BC nachlegen. „Es ist sehr hart, gegen Ludwigsburg zu spielen“, sagte Skyliners-Trainer Gordon Herbert. Sein Team habe nur wenige Tage nach der deutlichen Niederlage in Bayreuth „Charakter gezeigt“.

„Solch einen Sieg haben wir für das Selbstvertrauen gebraucht“, ergänzte der Frankfurter Jordan Theodore. Der Spielmacher riss das Spiel in der entscheidenden Schlussphase an sich. Immer wieder zog er erfolgreich zum Korb und erzielte im letzten Viertel alleine zwölf seiner insgesamt 24 Punkte. Theodore gab auch den Pass zum entscheidenden Korberfolg der Frankfurter: Sein Anspiel 18,5 Sekunden vor Schluss verwertete Aaron Doornekamp (18) aus der Ecke per Dreier zum 81:76. „Jordan hat mich super freigespielt“, lobte der kanadische Nationalspieler.

Vor 5000 Zuschauern in der ausverkauften Ballsporthalle konnten beide Mannschaften lange Zeit nur durch gute Verteidigungen überzeugen. Die Trefferquote war auf beiden Seiten schwach. Frankfurt traf bis zur Halbzeit nur drei seiner 15 Dreier-Würfe – am Ende waren es immerhin neun von 26. Zu selten wurde das Spiel unter den Korb verlagert, wo Danilo Barthel verletzt vermisst wurde. Sein umgeknickter Knöchel wird heute per MRT genauer untersucht. „Ich hoffe, es ist nicht so schlimm“, sagte der Nationalspieler. Für ihn bekam Johannes Richter (5) mehr Einsatzzeit. Und der 22-Jährige brachte Energie hinein. Auch Tomas Dimsa (5) lief nach mehrwöchiger Pause wieder auf. Ludwigsburg konnte hingegen das Fehlen seiner Guards Tekele Cotton und Roderick Trice am Ende schwer kompensieren.

Frankfurt setzte sich immer wieder leicht ab, zunächst auf 24:15. Auch drei Minuten vor Schluss lagen die Gastgeber noch 74:66 vorne, als Little (3) seinen ersten Dreier traf. Der Guard hatte nach dem frühen Ellbogenschlag des Ludwigsburgers Adam Waleskowski nur kurz pausiert. Doch das Gäste-Team von Trainer John Patrick stemmte sich gegen die drohende dritte Niederlage in Serie und kam immer wieder zurück. 1:20 Minuten vor dem Ende glichen die Gäste zum 76:76 aus. Die entscheidenden Punkte erzielten dann Theodore mit vier Freiwürfen und Doornekamp mit jenem Dreier. „Das ist ein großer Sieg für uns“, meinte Doornekamp. Zweistellig trafen bei Frankfurt auch Johannes Voigtmann (13) und Konstantin Klein (10).

Gewinnen die Skyliners auch ihre letzten beiden Spiele der Bundesliga-Hinrunde am Mittwoch in Weißenfels und am Sonntag bei den Crailsheim Merlins, haben sie ihr erstes Saisonziel erreicht: Die Teilnahme an den Qualifikationsspielen für das Pokal-Endturnier in München.

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