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Harte Basketball-Duelle mit den Frankfurtern Jordan Theodore (links) und Mike Morrison.

Frankfurt Skyliners

Das Ende einer Serie

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In einer hart geführten Basketball-Partie kassierten die Skyliners einen Rückschlag vor dem Achtelfinal-Hinspiel im Europe Cup am Mittwoch. Nach zwölf Pflichtspiel-Siegen in Folge verloren die Frankfurter am Wochenende in Ludwigsburg.

Die letzte Szene dieser Kampf-Partie war bezeichnend. Mit einer Art Kung-Fu-Tritt brachte Ludwigsburgs Adam Waleskowski den Frankfurter Aaron Doornekamp bei einem Drei-Punkte-Wurf aus dem Gleichgewicht. Doornekamps Wurf verfehlte sein Ziel, die Schiedsrichter pfiffen zum Entsetzen der Hessen kein Foul – und Ludwigsburg gewann das mitunter grenzwertige Basketball-Spiel mit 74:70 (35:32). „Ludwigsburg spielt physisch, wir aber auch“, meinte der Skyliners-Spielmacher Konstantin Klein nach dem hitzigen Duell zurecht – denn beide Teams schenkten sich nichts.

Klein war einerseits enttäuscht, weil er laut eigener Aussage ein „schwaches Comeback“ nach vierwöchiger Verletzungspause gezeigt habe. Aber noch mehr deshalb, weil seine Mannschaft erstmals nach zwölf Pflichtspiel-Siegen in Folge wieder verlor – und das bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um einen Spitzenplatz in der Bundesliga. Die Skyliners rutschten um vier Plätze auf Rang sechs ab, konnten sich aber immerhin mit einer Randnotiz trösten: Weil sie das Hinspiel gegen Ludwigsburg mit 83:78 gewonnen hatten, sicherten sie sich den direkten Vergleich und stehen bei Punktgleichheit vor den Schwaben. Derzeit stehen sie nur deshalb als Tabellensechster hinter Ludwigsburg, weil vier Mannschaften punktgleich sind und die Skyliners in diesem Vierer-Vergleich am schlechtesten abschneiden.

Frankfurt und Ludwigsburg begegnete sich mit ähnlichen Mitteln. Es war ein intensiver und spannender Kampf auf Augenhöhe. Denn beide Trainer verfolgen eine ähnliche Spiel-Philosophie: Oberste Prämisse hat die Verteidigung. „Gratulation an John Patrick und sein Team. Es ist großartig, in einer Atmosphäre wie in der Ludwigsburger Arena zu spielen, allerdings auch sehr schwer, hier zu gewinnen“, sagte Frankfurts Headcoach Gordon Herbert. Sein Gegenüber John Patrick ergänzte: „Wie immer gegen Frankfurt war es ein sehr intensives Spiel von zwei Mannschaften, die mit viel Stolz in der Verteidigung spielen.“

Frankfurt führte zunächst 19:14. Doch nach der Halbzeitpause setzte sich Ludwigsburg vor 4150 Zuschauern immer wieder etwas ab. Knapp sechs Minuten vor Schluss schienen die Gastgeber beim 66:52 entscheidend enteilt zu sein. Doornekamp (12 Punkte) brachte die Skyliners mit zwei Dreiern wieder auf 65:68 heran. Dann folgte eine

Schlüsselszene

: Der überragende Frankfurter Jordon Theodore (22) traf einen Korbleger zum möglichen 67:68, doch die Schiedsrichter sahen ein Offensiv-Foul und gaben die Punkte nicht – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Spielmacher Theodore musste somit mit dem fünften Foul vom Feld. Immerhin traf Philipp Scrubb (11) danach vier Freiwürfe in Folge, ehe Mike Morrison (9) neun Sekunden vor Schluss mit einem weiteren Freiwurf der entscheidende Treffer zum Sieg im direkten Vergleich gelang.

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