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Forsche Töne bei den Skyliners

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Von: Harald Joisten

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Fällt auf unbestimmte Zeit aus: Danilo Barthel.
Fällt auf unbestimmte Zeit aus: Danilo Barthel. © JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.)

Am Freitag starten Frankfurts Basketballer in ihre 17. Bundesliga-Saison. Im Europe Cup wollen sie den Titel gewinnen.

Es hat eine gewisse Tradition, dass die Fraport Skyliners ihre Pressekonferenz vor dem Saisonstart in der „Champions Bar“ im Hotel Marriott ausrichten. „Champion“, also deutscher Meister, sind Frankfurts Basketballer seit 2004 nicht mehr geworden. Das dürfte sich auch in der insgesamt 50. Bundesliga-Saison nicht ändern. Den Auftakt macht morgen die Partie Alba Berlin gegen Ratiopharm Ulm, und die klaren Favoriten heißen wieder einmal Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg, FC Bayern und Alba. Doch hinter diesem Top-Trio wollen die Skyliners angreifen. Erstmals seit rund zehn Jahren geben sich die Hessen wieder sehr optimistisch. In lange nicht gekannter Offenheit formulierte Trainer Gordon Herbert gestern drei forsche Saisonziele:

Die Bundesliga-Hauptrunde mindestens auf Platz fünf beenden und damit einen Rang besser als in der Vorsaison (Anmerkung: In die Play-offs ziehen die ersten acht Teams ein).

Am Ende der Hinrunde mindestens auf Platz sieben stehen, um an den Qualifikationsspielen zum deutschen Pokal-Endturnier „Top Four“ teilnehmen zu können.

Den Titelgewinn im internationalen Wettbewerb Europe Cup, nachdem in der vergangenen Saison im Vorgänger-Wettbewerb Euro-Challenge der Sprung ins Halbfinale gelungen war.

„Ich hatte mich in der Saisonvorbereitung lange gefragt, ob und wie wir uns in diesem Jahr verbessern können“, sagte Herbert gestern. Als dann vor zwei Wochen Spielmacher Jordan Theodore und Guard John Little verpflichtet wurden sowie die Nationalspieler Johannes Voigtmann und Aaron Doornekamp von Länderspielreisen zurückkamen, verschwanden Herberts Zweifel. Vier Testspielsiege in Folge, unter anderen gegen Bamberg und AEK Athen, sorgten für einen Stimmungsumschwung.

„Die vergangenen zwei Wochen haben mir als Coach viel Zuversicht gegeben“, sagte der Kanadier. Die Ergebnisse wären nicht in erster Linie der Grund dafür, sondern die Art und Weise, wie sein Team auftrete: „Als Mannschaft, sehr intensiv spielend, mit guter Verteidigung.“

Der Kern des Kaders ist im Vergleich zur Vorsaison unverändert geblieben. Dazu gehören Publikumsliebling Quantez Robertson und Center Mike Morrison. Die Aushängeschilder des Clubs bleiben die drei deutschen Nationalspieler Johannes Voigtmann (Center), Konstantin Klein (Guard) und Danilo Barthel (Power Forward). Barthel fällt allerdings wegen anhaltender Bandscheibenprobleme weiterhin auf unbestimmte Zeit aus. „Ich habe inzwischen wieder mit Joggen angefangen, habe aber ab und zu noch Schmerzen“, sagte Barthel.

Voigtmann verletzt

Mit dem 20-jährigen Stefan Ilzhöfer und dem 18-jährigen Niklas Kiel sollen zwei weitere junge Deutsche in den Fokus rücken. Beide Flügelspieler haben allerdings die gesamte Vorbereitung verletzt verpasst und fehlen beim Saisonstart am Freitag (20.15 Uhr) bei den Eisbären Bremerhaven. Auch Voigtmann kann vermutlich nicht auflaufen. Der 2,11-Meter-Hüne, der im Sommer zwölf Kilo abgespeckt hat und heute 23 Jahre alt wird, war bei einem Testspiel auf Kreta hart gefoult und am Knie verletzt worden.

„Wir gehen nicht mit zu breiter Brust, aber mit einem gewissen Selbstvertrauen an den Start“, sagte Geschäftsführer Gunnar Wöbke. „Ich glaube, dass wir einen tiefer besetzten Kader haben als in der Vorsaison.“

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