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A.J. English in der vergangenen Saison im Skyliners-Dress.

Frankfurt Skyliners

Grünes Licht für A.J. English

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Der ehemalige Topscorer der Skyliners hat im zweiten Anlauf den obligatorischen Medizin-Test bestanden und feiert morgen gegen Alba Berlin sein Comeback für den Bundesligisten.

Erstmals seit Tagen hat Gordon Herbert ein Nachricht erhalten, die ihn ein wenig hoffnungsvoll gestimmt haben dürfte. Gestern Nachmittag erfuhr der Trainer der Fraport Skyliners, dass Albert Jay „A. J.“ English ab sofort spielberechtigt ist für seine Mannschaft. Der 25 Jahre alte US-Guard war in der vergangenen Saison der beste Werfer der Skyliners gewesen und kehrt nun nach einem dreimonatigen Abstecher zum französischen Topteam Limoges CSP nach Frankfurt zurück. Er unterschrieb einen Vertrag bis Mitte Januar, der voraussichtlich per Option bis 2019 verlängert wird. English hatte vor zwei Wochen den ersten Medizin-Check in Frankfurt nicht bestanden, weil sein Herz nach einer fiebrigen Erkältung Unregelmäßigkeiten zeigte. Gestern nun bekam er von den Ärzten grünes Licht.

Damit hat sich die bedrohliche Personallage bei den Frankfurtern zumindest ein klein wenig entspannt. English ist der bestmögliche Ersatz für Philip Scrubb, der vermutlich lange Zeit ausfallen wird. Der 25-jährige Ausnahmespieler der Mannschaft hat wieder Probleme an seinem Knie, das 2016 wegen eines Knorpelschadens in seiner Heimat Kanada operiert worden war. „Phil war am Donnerstag bei einem Kniespezialisten in Frankfurt. Dort wurden Fotos gemacht, die er an seinen Arzt nach Kanada geschickt hat. Ich denke, Phil will seine Meinung hören“, meint Herbert. Es geht darum, ob das Knie konservativ behandelt werden kann oder erneut operiert werden muss. Sicher sei, so Herbert, dass Phil erst einmal „raus ist aus der Mannschaft. Wie lange, wissen wir derzeit noch nicht“.

Im Bundesliga-Topspiel des Tabellensechsten morgen (15 Uhr, Fraport Arena) gegen Alba Berlin (2.) wird Scrubb freilich fehlen. Ebenso die verletzten Niklas Kiel, Jonas Wohlfahrt-Bottermann und Richard Freudenberg. Bei Mike Morrison (Hüftbeuger) stehen die Chancen „50:50“, so Herbert. Gleiches gilt offenbar für Shawn Huff (Adduktoren). Beide Profis fehlten diese Woche im Training – wie viele weitere verletzte Akteure. „Am Dienstag und Donnerstag mussten wir das Training ganz absagen. Am Mittwoch hatten wir nur vier Bundesliga-Spieler im Training“, klagt Herbert. Sein Team ist gegen Alba somit trotz des Heimvorteils Außenseiter. Die Berliner spielen bislang die stärkste Saison seit Jahren. Großen Anteil daran hat Star-Trainer Alejandro Garcia Reneses. Der 70-Jährige hatte einst als Trainer neun Mal die spanische Meisterschaft und fünf Europapokalwettbewerbe gewonnen sowie Spaniens Nationalmannschaft zu Olympia-Silber geführt.

(joi)

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