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Hoher Aufwand bringt Ertrag

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Von: Katja Sturm

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Beim Erreichen der Vorschlussrunde wäre auch die Ausrichtung des Endturniers für die Frankfurter ein Thema.

Nach dem aufregenden Besuch im niederländischen Den Bosch hatten die Skyliners-Spieler sich ein wenig Ruhe verdient. Erst am frühen Donnerstagmorgen aus den Niederlanden zurückgekehrt, durften die jetzt sicher für das Viertelfinale der Euro Challenge qualifizierten Frankfurter Basketballer nach dem mühevollen 92:90-Sieg nach zweimaliger Verlängerung den Tag über die müden Glieder ruhen lassen, um Kraft und Energie zu tanken für das Bundesligaspiel am heutigen Samstag (20.30 Uhr) in Oldenburg. Erneut geht es dabei um viel. Die eventuell wieder mit Mike Morrison, aber ohne den am Oberschenkel verletzten Konstantin Klein auflaufende Mannschaft von Trainer Gordon Herbert will beim nur zwei Punkte vor ihr rangierenden Tabellensechsten weitere Zähler für die Play-off-Qualifikation sammeln.

Derweil beschäftigen sich die Verantwortlichen im Verein schon mit ferneren Zielen: Für den Fall, dass die hessischen Korbjäger in dem drittklassigen kontinentalen Wettbewerb bis in die Vorschlussrunde vorstoßen würden, wäre laut Geschäftsführer Gunnar Wöbke auch die Ausrichtung des Final-Four-Turniers Ende April in eigener Halle ein Thema.

„Das würde die sportlichen Chancen enorm erhöhen“, erklärt der Manager, die Börse allerdings stark beanspruchen. Mit etwa 150 000 Euro an Kosten müssten die Skyliners rechnen, nachdem sie bereits für die erste Runde 70 000 locker machen mussten und die zweite wohl in ähnlicher Höhe abschließen werden. Ohne zusätzliche Zuschüsse dürfte da auch angesichts der finanziell besser gestellten Konkurrenz wenig auszurichten sein.

Türkei oder Sibirien

Doch noch ist es nicht so weit, müssen die Skyliners erst mal das Viertelfinale überstehen. Obwohl es erklärtes Ziel ist, sich im abschließenden Gruppenspiel am Dienstag (19 Uhr) beim aktuellen Zweiten Avtodor Saratov endgültig den Spitzenplatz in der Staffel K und damit das Heimrecht im anschließenden Best-of-Three-Duell zu sichern, würden sie es als Verlierer vermutlich bequemer haben. Dann würden sie es wohl mit dem türkischen Vertreter Trabzonspor zu tun bekommen. „Bis dahin sind es nur drei Stunden Flug“, sagt Wöbke, während der momentane Zweite der Gruppe L im sibirischen Krasnojarsk beheimatet ist. Angesichts des engen Zeitplans mit Hin- und Rückspiel innerhalb von drei Tagen (10. und 12. März) würde das eine gewaltige Strapaze bedeuten, bei der die Hessen nach der ersten Begegnung zu Hause erst am zweiten Spieltag um 5.30 Uhr morgens am Spielort eintreffen würden.

Doch abgesehen davon, dass sie dann in einer eventuellen dritten Partie Heimrecht und somit wieder bessere Chancen hätten, haben die Skyliners allein mit ihrem Start auf Europas Bühne bewiesen, weder Aufwand noch Belastung zu scheuen, um sich mit Hilfe internationaler Gegner weiterzuentwickeln. Dass sich das Team trotz der zahlreichen Verletzungsprobleme stark präsentiere, sei auch auf das Mehr an Spielpraxis zurückzuführen, das es in der Euro Challenge sammeln konnte, so Wöbke. „Wir haben uns das vor der Saison natürlich auch alles überlegt“, die Entwicklung des Teams rechtfertige die Investitionen.

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