Basketball

Mühevoller Sieg der Sklyiners beim Neuling aus Vechta

Nur mit viel Mühe hat sich der Basketball-Bundesligist Skyliners Frankfurt beim Aufsteiger aus Vechta durchgesetzt. Was Cheftrainer Gordon Herbert sichtlich enttäuschte.

Eine von Gordon Herberts Lieblingsmetaphern ist die von den Rennpferden und den Schweinen. Ein gutes Team, so der Cheftrainer des Basketball-Bundeslgisten Skyliners Frankfurt, hat eine gute Mischung aus beiden: aus Spielern, die mit ihrer individuellen Klasse den Unterschied ausmachen und regelmäßig für zweistellige Punkteausbeute sorgen, das sind die Rennpferde. Und aus Akteuren, die die Drecksarbeit machen, die nach jedem Ball hechten, um jeden Rebound kämpfen oder mal einen harten Block stellen.

Am Samstagabend waren es vor allem die Schweine im Team der Skyliners, die für den knappen 88:83-Erfolg nach Verlängerung in Vechta verantwortlich waren, beziehungsweise dafür, dass diese Partie überhaupt noch in die fünf Extraminuten ging. Namentlich: Akeem Vargas und Marco Völler. Letzterer brachte unter dem Korb die nötige Härte ins Spiel, die den Skyliners so gefehlt hatte – und das trotz einer für einen Center vergleichsweise geringen Körpergröße von 1,99 Meter. Trotzdem schnappte sich der 28-Jährige vier Offensiv-Rebounds. Erik Murphy (2,08 Meter) und Shawn Huff (2,00 Meter) holten in ihren fast 40 Minuten Einsatzzeit lediglich vier Rebounds. Völler schaffte das in gerade einmal zehn Minuten – und traf mit all seinen vier Würfen plus Bonusfreiwurf in der spielentscheidenden Phase. „Unsere zwei Finnen waren heute eher Eisfischen in Nordfinnland als hier“, sagte Herbert sarkastisch über Murphy und Huff.

Akeem Vargas (elf Punkte) sorgte nicht nur mit einem Dreier (75:73) für wichtige Zähler vor der Verlängerung, sondern sicherte mit einem Ballgewinn eine Sekunde vor Ultimo das 77:77-Unentschieden. In der Verlängerung war es dann Spielmacher Jason Clark, der nach einem starken Beginn und einem noch schnelleren Leistungsabbau, wieder in die Spur fand und vier Zähler zum Sieg beisteuerte. Topscorer Brady Heslip (17 Punkte) machte mit zwei verwandelten Freiwürfen den Deckel drauf.

Trotz des Erfolges war Herbert enttäuscht über sein Team. 18 zugelassene Offensiv-Rebounds, nur ein einziger Assist seiner Point-Guards Clark und Trae Bell-Haynes, dafür aber zehn Ballverluste der beiden Spielgestalter. In Vilnius am Mittwoch (18 Uhr) im Eurocup müssen es die beiden Profis der Skyliners dringend besser machen, denn die Litauer sind ein ganz anderes Kaliber, als der Bundesligaaufsteiger aus Vechta.

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