Frankfurt Skyliners

Das Pech kehrt zurück

  • Harald Joisten
    VonHarald Joisten
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Der Basketball-Nationalspieler Barthel glaubt weiter an sein Team. Er selbst wird erst in ein paar Monaten zurückkehren.

Kaum hatten sie die monatelange Verletzungs-Misere endlich überstanden, kehrt das Pech mit voller Wucht zurück. Der Ausfall von Justin Cobbs und Danilo Barthel trifft die Fraport Skyliners ins Mark. Die beiden Basketball-Profis hatten großen Anteil am sportlichen Aufschwung der Frankfurter in den vergangenen zwei Monaten. Nun fallen beide verletzt aus – und dezimieren das Team in einer Saisonphase, in der es um den Einzug ins Viertelfinale der Euro Challenge geht sowie die Qualifikation für die Play-offs in der Bundesliga.

Während am vergangenen Dienstag auf internationalem Parkett bereits das erste Duell ohne das Duo gegen das russische Team Saratov verloren ging, wollen die Skyliners nun auf nationaler Ebene beweisen, auch ohne Spielmacher Cobbs und Power Forward Barthel erfolgreich sein zu können. Am Sonntag (17 Uhr) gastieren sie im brisanten Duell bei der BG Göttingen. Die Gastgeber, die zuletzt mit einem 88:69-Coup beim Tabellenfünften Oldenburg überraschen konnten und vom ehemaligen NBA-Point Guard Khalid El-Amin angeführt werden, liegen in der Tabelle punktgleich hinter Frankfurt auf Rang neun. Es ist also ein direkter Kampf um den achten und letzten Play-off-Platz. „Ich glaube, meine Teamkollegen werden unseren Ausfall gut wegstecken. Sie haben schon am Dienstag gegen Saratov gezeigt, dass sie kämpfen“, muntert Barthel seine Kollegen auf. Taktisch müsse nicht viel verändert werden. „Verschiedene Spieler müssen in neue Rollen schlüpfen. Das werden sie gut kompensieren.“

Der Nationalspieler, der wegen eines Knochenödems im Fuß bis zu drei Monate ausfällt, kann die Enttäuschung über seine Zwangspause freilich auch nicht ganz verbergen. „Es ist immer hart, draußen zu sitzen“, sagt Barthel, der in den vergangenen Wochen zu den absoluten Leistungsträgern gehörte. „Es ist schade, weil es auch für das Team so gut lief“, so der 23-Jährige.

Der 2,07 Meter große Frankfurter muss sich vorerst in Geduld üben. Er darf seinen lädierten rechten Fuß in den nächsten sechs bis acht Wochen kaum belasten. „Zehn Prozent darf ich auftreten. Sobald ich den Fuß stärker belaste, spüre ich einen stechenden Schmerz.“

Lange Pause

Barthel läuft daher meist auf Krücken. Er darf nicht joggen, sich nicht mal auf einen Ergometer setzen und verliert daher peu à peu seine Fitness. „Ich mache Krafttraining für den Oberkörper. Vielleicht kann ich etwas schwimmen. Mehr geht nicht.“ Nach der mindestens anderthalb Monate dauernden Ruhephase habe er „mit Sicherheit“ konditionelle Rückstände. Und falschen Ehrgeiz darf er nicht an den Tag legen. Belastet er den Fuß zu früh, kann das Folgen haben. „Wenn man es nicht komplett ausheilen lässt, kann es größeren Schaden geben“, weiß Barthel.

Was genau zu der Gewebe-Schwellung geführt hat, weiß er selbst nicht genau. „Es gibt mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen können.“ Unter anderem ist er mit dem Fuß umgeknickt.

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