Verstehen sich bestens auf und abseits des Platzes: Die besten deutschen Skyliners-Spieler Danilo Barthel (l.) und Johannes Voigtmann.
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Verstehen sich bestens auf und abseits des Platzes: Die besten deutschen Skyliners-Spieler Danilo Barthel (l.) und Johannes Voigtmann.

Fraport Skyliners

Positiv in die Zukunft

  • Harald Joisten
    vonHarald Joisten
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Zwei Spieler werden den Basketball-Club sicher verlassen. Hinter mindestens drei Akteuren steht ein Fragezeichen.

Die erste Enttäuschung war bald verflogen. „Ich bin sehr stolz auf unser Team“, sagte Center Mike Morrison. „Ich denke, wir haben uns über die gesamte Saison einen guten Namen gemacht“, sagte Flügelspieler Jacob Burtschi. Und Power Forward Danilo Barthel ergänzte: „Mein Fazit fällt sehr positiv aus.“ Das Play-off-Aus im Viertelfinale gegen Titelverteidiger FC Bayern sorgte bei den Basketballern der Fraport Skyliners nur kurz für Ernüchterung. Der Stolz überwog schon bald: Auf die erfolgreichste Saison seit vier Jahren mit Platz sechs in der Bundesliga-Hauptrunde und dem erstmaligen Einzug ins Halbfinale der Euro-Challenge.

„Wir haben alle unsere gesteckten Ziele übertroffen“, betonte Center Johannes Voigtmann, der in den finalen Play-off-Spielen gegen die Münchner wegen einer Knöchelverletzung schmerzlich vermisst wurde.

Noch bis Mittwoch befinden sich die Spieler in Frankfurt. Dann beginnt ihre Sommerpause. Die Vertragsgespräche laufen bereits auf Hochtouren. „Bis Mittwoch werden wir jedoch freilich nicht alle Entscheidungen getroffen haben“, betonte Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke. Sicher scheint: Einen großen personellen Umbruch wird es nicht geben. „Das Grundgerüst“ bleibe bestehen, so Wöbke. Ein wichtiger Fixpunkt bleiben die beiden deutschen Nationalspieler Danilo Barthel (Vertrag bis 2016) und Johannes Voigtmann (2017). Auch Spielmacher Konstantin Klein (2016) und US-Publikumsliebling Quantez Robertson (2016) gelten als gesetzt. Center Mike Morrison (2016) hat sich als Back-up-Center hinter Voigtmann ebenso für eine weitere Saison empfohlen wie das amerikanische Guard-Talent Sean Armand (2016).

Sicher nicht mehr dabei sein werden nach derzeitigem Stand nur zwei Spieler, deren Verträge auslaufen: Point Guard Justin Cobbs, der den Sprung in die NBA wagen möchte, und der finnische Nationalspieler Mikko Koivisto, der nicht restlos überzeugen konnte. Ob Power Forward Jacob Burtschi einen neuen Vertrag erhält, ist fraglich. Er und Aaron Doornekamp (bis 2016) kommen als Ersatz hinter Barthel infrage. Vielleicht schaut sich der Club auf dieser Position auch auf dem Transfermarkt um. Dort liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Suche nach einem neuen Aufbauspieler als Ersatz für den starken Cobbs.

Eine stärkere Rolle im Team einnehmen könnte künftig auch der 19-jährige Stefan Ilzhöfer (bis 2017), der in seinen wenigen Kurzeinsätzen als guter Distanzwerfer gefiel: Von seinen lediglich fünf Dreier-Würfen konnte das Talent immerhin vier erfolgreich verwandeln. Auch Johannes Richter (2017) dürfte dem Team weiter angehören, während hinter Kevin Bright (2017) ein Fragezeichen stehen könnte. Sollte er bleiben, hätten die Skyliners mit Barthel, Voigtmann, Klein, Ilzhöfer, Richter und Bright bereits die Hälfte des Kaders mit jungen deutschen Spielern besetzt. Zudem dürfte der 17-jährige Niklas Kiel aus der Drittliga-Reserve näher an die Mannschaft rücken.

Und weitere Talente kommen nach: Die U 19-Junioren von Eintracht Frankfurt/Skyliners wurde am Wochenende erstmals deutscher Vizemeister – unterlegen im Finale ebenfalls dem FC Bayern.

Die Skyliners blicken also positiv in die Zukunft, zumal auch alles dafür spricht, dass Trainer Gordon Herbert seinen bis 2016 laufenden Vertrag erfüllt. Und im Juli fällt dann wohl die Entscheidung, ob die Frankfurter erneut an einem Europapokal-Wettbewerb teilnehmen.

 

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