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Die Saison ist vorbei

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Von: Katja Sturm

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Enttäuschter Abgang: Jakob Burtschi (links) und Aaron Boornekamp.
Enttäuschter Abgang: Jakob Burtschi (links) und Aaron Boornekamp. © Joachim Storch

Für die Skyliners ist die Saison beendet: Der Basketball-Bundesligist unterlag im vierten Spiel der Play-off-Viertelfinalserie gegen Bayern München mit 71:92.

Nach dem Saisonaus seines Team saß Gordon Herbert mit starrem Blick in der Pressekonferenz und hörte zu, wie sein Münchner Trainerkollege Svetislav Pesic über das kurz zuvor zu Ende gegangene Spiel, die 71:92 (32:38)-Niederlage der Skyliners im vierten Play-off-Viertelfinalspiel gegen die Bayern, referierte. Nur einmal, da zuckte der Headcoach der Frankfurter kurz zusammen: als Pesic betonte, seine Mannschaft sei die insgesamt bessere. Zumindest bei einigen Attributen, so hatte man den Eindruck, sah Herbert das anders. In Sachen Kämpferwillen etwa, den der hessische Basketball-Bundesligist auch bei diesem letzten Auftritt eindrucksvoll bewiesen hatte.

Fast ein wenig zu heiß waren die Frankfurter vor 4720 Zuschauern in ihrer nicht ganz ausverkauften Arena in die Partie eingestiegen. Zwar konnten sie diese somit lange eng halten, doch kassierten sie allein im knapp gewonnenen ersten Viertel (16:15) schon zehn Fouls. Das sollte sich später rächen, als Aaron Doornekamp zu Beginn des Schlussabschnitts, beim Stand von 52:61, auf die Bank geschickt wurde. Doch immerhin konnten die Gastgeber so erst mal ihre eigenen Schwächen überdecken, die mangelnde Treffsicherheit vor allem bei Würfen aus der Distanz sowie die Tatsache, dass sie dem Gegner zu viele Freiheiten und zweite Möglichkeiten ließen.

In der Phase des dritten Viertels, in der die Skyliners weniger konsequent zu Werke gingen, zog der deutsche Meister, der nun auf Alba Berlin trifft, davon. Der Frust der Hessen, die doch so gerne diesen ersten Matchball in der Best-of-five-Serie nach zuvor einem Sieg und zwei Niederlagen hatten abwehren wollen, drückte sich in Unkonzentriertheiten aus und im ablenkenden Hadern über den Schiedsrichter.

„Die Spieler haben den Fokus verloren“, musste Herbert später resümieren. Zudem lähmte ihnen die Müdigkeit ihre Beine. So spielten die beiden Teams die letzten Minuten nur noch herunter.

„Früher oder später ist eben Schluss“, erklärte Justin Cobbs, der mit 20 Punkten wieder einmal erfolgreichster Korbjäger bei den Frankfurtern war. Für den Point Guard ist das Kapitel Skyliners damit beendet; er wird versuchen, sich in der Summer League bei den nordamerikanischen Proficlubs zu empfehlen.

Doch auch seine Mitspieler beim Sechsten der Hauptrunde hatte die Niederlage in der Serie gegen den haushohen Favoriten nicht erschüttert. „Wir sind in dieser Saison weiter gekommen als erwartet“, sagte Danilo Barthel. „Dass wir München schlagen würden, damit war nicht zu rechnen.“

Allein der Coach schien härter getroffen und ließ seinem Ärger über ein nicht geahndetes Foul in der dritten Begegnung mit den Bayern freien Lauf. „Das war das Härteste, was ich im Basketball bislang gesehen habe“, stellte er mit Blick auf eine Aktion von Nihad Djedovic gegen Barthel fest, und hätte nach Meinung des Kanadiers mit einer Disqualifikation für den Rest der Serie geahndet werden müssen. Aber das war in diesem Moment längst Makulatur.

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