In Braunschweig

Skyliners beenden Niederlagenserie

  • VonKatja Sturm
    schließen

Nach langer Führung muss die Mannschaft von Trainer Gordon Herbert noch einmal um den fast schon sicheren Erfolg zittern.

Der Schweiß floss noch fleißig, als Quantez Robertson sich am Freitagabend, kurz nach dem 75:74 (41:27)-Sieg der Skyliners in Braunschweig, einem ersten Interview stellte. Die finalen Minuten der Partie hatten Kraft gekostet, aber vor allem auch die Nerven belastet. Entsprechend war dem Frankfurter Routinier die Erleichterung über den ersten Erfolg nach sieben Niederlagen in der Bundesliga anzumerken.

„Wir haben diesmal als Team zusammengespielt und hart gekämpft“, sagte der Kapitän der Hessen. Zudem habe sein Team in der spannenden Schlussphase sehr konzentriert agiert. Das war auch nötig gewesen, denn die Gastgeber, die in der ersten Hälfte noch chancenlos schienen, waren im letzten Viertel wieder ganz nahe gekommen. Fünf Minuten vor der Schlusssirene standen sie erstmals nach der Anfangsphase, in der beide Mannschaften kurz ins Spiel finden mussten, mit einem Punkt vorne. Und obwohl die Skyliners im Gegenzug durch einen Korb von Shavon Shields erneut die Führung übernahmen, ging es danach sehr eng zu.

Das Wurfglück, das der Mannschaft von Trainer Frank Menz fast die gesamte erste Hälfte fehlte, nicht nur, weil ihre Gäste in der Defensive stabil standen, hatte sie nach der Pause plötzlich wiedergefunden. Das schien die Spieler von Coach Gordon Herbert zu überraschen, und die Distanz, die zwischendrin bis zu 17 Punkte betragen hatte, schmolz dahin. Doch auf beiden Seiten wurde der Kampfgeist bewahrt, sodass sich auf dem Parkett ein turbulenter Schlagabtausch entwickelte.

78 Sekunden vor dem Ende stand es dank zweier verwandelter Freiwürfe des Braunschweiger Topscorers Carlos Medlock (24 Punkte) 71:71. Mike Morrison brachte die Skyliners mit zwei Punkten in Front, ehe sechs Sekunden vor dem Ende nach einem Foul von Kwame Vaughn Thomas Klepeisz drei Freiwürfe zum 74:73 verwandelte.

Nun begann das Taktieren der Trainer auf beiden Seiten, wurden direkt hintereinander zwei Auszeiten genommen. Doch in den letzten Aktionen spielten die Skyliners ihre Routine aus. Quantez Robertson, mit 19 Zählern gemeinsam mit Vaughn diesmal der treffsicherste aufseiten der Frankfurter, vergab zwar seinen Wurfversuch, doch Teamkollege Morrison verwandelte, ungerührt von einem gleichzeitigen Foul, im Nachgang. Ein letzter verzweifelter Wurf von Geoffrey Groselle auf der anderen Seite verfehlte sein Ziel.

Endlich konnten die Skyliners nach dem Duell im unteren Teil der Tabelle mal wieder als Sieger vom nationalen Parkett gehen. „Wir haben zwei unterschiedliche Spiele gesehen“, so Herbert. „In der ersten Halbzeit haben wir mit viel Einsatz gespielt und gut bei den Rebounds gearbeitet. In der zweiten war Braunschweig herausragend. Sie haben uns zu elf Ballverlusten gezwungen und sich elf Offensiv-Rebounds geholt. Das war stark.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare