Münchens Danilo Barthel (l.) gegen seinen früheren Skyliners-Teamkollegen Quantez Robertson
+
Münchens Danilo Barthel (l.) gegen seinen früheren Skyliners-Teamkollegen Quantez Robertson

Frankfurt Skyliners

Skyliners kassieren gegen die Bayern eine klare Heimpleite

  • Harald Joisten
    VonHarald Joisten
    schließen

Im dritten Viertel noch geführt und am Ende mit 57:77 verloren: Die Basketballer der Skyliners brechen gegen München ein.

Auf den Zuschauerrängen lief es bestens. Als ein Heiratsantrag live über die Videoleinwände in der Frankfurter Ballsporthalle flimmerte, weinte die frisch Verlobte Tränen vor Freude. Glücksgefühle bei den Basketballern der Skyliners kamen gestern dagegen nicht auf. Die Frankfurter verloren gegen den FC Bayern mit 57:77 (33:40) und kassierten die achte Niederlage aus den vergangenen neun Bundesliga-Spielen. „Die Bayern waren 40 Minuten konzentriert, wir nicht“, meinte Frankfurts Trainer Gordon Herbert nach der bitteren Partie vor 4930 Zuschauern. Herbert wird wegen seiner weiterhin nicht ausgestandenen Rückenprobleme heute nicht mit der Mannschaft in die Türkei fliegen, wo sie morgen (18 Uhr) in der Champions League bei BK Banvit antritt.

Die Frankfurter boten den keineswegs übermächtigen Bayern zwar phasenweise Paroli und lagen in der zweiten Halbzeit kurzzeitig in Führung. Doch die Probleme der vergangenen Wochen setzten sich fort. Das Spiel wirkt zu statisch, von den Point Guards Kwane Vaughn (9 Punkte) und Max Merz (0) gehen keine Impulse aus. Mehrfach musste ein Spieler einen Notwurf abgeben, weil die 24-Sekunden-Uhr ohne Aktion fast abgelaufen war. „Wenn wir unsere Systeme nicht laufen, sind wir tot“, kritisierte Herbert und beschrieb das pomadige Auftreten passend: „Ein Spieler steht mit dem Ball in der Hand und vier Leute um ihn herum warten darauf, dass etwas passiert.“

Die Bayern wirkten fünf Tage nach ihrer Niederlage in Bonn zwar auch nicht gefestigt. Aber sie waren flinker, athletischer und hatten mit Bryce Taylor (17 Punkte), Reggie Redding (10) und Nick Johnson (10) drei herausragende Spieler in ihren Reihen. Hinzu kam der Ex-Skyliner Danilo Barthel (8), der unter den Körben das Duell gegen die Frankfurter Niklas Kiel (2) und Ekene Ibekwe (0) klar gewann. „Ich habe mich gefreut, dass ich hier so freundlich empfangen wurde“, sagte Barthel, der von der „besten Defense-Leistung in dieser Saison“ seiner Bayern sprach.

Frankfurt war meist bei Einzelaktionen durch Shavon Shields (14), Mike Morrison (12) und Quantez Robertson (9) gefährlich. Von einer knappen 9:8-Führung gerieten die Hessen nach zehn Minuten mit 16:22 in Rückstand. Das erste Viertel endete mit einem Airball von Merz. Im zweiten Viertel schien sich beim 17:34 ein Debakel anzudeuten, ehe die Frankfurter im dritten Viertel zurückkamen und kurzzeitig sogar beim 43:42 die Führung übernahmen. Doch Taylor und Redding konterten mit zwei Dreiern zum 43:48 für die Bayern, die auch beim Rebound mehr Einsatz zeigten. Nach dem dritten Viertel (52:59) lief fast nichts mehr zusammen bei den Frankfurtern, die hochverdient verloren. Dabei hatte Club-Chef Gunnar Wöbke bei der Frankfurter Sportgala kürzlich noch gesagt: „Ich verspreche euch, am 11. Dezember schlagen wir die Bayern und sind wieder die Alten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare