Fraport Skyliners

Skyliners wollen gegen Göttingen an ihre Leistung im Eurocup anknüpfen

Nach zwei Auswärtspartien bestreiten die Frankfurter am Sonntag gegen Göttingen ihr erstes Bundesliga-Heimspiel der Saison.

Gordon Herbert hat sich nur die ersten 15 Minuten angesehen. Das hat ihm gereicht, um festzustellen, dass Göttingen und Würzburg beim 91:87 am Sonntag eine wahnsinnige Geschwindigkeit an den Tag gelegt und gefährliche Dreierschützen haben. Alleine das erste Viertel endete beeindruckend mit 27:27. „Wir müssen das Tempo kontrollieren“, gibt der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners deshalb auch die Marschroute für die erste Bundesliga-Heimpartie am Sonntag (15 Uhr) gegen die BG Göttingen vor.

Ohnehin will sich der Kanadier viel mehr darauf konzentrieren, wie seine Mannschaft agiert; es soll sich weniger am Gegner orientieren. „Im Moment geht es nicht darum, ob wir gewinnen oder verlieren, sondern darum, wie wir spielen“, erklärte der 59-Jährige, dessen Team erst zwei BBL-Spiele absolviert hat (2:2 Punkte).

Nach mehreren schwachen Leistungen am Stück mit einer deutlichen Niederlage in Malaga sowie einem knappen und mühsam erkämpften 88:83-Erfolg nach Verlängerung bei Aufsteiger Vechta, war Herbert auch einen Tag nach der Rückkehr aus Litauen zufrieden mit seiner Mannschaft nach dem 71:60 in Vilnius. „Das war bei weitem die beste Defensivleistung, die wir bislang in der Saison gezeigt haben“, sagte Herbert nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel im Eurocup. Den Schwung und das Selbstvertrauen, so hofft der Trainer, soll seine Mannschaft aus dem zweithöchsten europäischen Wettbewerb auch mit in die Bundesliga tragen. Vor allem Center Erik Murphy, mit 23 Zählern bester Schütze in Vilnius, sowie die beiden Spielmacher Jason Clark und Trae Bell-Haynes, die den knappen Erfolg durch starke Einzelaktionen sicherten, überzeugten. Mit allen drei war Herbert zuletzt unzufrieden. „Ich habe ihnen offen gesagt, was ich denke, und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein“, sagte der Trainer schmunzelnd. Im Hinblick auf seine Aufbauspieler Clark und Bell-Haynes fügte er ernst hinzu, dass er ihnen mehr helfen müsse. „Die Point-Guard-Position ist die schwierigste von allen.“

Der 28 Jahre alte Clark habe in Belgien zuletzt als Shooting Guard agiert und Bell-Haynes, erst 23 Jahre alt, spielt seine erste Profisaison. Personell etwas zu ändern, sei aber zu keinem Zeitpunkt geplant.

Auch um Brady Heslip macht sich der Cheftrainer der eigenen Aussage nach keine Sorgen, obwohl Heslip bereits im zweiten Spiel ohne einzigen Zähler blieb. „Sie haben ihn eng gedeckt, aber er hat so Räume für die anderen geschaffen“, sagte Herbert über den 28-jährigen Shooting Guard. Gegen Göttingen (8./4:2 Punkte) wird der kanadische Dreierspezialist sicher seine Räume bekommen, dafür sind die Gäste selbst in der Abwehrarbeit ab und an mal fahrlässig. Allerdings muss Heslip dafür von seinen Mitspielern besser in Szene gesetzt werden. „Unser Fundament muss das Rebounden und die Defensive sein“, so Herbert. Wenn das gut ist, dann können die Skyliners fast jeden Gegner schlagen – vor allem zu Hause.

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