Besar Halimi.
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Besar Halimi.

FSV Frankfurt

Der mit dem Ball tanzt

  • vonMichael Helms
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Am Sonntag (13.30 Uhr) gastiert der Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt beim Aufsteiger MSV Duisburg und hofft dabei auf einen weiteren Geniestreich seines jungen Mittelfeldspielers Besar Halimi, der über Bornheim den Sprung in die Bundesliga schaffen will.

Wenn Tomas Oral über Besar Halimi spricht, gerät der Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt immer ein wenig ins Schwärmen. „Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Er ist auf dem richtigen Weg und wächst bei uns schon in eine Führungsrolle hinein. Er ist nicht nur ein sehr guter Fußballer, sondern auch ein guter Typ“, lobt Oral den 20 Jahre alten Profi, den die Bornheimer bis zum Saisonende vom klassenhöheren Nachbarn aus Mainz zunächst für ein Jahr lang ausgeliehen haben.

Und wenn die Entwicklung des gebürtigen Frankfurters so weiter geht, dürften die Anhänger und Verantwortlichen des FSV noch ihre Freude an dem technisch so beschlagenen Mittelfeldspieler haben. Der Sohn kosovarischer Einwanderer hat zwar erst sechs Zweitligaspiele für die Bornheimer bestritten, aber mit drei herrlichen Treffern und einigen glänzenden Pässen sein Talent auf der Bühne des Bundesliga-Unterhauses eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vor allem der Siegtreffer beim 1:0-Heimsieg über den FC St. Pauli – ein gefühlvoller Kunstschuss von der Strafraumkante aus – war eine Augenweide.

Anschließend gab es reichlich Lob für den nur 169 Zentimeter großen Linksfuß, der bei der Frankfurter Eintracht einst mit dem Fußball begann. Weil man ihn dort für zu schmächtig hielt, um höheren Anforderungen gerecht zu werden, begann die Wanderschaft des noch jugendlichen Fußballers. SV Darmstadt 98, 1. FC Nürnberg und der VfB Stuttgart waren seine nächsten Stationen, ehe er zum Drittligisten Stuttgarter Kickers wechselte und dort in der abgelaufenen Saison derart als Torvorbereiter beeindruckte, dass sich plötzlich einige Clubs für ihn interessierten.

Auch der FSV Frankfurt war auf ihn aufmerksam geworden, doch die geforderte Ablösesumme der Stuttgarter Kickers, die etwas mehr als 500 000 betragen haben soll, konnten die Hessen natürlich nicht aufbringen. Da passte es gut, dass der rheinhessische Nachbar ein gut gefülltes Festgeldkonto besitzt. Halimi, der von seinem Vater Muhadin beraten wird und unter anderem auch vom englischen Zweitligisten FC Brentford umworben war, wurde von den Mainzern mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet und sofort an die Bornheimer verliehen, um sich dort weiter zu entwickeln.

Und bei dem hessischen Zweitligisten hat er sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft, was ihm viele nicht zugetraut hatten. „Er ist auf dem richtigen Weg. Trotzdem ist er gut beraten, demütig zu sein und weiter hart an sich zu arbeiten“,so der Ratschlag von Oral an seine Offensivkraft, der den FSV Frankfurt wie einige Spieler vor ihm als Sprungbrett für die Bundesliga nutzen möchte. „Je besser Besar bei uns funktioniert, desto schneller landet er bei den Mainzern in der Bundesliga“, gibt sich der Trainer des FSV Frankfurt in dieser Beziehung keinen Illusionen hin.

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