Ehsan Haji Safi.
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Ehsan Haji Safi.

FSV Frankfurt

Effenberg?: „Wir spielen gegen Paderborn“

  • vonMichael Helms
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Am Samstag (13 Uhr) gastiert der Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt beim SC Paderborn. Und die Bornheimer wollen auch beim wieder erstarkten Bundesliga-Absteiger ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Der Hype um seinen neuen Kollegen lässt Tomas Oral kalt. „Mir ist es egal, wer beim Gegner auf der Bank sitzt. Wir spielen schließlich gegen den SC Paderborn und nicht gegen Stefan Effenberg“, sagt der Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt, der am Samstag mit seiner Mannschaft bei dem Bundesliga-Absteiger anzutreten hat.

Bei den Ostwestfalen trägt seit knapp zwei Wochen bekanntlich der frühere Nationalspieler die sportliche Verantwortung, prompt feierten die so schwach in die Saison gestarteten Paderborner zwei Siege in Folge und entfernten sich so ein wenig von der Abstiegszone. Einen noch größeren Abstand zur Region der gefährdeten Clubs hat der FSV Frankfurt, was Oral allerdings nicht den Blick für die Realität trübt. „Auch wenn die Tabelle derzeit anders aussieht, liegt die Favoritenrolle in meinen Augen ganz klar bei Paderborn. Die haben als Bundesliga-Absteiger eine ganz andere Zielsetzung und ganz andere Möglichkeiten als wir“, sagt Oral vor dem Duell mit dem SC Paderborn, der wie der FSV im Frühsommer seinen Kader einer personellen Runderneuerung unterziehen musste, dabei aber erheblich mehr Geld in die Hand nehmen konnte als die Bornheimer.

Dennoch scheinen die Frankfurter über eine höhere Qualität zu verfügen als in der abgelaufenen Spielzeit. Trotz der Abgänge von so wichtigen Stammkräften wie Hanno Balitsch oder Vincenzo Grifo. Zumindest in der Breite ist der Kader der Bornheimer besser besetzt als in der Vorsaison, nachdem einige Neuzugänge wie Ehsan Haji Safi, Felipe Pires oder Shawn Barry ganz offensichtlich ihre Startschwierigkeiten überwunden und so den Konkurrenzkampf angeheizt haben. Und auch die Tatsache, dass kaum ein Profi des FSV eine Garantie auf einen Stammplatz hat, scheint dem Aufwärtstrend nicht abträglich zu sein. „So wird immer die Spannung hochgehalten“, sagt Mittelfeldspieler Marc Kruska über die Tatsache, dass sich Oral immer erst sehr spät festlegt, wer in der Startformation stehen wird. Nach monatelangem Reservistendasein hatte sich Kruska zuletzt wieder in die Startelf gespielt und dabei überzeugen können. Was ihm natürlich keine Einsatzgarantie für das Spiel in Paderborn beschert. „Sicher ist nur, dass André Weis im Tor stehen wird, wenn er nicht krank wird“, erklärte Oral gestern lapidar.

Fest steht außerdem, das Abwehrchef Joan Oumari beim Gastspiel in Paderborn noch gesperrt ist und sein stürmender Kollege Dani Schahin, der schon beim Sieg gegen Bochum und der unglücklichen Niederlage im Pokal gegen die Hertha fehlte, nach wie vor Knieprobleme hat. Was der Vorfreude Orals auf sein „kleines Heimspiel“ aber nicht abträglich ist. Denn vor einigen Jahren zogen seine Eltern aus Aschaffenburg nach Paderborn. „Es werden viele Verwandte da sein“, so der 42-jährige Fußball-Lehrer vor dem Aufeinandertreffen mit seinem neuen Kollegen und dem anschließenden Familienfest.

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