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Marco Koch (Mitte) traf in Gießen für den FSV, doch sein Tor war am Ende zu wenig.

Ein bitterer Abend

FSV Frankfurt bleibt im Hessenpokal in Gießen auf der Strecke

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Der FSV ist aus dem Hessenpokal ausgeschieden. Die zu geringe Torgefahr ist das Hauptproblem des Clubs aus Bornheim.

Morgen Abend findet ab 19 Uhr im Business-Bereich der Haupttribüne die Jahreshauptversammlung des FSV Frankfurt statt. Mit großem Interesse werden die Mitglieder bei Punkt 3 lauschen, geht es doch dann um den Rechenschaftsbericht Finanzen. Vor zwölf Monaten, da war die monetäre Lage des Fußball-Regionalligisten gewiss schlechter.

Während der Bornheimer Club mit dem Präsidenten Michael Görner und seinen beiden „Vize“ Stephan Siegler und Reinhold Greiner auf diesem Terrain Fortschritte macht und versucht, unter schwierigen Bedingungen ein solides Fundament zu schaffen, tritt der FSV auf sportlicher Ebene auf der Stelle. In der Meisterschaft könnte dies in der Endabrechnung, die im Mai erfolgt, zu wenig sein. Und im Pokal wird derartiges Verhalten schnell bestraft, wenn der Gegner bis in die Haarspitzen motiviert ist und nebenbei auch eine gewisse fußballerische Klasse hat.

Der Traum, in der nächsten Saison im DFB-Pokal mitzuwirken und vielleicht sogar einen traditionsreichen Proficlub empfangen zu dürfen, ist jedenfalls im Frankfurter Osten vorbei. Eine satte Antrittssumme – für die Teilnahme an der ersten Runde gab es in dieser Saison 121 000 Euro für die 24 Vertreter aus den Landesverbänden – ist auch futsch nach der 1:2-Niederlage im Hessenpokal-Viertelfinale beim Hessenliga-Spitzenreiter FC Gießen. Entsprechend geknickt waren die Schwarz-Blauen.

„Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Wir haben einfach zu wenig Torgefahr in unserem Spiel“, konstatierte FSV-Trainer Alexander Conrad. Ein Satz, den er gewiss nicht zum ersten Mal in dieser Saison gesagt hat. Und wenn dann beim Schuss vom Elfmeterpunkt auch noch das nötige Quäntchen Glück fehlt, kann ein Match gegen einen gleichwertigen Kontrahenten schon mal in die Binsen gehen.

Es lief schon die Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als der ehemalige Eintracht-Profi Michael Fink im Strafraum den Ball mit dem Arm berührte. FSV-Verteidiger Dominik Nothnagel übernahm beim 1:2-Rückstand Verantwortung – der Ball sauste ab an den Pfosten. 

„Rot“ in der Nachspielzeit

Vor 3726 Zuschauern im Gießener Waldstadion gingen die Mittelhessen in Führung. Die Freistoßflanke von Timo Cecen senkte sich ins Netz (18.). Die Gäste hatten allerdings eine Antwort parat: Auf Vorlage von Vito Plut markierte Marco Koch den Ausgleich (25.). Der FSV blieb am Drücker, doch das nächste und letztlich auch entscheidende Tor markierte der taffe Herausforderer. Barbaros Koyuncu vollendete einen Konter und hatte auch das nötige Glück, denn sein Schuss wurde noch unhaltbar für Torwart Marco Aulbach abgefälscht.

In der zweiten Halbzeit konnte das Team von Trainer Alexander Conrad zunächst kaum Akzente setzen. Während die Gäste dann in der Schlussphase auf den Ausgleich drückten, vergaben die Mittelhessen gute Konterchancen. Es zeigte sich zum wiederholten Mal, dass der Tabellenzwölfte der Regionalliga Südwest kaum Gefahr kreiert. Aufregung gab es bei den Bornheimern, als Koch im Strafraum zu Fall gebracht wurde, aber der Schiedsrichter nicht pfiff. In der Nachspielzeit erhielt Kamil Tyminski wegen einer Tätlichkeit noch die Rote Karte – ein bitterer Abend für den FSV.

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