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Ganz Bornheim jubelt: Der FSV Frankfurt hat am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht.

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Ganz Bornheim jubelt: Der FSV schafft den Klassenerhalt

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Die Rettungsmission von Tomas Oral hatte Erfolg: Unter seinem neuen und alten Trainer gewann der FSV Frankfurt am Sonntag mit 3:2 (2:2) bei Fortuna Düsseldorf und verhinderte dadurch am letzten Spieltag den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga. Zlatko Dedic erlöste die Frankfurter durch seinen Siegtreffer in der 83. Minute. Dadurch endete auch eine quälende Negativserie von zuvor elf Spielen ohne Sieg.

"Ich bin einfach nur glücklich, dass wir das hier hinbekommen haben", sagte Oral. "Erst mit dem Abpfiff war mir klar, dass wir es geschafft haben. Weil du im Fußball nie weißt, was passiert."

Edmond Kapllani hatte den FSV früh in der 11. Minute in Führung gebracht. Binnen weniger Minuten schlug die Fortuna aber durch Lukas Schmitz (13.) und Ihlas Bebou (19.) zurück, ehe erneut Kapllani die Frankfurter Nerven mit seinem Tor zum 2:2 beruhigte. Sturmpartner Dedic bescherte den Gästen am Ende einen völlig verdienten Sieg.

"Man hat gesehen, dass wir uns nach dem 1:0 zu sehr gefreut haben. Dann haben wir ruckzuck 1:2 zurückgelegen. Dass die Mannschaft dann so zurückkommt, ist einfach sensationell", meinte Oral. "Wenn ich sehe, was ein Hanno Balitsch und ein Björn Schlicke geleistet haben, die ja den Verein verlassen werden, kann ich nur den Hut ziehen. So viele Hüte habe ich gar nicht."

Oral war erst am Montag und damit vor dem letzten Spieltag als Nachfolger des geschassten Benno Möhlmann zum FSV zurückgekehrt. Er freute sich nach eigenen Angaben auch deshalb so sehr über diesen Erfolg, "weil ich den Benno mag". Der 42-Jährige hatte in den vergangenen Tagen vor allem versucht, der Mannschaft die Lockerheit und das positive Denken zurückzubringen. Große Aufmerksamkeit erregte er durch die Maßnahme, seine Spieler nach der Negativserie als symbolischen Akt durch die Waschanlage einer Tankstelle zu schicken.

"Das ist eine Riesen-Erleichterung. Das waren sehr, sehr harte Wochen für uns", sagte Geschäftsführer Clemens Krüger. "Wir haben uns mit allen Mitteln gegen die sportliche Talfahrt gesträubt. Und wir haben in der letzten Woche alles richtig gemacht."

Oral setzte vor 28 762 Zuschauern mit seiner Aufstellung auf Offensive und Routine. So beorderte er den Siegtorschützen Dedic vom linken Flügel als zweite Spitze ins Sturmzentrum. Außerdem kamen die erfahrenen Schlicke und Denis Epstein neu ins Team. "Das war eine Extremsituation für uns alle. Die Anspannung vor dem Spiel war unbeschreiblich", sagte Epstein. "Wir haben heute den Klassenerhalt gepackt - kein Abstieg, keine Relegation. Das ist das Wichtigste."

 

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