Timm Golley im Zweikampf mit Stefan Hierländer (Leipzig)
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Timm Golley im Zweikampf mit Stefan Hierländer (Leipzig)

FSV Frankfurt

FSV hadert: Bittere Auftakt-Niederlage gegen Leipzig

Der FSV Frankfurt hat zum Saisonstart gegen RB Leipzig eine unglückliche Niederlage kassiert. Vor allem die schlechte Chancenverwertung machte Trainer Tomas Oral zu schaffen. Dennoch sieht er sein verjüngtes Team auf einem guten Weg.

Tomas Oral lächelte gequält. Von den zahlreichen Komplimenten für die Leistung seiner Elf gegen den haushohen Favoriten RB Leipzig konnte sich der Trainer des FSV Frankfurt nichts kaufen. «Es ist eine bittere Niederlage für uns. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt. Da werden wir hart mit uns ins Gericht gehen», sagte Oral nach dem knappen 0:1 (0:0) am Samstag zum Zweitliga-Auftakt gegen die Sachsen.

Vor 7021 Zuschauern bot das sich im Umbruch befindliche, verjüngte Team eine couragierte Leistung. Von Beginn an stellten sie die spielstarken Gäste zu und kauften ihnen den Schneid ab. «Der Trainer hat den Gegner sehr gut analysiert. Wir haben es ihnen nicht leicht gemacht. Man hat heute nicht gemerkt, dass die einen 15 Millionen ausgegeben haben und wir nicht ganz so viel», sagte Spielmacher Besar Halimi, der ein gelungenes Debüt für den FSV feierte.

Oral hatte in der Vorbereitung ganze Arbeit geleistet und seine Schützlinge perfekt eingestellt. «Ich kann meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen. Wir haben gezeigt, dass wir uns nicht hinten einigeln und auf die Fehler des Gegners warten wollen. Wir haben versucht, Leipzig zu Fehlern zu zwingen. Das haben wir in einer Art und Weise getan, die schon begeisternd war», sagte der 42-Jährige.

Nur die schlechte Chancenverwertung hinterließ Sorgenfalten auf den Gesichtern der Protagonisten. Zlatko Dedic scheiterte frei stehend am Torwart (18.), Lukas Gugganig traf mit einem Kopfball nur den Pfosten (82.) und Joan Oumari verfehlte kurz vor Ende knapp das Ziel. «Wenn man gegen so eine Spitzenmannschaft solche Chancen liegen lässt und einen katastrophalen Fehler macht, dann ist das natürlich ärgerlich. Und dann kann man so ein Spiel nicht gewinnen», schimpfte FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger.

Dem 0:1 durch Marcel Sabitzer (55.) ging ein Abwehrschnitzer von Linksverteidiger Alexander Bittroff voraus. «Er hat den Fehler ja nicht absichtlich gemacht und bis dahin super gespielt. Ich werde ihn nicht an die Wand nageln», sagte Oral. Vielmehr sei die Mannschaft dann gefragt, so einen Fehler zu korrigieren.

Nun sollen die ersten Punkte am kommenden Freitag bei Aufsteiger Arminia Bielefeld her, um nicht gleich zu Saisonbeginn in unruhiges Fahrwasser zu geraten. «Konstanz bekommt man nur rein, wenn man gleich punktet. Wenn die Spieler mehr Mut zeigen und sich nicht wie die kleine graue Maus präsentieren, gewinnen wir auch Spiele», sagte Oral.

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