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Auch am Ball: FSV-Cheftrainer Tomas Oral.

Schwierige Rückrunde

Mission Klassenerhalt

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Am vergangenen Montag hat der FSV mit der Vorbereitung auf die Fortsetzung der Rückrunde am 7. Februar begonnen. Und wie in fast all den Jahren zuvor kämpfen die Bornheimer gegen den Abstieg.

Zwischen dem anspruchsvollen Zirkel und einem schweißtreibenden Lauf durch den Ostpark blieb noch Zeit für ein Geburtstagsständchen. So gratulierten die Profis des Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt während des Vormittagstrainings vielstimmig ihrem Mitspieler Florian Ballas, der gestern 23 Jahre alt wurde. Der fast zwei Meter große Innenverteidiger, der sich im Verlauf der Vorrunde einen Stammplatz erkämpfte, lächelte, ehe es mit schweren Beinen noch einmal in den Grüngürtel des Frankfurter Ostens ging.

Bei den Bornheimern hat am vergangenen Montag die Vorbereitung auf die Fortsetzung der Rückrunde am 7. Februar zunächst mit einem Laktattest begonnen, seitdem bittet Cheftrainer Tomas Oral seine Mannschaft zwei Mal täglich zum anspruchsvollen Training an den Bornheimer Hang, wo wieder einmal wie in fast all den vergangenen acht Zweitliga-Jahren die Mission Klassenerhalt ansteht.

Denn trotz einer durchaus zufriedenstellenden Vorrunde, die der FSV Frankfurt mit 22 Punkten auf dem Konto abschloss, bangt der „Zweitliga-Dino“ um die Versetzung. Nach den beiden Niederlagen zum Rückrunden-Auftakt gegen Leipzig und Bielefeld hat der FSV lediglich fünf Punkte Vorsprung auf den SC Paderborn, der im Moment den Relegationsplatz einnimmt. Wahrlich kein Polster, auf dem sich die junge und neuformierte Mannschaft des FSV ausruhen kann. „Wir müssen sehr konzentriert arbeiten, diese Liga ist so unglaublich ausgeglichen“, weiß Oral natürlich um die Schwere der Aufgabe, die auf ihn, seinen Trainerstab und vor allem seine Spieler in den nächsten Wochen zukommen wird.

Nach einem Hallenturnier am Sonntag in Gummersbach, einem Testspiel am kommenden Dienstag beim 1. FC Köln und vielen Trainingseinheiten am Bornheimer Hang beziehen die Frankfurter vom 18. bis 28. Januar in Side ein zehntägiges Trainingslager. An der türkischen Riviera bestreitet der hessische Zweitligist Härtetests gegen den ukrainischen Spitzenclub Dnipro Dnipropetrowsk sowie den österreichischen Meister RB Salzburg. Für ein drittes Testspiel während des Trainingslagers wird im Moment noch ein Gegner gesucht.

Und natürlich beobachten die Verantwortlichen des FSV den Transfermarkt, der noch bis zum 1. Februar sein winterliches Fenster geöffnet hat. „Wir beobachten den Markt“, erklärte Oral, ohne konkreter zu werden. Nur beim Thema Joel Gerezgiher wurde der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer gestern etwas gesprächiger. „Das ist ein interessanter Spieler mit einer Bornheimer Vergangenheit. Darüber kann man sich Gedanken machen“, sagte Oral über den 20 Jahre alten Flügelspieler, der vier Jahre lang in der Jugend des FSV spielte, ehe er zur Frankfurter Eintracht wechselte. Der Bundesligist möchte den Deutsch-Eritreer ganz offensichtlich ausleihen, damit er Spielpraxis erhält. Garantierte Einsatzzeiten könnten bei diesem Leihgeschäft allerdings ein Knackpunkt werden. „Darüber müsste man sich dann unterhalten, denn wir dürfen unsere sportlichen Ziele nicht aus den Augen verlieren“, sagte Oral.

Keine Zukunft am Bornheimer Hang hingegen dürfte Joan Oumari haben. Der Innenverteidiger hat seit dem Ende des Weihnachtsurlaubes noch keine Trainingseinheit bei dem Zweitligisten bestritten und ist offiziell krank geschrieben. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass der Deutsch-Libanese sich auf der Suche nach einem Verein befindet. Dem hoch veranlagten, aber nicht pflegeleichten Innenverteidiger würden sie beim FSV nicht viele Tränen hinterher weinen. Schon Orals Vorgänger Benno Möhlmann hatte mit Oumari disziplinarische Probleme, die sich auch unter Oral häuften. Zuletzt strich der Cheftrainer des FSV den gebürtigen Berliner vor dem ersten Rückrundenspiel in Leipzig sogar aus dem Kader. Jetzt stehen die Zeichen auf Abschied. So wie bei Florijon Belegu, der zum Regionalligisten Berliner AK wechselt.

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