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Er sieht seine sportliche Zukunft ganz offensichtlich nicht mehr beim FSV Frankfurt: Joan Oumari.

FSV Frankfurt

Der nächste Problemfall beim FSV

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Der Fußball-Zweitligist FSV Frankfurt, der sich im Moment in Feldkirchen (Österreich) im Rahmen eines Trainingslagers auf die kommende Saison vorbereitet, hat einen weiteren Problemfall.

Zunächst war es nur Amine Aoudia, der bei den Verantwortlichen des FSV für eine Menge Unmut sorgte. Der Algerier, eigentlich im Sturm als Stammkraft gesetzt, weigert sich bekanntlich seit Wochen, aus seiner Heimat nach Frankfurt zurückzukehren, um bei den Bornheimern seine vertraglichen Verpflichtungen – er ist noch bis zum 30. Juni 2016 an den FSV gebunden – zu erfüllen. Mittlerweile bezieht Aoudia, der vom FSV eine Abmahnung erhielt, auch kein Gehalt mehr.

Um mehr Geld geht es ganz offensichtlich auch Joan Oumari, der mit seinem Verhalten nun für Ärger sorgt. Der Innenverteidiger, der im Sommer 2013 vom Drittligisten Rot-Weiß Erfurt an den Bornheimer Hang wechselte und dem nicht gerade ein guter Ruf voraus geeilt war, will ganz offensichtlich seinen Abgang provozieren. Dem Innenverteidiger, dessen Vertrag beim FSV im März dieses Jahres, verbunden mit einer Gehaltserhöhung, bis zum 30. Juni 2017 verlängert wurde, liegen angeblich lukrative Angebote aus der Türkei, der Bundesliga sowie vom Ligarivalen 1860 München vor. Das behauptet zumindest sein Berater Macram Naceur. „Er ist mit 26 Jahren in einem Alter, in dem man auch an die Zukunft denken muss“, erklärte Naceur in der „Bild“. Noch stellen sich die Bornheimer allerdings quer und fordern für den Deutsch-Libanesen eine Ablösesumme von mindestens einer Million Euro. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass ein Club so viel Geld für den gebürtigen Berliner hinblättern wird. Auch wenn sein Berater in der Bild erklärte: „Joan ist einer der besten Innenverteidiger der Liga.“

Allerdings gehört Oumari nicht gerade zu den pflegeleichten Profis und hatte schon im Herbst des vergangenen Jahres bei den Bornheimern für Ärger gesorgt. Vor dem Heimspiel gegen Ingolstadt hatte er gegenüber dem damaligen FSV-Chefcoach Benno Möhlmann erklärt, dass seine derzeitige Reservistenrolle bei ihm eine Blockade im Kopf verursachen würde. Deshalb könne sich Möhlmann nicht darauf verlassen, dass er nach einer möglichen Einwechslung mit vollstem Einsatz seinem Beruf nachgeht. Möhlmann strich Oumari sofort aus dem Kader, belegte ihn mit einer Geldstrafe und „begnadigte“ ihn kurz danach wieder, nachdem sich der Innenverteidiger bei der Mannschaft für sein Fehlverhalten entschuldigt hatte. Oumari schaffte dann schnell den Sprung in die Stammelf, wo er sich an der Seite von Abwehrchef Hanno Balitsch zu einer soliden Kraft entwickelt.

Beim 2:2 des FSV Frankfurt im Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten FK Baumit Jablonec stand Oumari ebenfalls in der Anfangsformation, nach der Pause wechselte Cheftrainer Tomas Oral seine Mannschaft komplett durch. Die Treffer für die Hessen, die am Mittwoch (18 Uhr) einen weiteren Test gegen den SV Grödig bestreiten, erzielten Mario Engels und Danol Perdedai.

(mh)

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