FSV Frankfurt

Neuer Hauptsponsor, viele Baustellen

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Der finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete FSV Frankfurt ist auf der Suche nach einem Hauptsponsor fündig geworden.

Der finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete FSV Frankfurt ist auf der Suche nach einem Hauptsponsor fündig geworden. So wird in Zukunft der Schriftzug der Firma Ayondo die Trikots des Fußball-Zweitligisten zieren, der mit dem Finanzdienstleister mit Sitz in der Schweiz und Niederlassungen in Frankfurt, Singapur und London einen Dreijahresvertrag abschloss. Der Kontrakt gilt für alle drei Profiligen, über die Höhe der finanziellen Zuwendung machten beide Seiten keine Angaben. „Wir werden den FSV Frankfurt signifikant unterstützen“, sagte Robert Lemka, Vorstand der Ayondo Holding, der mit seinem Unternehmen bei den Bornheimern die Nachfolge des bisherigen Hauptsponsors Sparhandy antritt. Der Telekommunikationsanbieter aus Köln hatte den FSV zwei Jahre lang unterstützt, allerdings kein Interesse mehr gezeigt, den am 30. Juni auslaufenden Vertrag mit dem Zweitligisten zu verlängern.

Hocherfreut zeigte sich natürlich Clemens Krüger, der Finanz-Geschäftsführer des FSV Frankfurt, bei der Präsentation des neuen Hauptsponsors. „Wir sind sehr stolz, dass wir nach dem Klassenerhalt weiter gute Nachrichten schreiben können“, erklärte Krüger, der die kommende Spielzeit in der Zweiten Liga mit einem Personaletat von knapp sechs Millionen Euro bestreiten möchte. Allerdings stellt die Entlassung von Cheftrainer Benno Möhlmann sowie die Beurlaubung von Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver, die beide noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 besitzen, eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung für die Bornheimer dar. Aber das ist nicht die einzige Baustelle des Zweitligisten. Tomas Oral, der den FSV Frankfurt als Feuerwehrmann noch vor dem Abstieg rettete und die Nachfolge von Möhlmann antreten soll, hat sich immer noch nicht mit seinem früheren Club auf ein längerfristiges Engagement geeinigt. Weiterhin ungeklärt ist auch die Frage, wer künftig die sportliche Leitung bei dem hessischen Zweitligisten verantworten wird. Der Versuch von Krüger und des Präsidiums, den vor knapp einer Woche beurlaubten Stöver zurückzuholen, hat in der Branche für reichlich Kopfschütteln gesorgt. Stöver selbst hält sich mit Äußerungen zu seiner Zukunft in der Öffentlichkeit zurück, was allein schon juristischen Gründen geschuldet ist.

Fakt ist allerdings, dass die Bornheimer schleunigst auf dem Transfermarkt, auf dem es schon munter zugeht, tätig werden müssen. Denn der FSV muss nicht nur Leistungsträger wie Hanno Balitsch oder Vincenzo Grifo adäquat ersetzten. Der Kader des FSV muss vor allem in seiner Breite eine andere Qualität aufweisen als in der abgelaufenen Spielzeit.

(mh)

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