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Bayerns Neuzugang Mané: „Ich sehe mich nicht als Weltstar“

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Von: Carolin Metz

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Sadio Mané
Bayern-Neuzugang Sadio Mané steht nach seiner Vorstellung im Spielertunnel. © Sven Hoppe/dpa

Zwei Tore in den ersten beiden Spielen: Sadio Mané hat beim FC Bayern einen guten Start hingelegt. Trotzdem sieht er sich nicht als Weltstar – und erklärt auch warum.

München – Gerade ist er „Afrikas Fußballer des Jahres“ geworden, hat mit Senegal den Afrika-Cup 2022 gewonnen und mit dem FC Liverpool in der Premier League triumphiert. Man könnte Sadio Mané also durchaus als Superstar bezeichnen. Der 30-Jährige sieht sich selbst aber ganz anders, wie er im Interview mit dem FC Bayern Mitgliedermagazin „51“ verrät: „Die Leute sagen das über mich, aber ich sehe mich überhaupt nicht als Weltstar. Mit solchen Begriffen kann ich wenig anfangen. Mir geht es nur darum, Teil des Teams zu sein. Dafür tue ich alles.“

Von seinem Einsatz konnte man sich schon in den ersten beiden Spielen für den Rekordmeister überzeugen. Beim Test-Match gegen D.C. United verwandelte Mané den Strafstoß sicher zum 1:0 (Endstand 6:2). Und auch beim Supercup-Spiel gegen RB Leipzig schoß er das 2:0 (Endstand 5:3). Eine gelungene Premiere also. Auch seine Mitspieler loben die Bodenständigkeit und den Arbeitseifer des Senegalesen.

Der Teamgedanke steht für Mané über allem

Kein Wunder, dass Teamplayer Mané sich gut mit dem Teamgedanken des FC Bayern identifizieren kann: „Für mich bedeutet dieses ‚Mia san mia‘, dass das Team immer an erster Stelle kommt. Das Miteinander zählt, nicht das Individuum. Das macht den FC Bayern so besonders. Mit dieser Philosophie kann ich mich sehr leicht identifizieren, weil ich fest davon überzeugt bin, dass das der Weg zum Erfolg ist. Identifikation ist der Schlüssel. Deswegen habe ich auch kein bisschen gezögert, als ich die Möglichkeit hatte, nach München zu wechseln.“ Nach dem Abgang von Lewandowski ist Mané eine sehr willkommene Bereicherung im Bayern-Kader.

Sadio Mané sieht seine Herkunft und seine Erziehung als Grundlage dafür, dass er nie die Bodenhaftung verloren hat: „In meiner Kultur genießen Eltern einen hohen Stellenwert. Man hört auf sie, man erweist ihnen Respekt. Ich denke, dass diese Werte in allen Bereichen des Lebens sehr wichtig sind und bin dankbar, dass ich so erzogen wurde.“

17 Millionen neue Fans für den FC Bayern

Seine Herkunft birgt noch einen weiteren Vorteil für den FC Bayern. Denn ab sofort können sie laut Mané 17 Millionen Fans mehr verzeichnen: „Mein Land besteht aus 17 Millionen fußballverrückten Menschen, und sie sind jetzt alle Bayern-Fans. Ich denke, man wird in dieser Saison viele Senegal-Flaggen in der Allianz Arena sehen.“ Mané fällt der Wechseln zwischen den Welten offensichtlich leicht, denn auch in München fühlt er sich schon zu Hause. Er freut sich auf die Wiesn und ist bestens dafür vorbereitet: „Ich habe sogar schon eine Lederhose zu Hause, noch aus meiner Zeit in Salzburg. Ich habe sie behalten, weil ich sie immer gerne getragen habe und generell sehr an anderen Kulturen interessiert bin.“

Seiner Heimat bleibt Mané aber trotz allem immer fest verbunden. Aufgrund seines umfangreichen Trainings- und Spielplans kann er zwar meist nur einmal im Jahr in den Senegal reisen, aber er besucht wann immer es geht seine Eltern und seine alten Freunde: „Dann bin ich der Sadio von früher. Ich spiele Fußball mit meinen alten Freunden, wir haben Spaß zusammen. Ich genieße es immer sehr zurückzukehren.“ Mané engagiert sich sozial in seiner Heimat und ist nicht zuletzt deswegen ein Volksheld. So spendete er 230.000 Euro, um den Bau einer weiterführenden Schule in seinem Heimatdorf Bambali zu finanzieren. (cm)

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