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Chile legt Beschwerde gegen Ecuador ein

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Spielball der WM in Katar
Der offizielle Spielball für die Fußball WM 2022 in Katar liegt bei einer Pressekonferenz auf einem Podium. © Christian Charisius/dpa

Wegen Zweifeln an der Herkunft des ecuadorianischen Nationalspielers Byron Castillo hat der chilenische Fußballverband (ANFP) Beschwerde beim Weltverband FIFA eingelegt.

Santiago de Chile - Einem Medienbericht zufolge wollen die Chilenen damit erreichen, dass sie den Platz Ecuadors bei der WM-Endrunde in Katar übernehmen. Castillo, Rechtsverteidiger von Barcelona SC Guayaquil, soll falsche Angaben über seinen Geburtsort und sein Geburtsdatum gemacht haben, teilte der ANFP mit.

So sei Castillo in Kolumbien zur Welt gekommen und nicht in Ecuador. Außerdem sei er in Wirklichkeit drei Jahre älter als angegeben. Der Weltverband FIFA bestätigte auf Anfrage, dass eine formelle Beschwerde Chiles eingegangen sei und gab keine weiteren Kommentare ab.

Spiele mit Beteiligung Castillos möglicherweise nicht gewertet

Sollten sich die Vorwürfe der Chilenen als wahr herausstellen, könnte dies sogar Auswirkungen auf die WM haben. Einem Bericht der „New York Times“ zielt die Beschwerde Chiles darauf ab, dass die FIFA die acht Qualifikationsspiele, an denen Castillo beteiligt war, als Siege für die jeweiligen Gegner Ecuadors gewertet werden. Damit könnte Ecuador seinen Platz für die Weltmeisterschaft verlieren und Chile nachrücken.

„Schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei der Registrierung von Spielern sind nicht akzeptabel, vor allem wenn es um eine Weltmeisterschaft geht“, hieß es in der Mitteilung des chilenischen Verbandes. „Auf und neben dem Spielfeld muss Fairplay herrschen.“

Um die tatsächliche Herkunft von Castillo wird seit Jahren debattiert. Im vergangenen Jahr ordnete die ecuadorianische Justiz schließlich an, dass Castillo eine neue Geburtsurkunde mit Geburtsort in Ecuador ausgestellt wird. Erst danach wurde er in den Nationalkader für die Qualifikationsspiele für die WM in Katar berufen. „Bei internationalen Wettbewerben dürfen wir kein Risiko eingehen“, sagte damals der Vizepräsident des ecuadorianischen Fußballverbandes, Carlos Manzur. dpa

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