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Schalke-Boss Clemens Tönnies geriet durch eine sehr umstrittene Aussage unter Beschuss.

Zuspruch aus der Liga für Schalke-Boss

„Zustand, den wir nicht dulden sollten“: Ex-Bundespräsident schießt gegen Clemens Tönnies

Schalke-Boss Clemens Tönnies steht nach seiner rassistischen Äußerung in der Kritik. Nun stützen ihn Bundesliga-Größen. Einer wählt einen seltsamen Vergleich.

  • Clemens Tönnies sorgt mit einer rassistischen Äußerung für Empörung
  • Ex-Schalke-Spieler Hans Sarpei schießt heftig gegen den Klub-Boss
  • Der Druck auf den Aufsichtsratsvorsitzenden von Schalke 04 wird immer größer
  • Eine Amtsanthebung von Clemens Tönnies ist nicht ausgeschlossen
  • Clemens Tönnies lässt sein Amt lediglich für drei Monate ruhen
  • Fans sind fassungslos nach der Entscheidung des Schalker Ehrenrats
  • Auf dem aktuellsten Stand bleiben Sie über den Tönnies-Ticker von wa.de
  • Bundesliga-Funktionäre verteidigen ihn

Update vom 14. August, 20.33 Uhr: Nun gibt es aber wieder gehörigen Gegenwind für Clemens Tönnies. Ex-Bundespräsident Joachim Gauck machte seine Meinung gegenüber der rassistischen Aussage des Schalke-Chefs in der Talk-Show „maischberger. die woche“ deutlich. 

„Wenn Menschen eine Pauschalierung betreiben wie, die Afrikaner, die Ossis, die Wessis, und wenn diese Pauschalierung mit Herabwürdigung verbunden ist, dann ist das der Beginn von einem Zustand, den wir nicht dulden sollten“, stellte der 79-Jährige klar. 

Eine Aussage wie jene von Clemens Tönnies würde er nie akzeptieren, „weil es mir zu rassistisch ist“, stellte er sich nicht auf die Seite von Eberl, Funkel oder Veh. 

Nach Rassismus-Eklat: Bundesliga-Größen stärken Schalke-Boss Tönnies den Rücken

Update vom 13. August, 15:20 Uhr: Clemens Tönnies hat nach seinen rassistischen Äußerungen überraschend Zuspruch von mehreren Bundesliga-Vertretern erhalten. So plädierte etwa Friedhelm Funkel vehement für eine zweite Chance für den Boss von Schalke 04. "Die Hexenjagd, die auf ihn veranstaltet wird, muss irgendwann mal aufhören", sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf am Rande des Fußball-Gipfels der Rheinischen Post.

"Clemens hat eine Aussage getätigt, die nicht geht. Er hat sich in der Wortwahl vergriffen. Was jetzt mit ihm gemacht wird, halte ich nicht für in Ordnung. Er wird ja regelrecht geschlachtet", hatte Funkel während der Veranstaltung zuvor erklärt. Er wählte aber auch einen seltsamen Vergleich. Tönnies habe einen "schweren Fehler" gemacht. Diesen Fehler habe er "eingestanden und sich entschuldigt", sagte Funkel weiter: "Es bringen Leute mit einem Samurai-Schwert Menschen um. Da wird zwei Tage drüber berichtet, dann ist es vergessen. Wir müssen alle ein bisschen runterkommen."

Der Sänger und DJ Jan Leyk zeigte sich auf Facebook enttäuscht vom Verein.

Clemens Tönnies: Zuspruch im Rassismus-Eklat

Von Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl, Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes und Kölns Geschäftsführer Sport Armin Veh erhielt Funkel Zustimmung. "Er hat etwas gesagt, was man nicht sagen soll. So etwas sagt man nicht und das weiß er. Wenn ein Satz sein ganzes Leben kaputt macht und er nicht mehr auftreten kann, dann ist das maßlos übertrieben", sagte Veh.

Eberl sagte, dass "die Empörung auch bei uns da war." Man müsse einem Menschen aber die Möglichkeit geben, "wieder aufzustehen."

Rolfes teilte Eberls Meinung. "Wenn man Fehler macht, muss es auch weitergehen können", sagte er.

Befangenheit? Schalker Ehrenrat verteidigt sich nach umstrittener Entscheidung über Tönnies-Skandal

Update vom 9. August, 21.51 Uhr: Der Schalker Ehrenrat fühlt sich gezwungen, nach dem umstrittenen Beschluss Stellung zu beziehen. Clemens Tönnies habe die zweithöchste, mögliche Strafe erhalten und habe diese Sanktion sofort akzeptiert, heißt es in einer Mitteilung des Ehrenrats-Vorsitzenden Hans-Joachim Dohm. 

Er beschwert sich außerdem über „zahlreiche falsche Behauptungen und Diskreditierungen“, die „auf den Ehrenrat eingeprasselt“ seien. 

Befangenheit? Dohm taufte Manuel Neuer - Anwalt vertrat Clemens Tönnies

Er wehrt sich vehement gegen den Vorwurf der Befangenheit, kein Mitglied des Ehrenrates sei in seiner Urteilsfindung beeinflusst gewesen. Dass er als Schalke-Urgestein und unter anderem Täufer von Manuel Neuer ein sehr guter Bekannter von Tönnies ist, hatte viele Medien zu diesem Schluss verleitet.

Sein Stellvertreter hatte seine Nähe zum Fleisch-Magnaten einst sogar eindrucksvoll bewiesen, als er Tönnies mit einer verblüffenden Expertise über die richtige Zusammensetzung von gemischtem Hackfleisch vor einem Rechtstreit bewahrte. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete die Abhandlung gar als „Juristen Kunst“.

Ob die Entscheidung nun unter Befangenheit oder aus reiner Neutralität getroffen wurde, sei dahingestellt. Dass sich die Beleidigten der Tönnies-Aussage und auch die Schalke-Fans noch lange über die milde Strafe echauffiern werden, darf man wohl erwarten. Auch Jan Leyk hat sich nun zum Tönnies-Skandal geäußert, indem er ihn radikal auf Facebook verteidigt.

Schalke-Boss Tönnies lässt Amt nur kurz ruhen - Fans fassungslos

Update vom 7. August 2019, 15.57 Uhr: Mit Unverständnis reagieren Fans von Schalke 04 auf die Reaktion von Clemens Tönnies nach dessen Entgleisungen über das Leben von Afrikanern. „Clemens Tönnies kann so nicht mehr das Gesicht von Schalke sein“, befand Manfred Beck von der Schalker Fan-Initiative in einem Interview mit „Radio Emscher-Lippe“.

Weiter sagte der S04-Anhänger: „Ich hoffe, dass das nicht das endgültige Ergebnis ist, sondern dass dies erstmal ein Zwischenergebnis ist. Wir sind enttäuscht darüber, weil wir schon erwarten und es für richtig halten, dass das zu einer endgültigen Lösung wird.“ Zudem wollte Beck in Gesprächen mit weiteren Medien nicht ausschließen, dass es „im ersten Heimspiel zu Aktionen der Fans kommt“.

Rassismus-Eklat um Clemens Tönnies: SPD-Politikerin spricht von „Tabubruch ohne Skrupel“

Update vom 7. August 2019, 10.24 Uhr: Wenige Stunden nach der Krisensitzung des Schalker Ehrenrats wird bereits Kritik an dem Beschluss laut, wonach Aufsichtsrat Clemens Tönnies sein Amt für einige Zeit ruhen lassen wird. Dagmar Freitag ließ als Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag ihre Enttäuschung über die Entscheidung auf „NDR Info“ freien Lauf.

„Natürlich, wenn ich einen ganzen Kontinent und seine Bevölkerung in eine Ecke stelle, dann erfüllt das für mich schon eher den Tatbestand des Rassismus als ‚nur‘ der Diskriminierung“, sagte die SPD-Politikerin: „Solche Entgleisungen sind ein Tabubruch ohne Skrupel (...) - und ihre Wirkung in die Gesellschaft, die sie haben, ist - insbesondere in diesen Zeiten - verheerend.“

Zugleich forderte Freitag den DFB auf, deutlicher Kritik zu üben. Dabei erinnerte sie an den Fußball-Slogan „Say no to Racism“ - „Sage nein zu Rassismus“. Ergo: „Alleine das müsste den DFB natürlich in seiner Linie bestärken, eine klarere Haltung zu finden.“

Update vom 7. August 2019, 7.03 Uhr: Gnade für den Klub-Patron: Clemens Tönnies vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 ist trotz seiner diskriminierenden Äußerungen am vergangenen Donnerstag um einen Vereinsausschluss herumgekommen. Der fünfköpfige Ehrenrat beschloss am Dienstag nach einer mehrstündigen Sitzung, dass der "erhobene Vorwurf des Rassismus" gegen den 63 Jahre alten Aufsichtsratsvorsitzenden "unbegründet" sei.

Der Verein teilte gleichzeitig mit, dass sich Tönnies entschieden habe, sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats und dessen Vorsitz für einen Zeitraum von drei Monaten ruhen zu lassen. Anschließend wolle er seine Tätigkeit im Aufsichtsrat aber wieder aufnehmen.

In einer mehrstündigen Sitzung hatte sich Tönnies am Dienstag vor dem Ehrenrat erklären müssen. In einer Mitteilung, die Schalke um 23.08 Uhr verbreitete, warf der Ehrenrat Tönnies vor, "gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben". Weiter heißt es: "Clemens Tönnies hat diese - insbesondere den Vorsitzenden des Aufsichtsrats treffende - Pflicht verletzt. Den Verstoß hat er in der Sitzung vom Dienstag eingeräumt und ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht."

Schon wenige Stunden vor der Sitzung hatte die Schalker Fan-Initiative Widerstand für den Fall einer ausbleibenden Sanktionierung angekündigt und damit den Druck erhöht. „Es wird auf jeden Fall Proteste geben, sollte alles beim Alten bleiben“, sagte Susanne Franke von der Schalker Fan-Initiative beim TV-Sender Sky.

Wie viele andere Kritiker berief sich auch die Fan-Initiative auf das Leitbild des Vereins, das mit den Aussagen von Tönnies nicht vereinbar ist. Beim Thema Clemens Tönnies halten Sie unsere Kollegen von wa.de* auf dem aktuellsten Stand. Das Online-Magazin aus Nordrhein-Westfalen ist ganz nah dran und berichtet laufend über den Tönnies-Fall. Auch beim Schalker Erzrivalen Borussia Dortmund gab es nun einen Rassismus-Skandal. Alles zum „Hitler-Kommentar“ finden Sie ebenfalls auf wa.de*.

Update vom 04. August, 14.22 Uhr: Der Druck auf Clemens Tönnies wird immer größer. Aus Sport und Politik hagelt es Kritik für seine Aussage. Als „deplatziert“, „primitiv“ und „rassistisch“ wird seine Äußerung scharf verurteilt, fasste die Deutsche Presse-Agentur zusammen. Bundesjustizministerin Christina Lambert spricht von „dumpfem Rassismus“, eine Amtsenthebung des damaligen Aussauer-Stürzers ist keineswegs ausgeschlossen.

Zu einem anderen Rassismus-Skandal kam es in Braunschweig wegen eines Blitzerfotos, wie nordbuzz.de* berichtet.

Nach Rassismus-Eklat: Clemens Tönnies geht mit sich selbst hart in Gericht

Update vom 3. August, 7.52 Uhr:  Der Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies gibt sich nach seinem verbalen Fehltritt gegenüber Afrikanern tief zerknirscht. „Ich bin über mich selbst bestürzt, dass mir so etwas passieren konnte. Da hilft kein drum herum reden, da hilft auch keine Verschlimmbesserung, es war schlicht töricht“, sagte der 63 Jahre alte Unternehmer der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Nach seinen umstrittenen Aussagen über den angeblichen Zusammenhang von Energieversorgung, Klimawandel und Überbevölkerung in Afrika beteuerte Tönnies: „Das werde ich wieder gut machen.“

Update vom 2. August, 19.55 Uhr: Aufsichtsratschef Clemens Tönnies soll sich nach seinen umstrittenen Äußerungen über Afrikaner vor dem Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 erklären. „Der Ehrenrat wird sich in diesem Fall zeitnah des Themas annehmen und in seiner nächsten, in der kommenden Woche anstehenden, Sitzung damit befassen“, teilte der Verein am Freitag mit.

Demnach habe der Ehrenrat bereits mit Tönnies Kontakt aufgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates habe unverzüglich seine Bereitschaft erklärt, sich auch in der Sitzung zu dem Vorgang zu äußern.

Nach Rassismus-Eklat um Clemens Tönnies rastet Hans Sarpei aus: „Weltbild eines Großwild-Jägers“

Update vom 2. August, 15.30 Uhr: Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04 Clemens Tönnies hat durch eine rassistische Äußerung den Unmut auf sich gezogen. Tönnies sagte beim Tag des Handwerks in Paderborn in einer Diskussion um den Klimawandel, dass man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika errichten solle, als die Steuern zu erhöhen. 

Das begründete er mit folgendem Satz: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“. Von dem Eklat berichtet die Neue Westfälische. Die Aussage des Schalke-Verantwortlichen ging viral und viele Prominente und User äußerten sich zu dem Satz. Auch, wenn sich Tönnies im Anschluss entschuldigte.

Rassismus-Eklat um Clemens Tönnies: Hans Sarpei rastet aus

Ex-Schalke-Spieler Hans Sarpei, deutsch-ghanaischer Herkunft, konnte den Satz nicht fassen und machte seinen Unmut bei Facebook Luft. „Die Aussagen von Clemens Tönnies zeigen ein Weltbild, dass an die Kolonialzeit erinnert“, fängt er sein Statement an. Die rassistischen Bemerkungen seien in keinster Weise mit dem Leitbild des S04 zu vereinbar, so Sarpei, der immer noch Schalke-Mitglied ist. 

Der ehemalige Bundesliga-Profi wünscht sich, dass der Ehrenrat über Konsequenzen berät. Fordert Sarpei hier den Rücktritt des S04-Bosses? 

Er holt weiter aus: „Es ist das Weltbild eines Großwild-Jägers, der ausgestopfte Baby-Elefanten auf seinem Hof als Trophäen präsentiert, auf Arbeitszeitfirmen mit günstigen ausländischen Arbeitskräften setzt und Putin den Hof macht. Es ist das Weltbild eines Mannes, der aus der Zeit gefallen ist. Und der zunehmend eine Belastung für den FC Schalke 04 wird“. Um das zu unterstreichen, schreibt er weiter: „Das diese Aussagen auf dem Tag des deutschen Handwerks unter der Überschrift ‚Unternehmer mit Verantwortung‘ getätigt wurden, verschlimmert die Aussagen noch einmal. Als Deutscher afrikanischer Herkunft widert mich diese Art von Verantwortung zutiefst an“.

Rassismus-Eklat um Clemens Tönnies: Viele stehen Hans Sarpei zur Seite

Um seinen Post abzurunden, schreibt der 43-Jährige auf die Entschuldigung Tönnies‘: „Bis heute hat er sich bei allen entschuldigt. Nur nicht bei denen, die er rassistisch beleidigt hat“. 

Sarpei findet Unterstützung im Internet. Sein Facebook-Post wurde 169-mal geteilt. Sein Tweet wurde 406-mal retweetet. Viele Schalke-Fans gaben Sarpei recht und waren regelrecht erbost über die Aussagen von Tönnies. 

Auch einige Prominente waren echauffiert. Fernsehmoderator und Comedian Micky Beisenherz schrieb sarkastisch: „Definitiv ein Klima, indem man als homosexueller Fußballer so richtig Bock auf ein Coming-out hat“. Autor Thomas Poppe kommentierte: „Schalke hat einen Neuzugang auf dem rechten Flügel“. Ein Journalist merkte an: „ Tönnies, der „Afrikanern“ vorhält, „wenn‘s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, hatte laut Wikipedia übrigens sechs Geschwister“. 

Die SPD-Landtagsabgeordnete Sarah Philipp nutzte das Wort: „unfassbar“ und konnte auch nicht glauben, „dass Gäste offenbar bei sowas klatschen“. In der Tat berichtete die Neue Westfälische darüber, dass einige Gäste beim Tag des Handwerks nach der Aussage geklatscht haben sollen. 

Schalke-Boss empört mit rassistischen Aussagen bei Festrede: Nach Eklat rudert er zurück

Erstmeldung vom 2. August, 10.00 Uhr: Die neue Bundesliga-Saison rückt immer näher, mit dem SC Paderborn ist auch ein Rückkehrer wieder im Fußball-Oberhaus vertreten. Die Ostwestfalen waren 2014/15 bereits in die erste Liga aufgestiegen.

Nach dem Aufstieg ist der SCP also wieder am Start. Das freute auch Schalkes Aufsichtratsvorsitzenden Clemens Tönnies, der beim Tag des Handwerks in Paderborn zu Gast war und seine Rede mit den Worten „willkommen in der ersten Bundesliga“ eröffnete. Tönnies ist gleichzeitig Chef des zweitgrößten Schweine-Schlacht-Imperiums in Europa - und war deshalb der Einladung der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe gefolgt.

Schalke-Boss Clemens Tönnies: Rassismus-Eklat bei Festrede?

Seine Festrede hörten dann rund 1600 Gäste, darunter auch Erzbischof Hans-Josef Becker. Der Schalke-Boss fand dabei Formulierungen, die den einen oder anderen Zuhörer durchaus verwundert haben dürften. In der Diskussion um Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel meinte Tönnies, dass man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika errichten solle. 

Seine Begründung? „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“ Im Saal waren die Zuhörer, wie die Neue Westfälische berichtet, zunächst irritiert - und applaudierten dann offenbar doch.

Clemens Tönnies empfielt neue Kraftwerke in Afrika

Derzeit stehen fünf afrikanische Spieler im Kader der Gelsenkirchener. Wie sie diese Aussage wohl aufnehmen? Inzwischen hat sich der Fleischproduzent und Fußballfunktionär für seine Äußerung entschuldigt. Tönnies erklärte über die Schalke-Homepage: „Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des FC Schalke 04 stehe ich 1.000 prozentig hinter unseren Vereinswerten. Dazu gehört der Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Vor diesem Hintergrund möchte ich mich explizit bei euch, den Fans, Mitgliedern und Freunden des FC Schalke 04, für meine Aussage beim Tag des Handwerks entschuldigen. Sie war falsch, unüberlegt und gedankenlos und entsprach in keiner Weise unserem Leitbild. Es tut mir sehr leid.“

Bei Twitter sorgten die Äußerungen über „die Afrikaner“ für heftige Reaktionen. Der in Bielefeld geborene Cartoonist und Zeichner Ralph Ruthe nannte die Äußerung „rassistische Kackscheiße“.

Clemens Tönnies: Schalke-Boss und Fleischproduzent

Tönnies ist Mitgesellschafter beim größten deutschen Schlachtbetrieb gleichen Namens und Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Die Tönnies-Gruppe mit weltweit rund 16.000 Mitarbeitern hat 2018 mit dem Schlachten von Schweinen und Rindern einen Umsatz von 6,65 Milliarden Euro erzielt. 

Sicher wird Tönnies auch die aktuelle Debatte um seinen ehemaligen Spieler Leroy Sané verfolgen. Landet er doch noch beim FC Bayern München? Beim Gelsenkirchener Erzfeind aus Dortmund machte Mats Hummels zuletzt einen Fan glücklich. Derweil hat die Sport Bild Indizien zusammengetragen, wonach Bakery Jatta unter falscher Identität für den Hamburger SV spielen könnte.

akl/dpa

Der ehemalige Schalke-Manager Christian Heidel hat im Urlaub in der Türkei einen Schlaganfall erlitten. Heidel trägt wohl keine tiefer greifenden Schäden davon.

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