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Oliver Bierhoff ist auch mit seinem eigenen Verhalten in der Causa Özil nicht zufrieden.

News-Ticker zur Debatte um den Ex-Nationalspieler

Oliver Bierhoff bereut Özil-Zoff immer noch: „Wurden viele Fehler gemacht - auch von mir“

Mesut Özil beherrschte rund um die WM 2018 die Schlagzeilen - aus alles andere als sportlichen Gründen. Mittlerweile ist er aus dem DFB-Team zurückgetreten. Der News-Ticker zur kontroversen Personalie.

  • Wegen eines gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Präsidenten wurde Mesut Özil schon vor der WM 2018 zum Politikum in Deutschland.
  • Nach dem Turnier trat der Weltmeister von 2014 aus der Nationalmannschaft zurück - dabei rechnete er mit DFB-Präsident Reinhard Grindel, Sponsoren und der Öffentlichkeit ab.
  • Joachim Löw ist nach eigener Aussage mit Oliver Bierhoff nach London geflogen, um mit Özil über die Vorwürfe zu sprechen. Doch ein Treffen kam nicht zustande.
  • Oliver Bierhoff räumt Fehler ein
  • Wir haben alle vorherigen Geschehnisse in der Personalie Özil in diesem News-Ticker zusammengefasst.

Update vom 10. April 2019: In einem Interview mit der Zeit gab sich Oliver Bierhoff zum wiederholten Mal selbstkritisch bezüglich der Causa Mesut Özil. „Es ist verkehrt gelaufen, und das tut mir sehr leid. Da wurden viele Fehler gemacht - auch von mir“, zitiert der SID aus dem Interview mit dem Manager der deutschen Nationalmannschaft. Er sei sich bewusst, dass die breitgetretene Debatte niemanden in ein gutes Licht rückte und konstatiert: „Am Ende haben wir alle kein gutes Bild abgegeben.“

Auch die oft kritisierteKaderzusammenstellung vor der Weltmeisterschaft 2018 beleuchtet der Europameister kritisch. DenVerzicht auf Manchester-City-Star Leroy Sané sieht er mittlerweile als Fehler: „Wir wollten vor allem ein Zeichen für die Spieler setzen, für die wir uns entschieden hatten. Das sollte Energie freisetzen, den Zusammenhalt stärken. Vielleicht haben wir unterschätzt, dass dann vor allem über den Spieler gesprochen wird, der nicht dabei war.“

Özil-Debatte: Nun spricht der Arsenal-Coach über geplatztes Treffen mit Löw

News vom 28. September 2018: London/München - Joachim Löw und Oliver Bierhoff waren extra nach London gereist, um sich dort mit Mesut Özil auszusprechen. Auch die vom Ex-Nationalspieler in den Raum gestellten Rassismusvorwürfe sollten thematisiert werden. Doch der Bundestrainer und der DFB-Teammanager sind erst gar nicht vorgelassen worden zum Filigrantechniker in Diensten des FC Arsenal.

Wer dafür sorgte, dass das Duo erfolglos von dannen ziehen musste, ist nicht überliefert. Arsenal-Teammanager Unai Emery jedenfalls zieht sich diesen Schuh nicht an. Dem englischen TV-Sender „Sky Sports“ sagte der Spanier: „Das ist nicht wahr, dass ich Mesut ein Treffen mit Löw untersagt habe. Ich hätte kein Problem damit gehabt, dass sich beide auf dem Trainingsplatz treffen.“ In verschiedenen Medien war spekuliert worden, dass Emery die geplante Unterredung verhindert haben soll.

Gerüchte über Differenzen zwischen Özil und Emery

Der frühere Pariser Trainer ist seit Sommer für den FC Arsenal verantwortlich und löste damit Arsene Wenger nach knapp 22 Jahren ab. Weil der Coach beim Ligaspiel gegen West Ham United am 25. August komplett auf Özil verzichtete, waren bereits Gerüchte über Differenzen zwischen beiden aufgekommen. Offiziell war der Mittelfeldstar jedoch erkrankt, stand in den folgenden Partien auch wieder in der Startelf.

Nach seinem höchst unglücklich verlaufenen Sommer war Özil zuletzt sogar vom der spanischen Sportzeitung Marca in die Flop-Elf des Jahres gewählt worden. Übrigens neben Loris Karius, der im Champions-League-Finale mit dem FC Liverpool gegen Real Madrid zwei Treffer verschuldete. 

Mesut Özil fiel auch durch ein anderes Thema auf. Der Fußballer zeigt online sein neues Hobby - wirkt dabei teilweise sehr gereizt.

Video: Reinhard Grindel kritisiert Mesut Özil 

mol

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