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Nach Entscheidung gegen Bayern: Süle-Berater kritisiert Münchner Bosse - „Möchte das nicht mehr“

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Von: Patrick Mayer

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Niklas Süle verlässt den FC Bayern nach dieser Bundesliga-Saison. Im „Doppelpass“ erklärt sein Spielerberater die Gründe für den Abgang aus München. Kritik inklusive.

München - Es ist ein eher ungewöhnlicher Vorgang für den FC Bayern*: Ein Spieler verlässt die Säbener Straße in München* und verlängert seinen Vertrag beim deutschen Bundesliga-Rekordmeister* nicht. So geschehen nun bei Niklas Süle. Der 26-jährige Hesse wird seinen Kontrakt über den 30. Juni 2022 hinaus nicht verlängern. Das bestätigten mittlerweile beide Seiten.

Niklas Süle: Nationalspieler verlässt den FC Bayern im Sommer

Laut seinem Berater hat sich der Nationalspieler bereits für einen künftigen Arbeitgeber entschieden. „Ja, es steht fest. Niklas hat vor kurzer Zeit eine Entscheidung getroffen und es würde mich wundern, wenn er diese Entscheidung nochmal umwirft“, erklärte Spielerberater Volker Struth im „Doppelpass“ von Sport1. Und erzählte: „Es gibt aber immer noch ein paar Themen, die geklärt werden müssen.“ Mehr wollte Struth nicht dazu sagen, vor allem nannte er nicht den Namen des Vereins.

Man hat es laufen lassen.

Süle-Berater Volker Struth über den FC Bayern

Stattdessen erklärte der Spielerberater, warum Süle im Sommer wechselt. Kritik an den Münchner Bossen inklusive. „Als ich angefangen habe, mit ihm zu arbeiten, hat der Junge zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss gehabt. Das ist schon ein Brett. Da machst du dir schon Gedanken und Sorgen. Ich glaube, wenn der Klub in dieser Zeit, oder kurz danach, direkt auf uns zugekommen wäre, dann hätten wir heute wahrscheinlich eine andere Situation. Das ist aber nicht passiert. Man hat es laufen lassen“, erzählte Struth, der unter anderem auch mit Weltmeister Toni Kroos (Real Madrid) und mit Nationalstürmer Timo Werner (FC Chelsea) zusammenarbeitet. Er führte die Gründe in der TV-Sendung „Doppelpass“ weiter aus.

Niklas Süle: Nicht genügend Wertschätzung beim FC Bayern München?

„Er hat einfach das Gefühl, nicht genügend wertgeschätzt zu werden. Bei Niklas hat das Thema Wertschätzung nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen Angebot zu tun“, meinte der Spielerberater, der einst Mario Götze von Borussia Dortmund* zum FC Bayern* transferierte.

Verlässt den FC Bayern: Niklas Süle (li.).
Verlässt den FC Bayern: Niklas Süle (li.). © Christof STACHE / AFP

Wenn Süle sich einen Verbleib hätte vorstellen können, „dann wäre das Angebot, das man mir damals gemacht hat, mit Sicherheit keines gewesen, dem man zugesagt hätte“, sagte Struth weiter. Ergo: Der Spieleragent und sein Klient waren wohl der Meinung, dass der Bundesliga-Gigant* zu wenig Gehalt anbot.

FC Bayern: Niklas Süle und die Münchner gehen getrennte Wege

Die Entscheidung sei letztlich zwischen den Jahren gefallen. „Niklas hat Weihnachten mit seiner Familie verbracht. Er rief mich dann zwischen den Tagen an und hat mir gesagt: Ich möchte das gar nicht mehr“, schilderte Struth: „Das ist eine Grundsatzentscheidung gewesen.“ Der Klub und FCB-Trainer Julian Nagelsmann* seien am 2. Januar über den Entschluss informiert worden. (pm) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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