Pole treffsicher

Lewandowski-Wirbel beim FC Bayern! Jetzt klärt Hansi Flick auf - „Das ist seine Entscheidung“

  • Florian Schimak
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Robert Lewandowski schreibt wieder einmal Geschichte. Nach dem Bremen-Sieg gibt es aber noch ein anderes Gesprächsthema rund um den Bayern-Torjäger.

Update vom 14. März, 08.49 Uhr: Robert Lewandowski ist mittlerweile der zweitbeste Torschütze der Bundesliga-Geschichte. Der Bayern-Star zog dank seines Treffers gegen Werder Bremen nun mit Klaus Fischer gleich. Dabei erlebte der Bayern-Knipser bei den Werderanern einen eher ungewöhnlichen Nachmittag. Gleich drei Mal zielte er ans Aluminium, „nur“ einmal traf er ins Netz.

Lag es vielleicht an den Schuhen? In der ersten Hälfte spielte Lewandowski noch mit seinen gelben Puma-Tretern. Ihm gelang nur wenig. Nach der Pause sollten es dann die rot-schwarzen Stiefel von Nike richten - und das taten sie! Lewandowski hatte einige Abschlüsse mehr und durfte dann schließlich auch nach einem Abstauber jubeln. Aber warum der Schuh-Wechsel? Hansi Flick klärte in der Pressekonferenz auf.

„Mal hat er Puma an, mal Nike - so auch heute“, meinte der Bayern-Trainer. Er habe diese Umstellung auch in den vergangenen Wochen im Training immer wieder bemerkt. „Vielleicht hat er in der Halbzeit gedacht, ‚jetzt wechsle ich wieder‘. Das ist seine Entscheidung, ich habe es dann auch erst auf dem Platz gesehen“, erklärte Flick in der virtuellen Medienrunde.

Schon vor Monaten war darüber spekuliert worden, ob Lewandowski seinen Ausrüster gewechselt hat und statt Nike künftig Puma an seinen torhungrigen Füßen trägt*. Laut Bild ist der Vertrag mit dem US-Hersteller ausgelaufen, weshalb sich der Goalgetter nun mit der Firma aus Herzogenaurach beschäftigt. Der Wechsel in der Halbzeit sorgte dann natürlich für Aufmerksamkeit - möglicherweise war genau das Lewandowskis Ziel, um sich in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen? Das weiß letztlich wohl nur er selbst.

Robert Lewandowski knackt Klaus Fischer - Bayern-Star mit nächstem historischen Treffer

Erstmeldung vom 13. März, 19.45 Uhr: München - Man konnte am Samstagmittag fast schon ein wenig Mitleid mit Robert Lewandowski* haben. Der Weltfußballer versuchte eine Stunde lang alles, um die Kugel im Tor des SV Werder Bremen unterzubringen. Aber entweder hatte Jiri Pavlenka etwas dagegen oder aber das Aluminium stand Lewy im Weg.

So musste der Pole bis zu 67. Minute warten, ehe ein Eckball von Leon Goretzkas Schulter ihm direkt vor die Füße fiel und Lewandowski gar nicht anders konnte, als die Kugel aus sechs Metern ins Tor zu schieben. Es war sein 32. Saison- und sein 268. Bundesligatreffer insgesamt. Damit zog der 32-Jährige mit Klaus Fischer gleich.

FC Bayern: Nach Sieg gegen Bremen purzeln die Rekorde - Lewandowski dankt Bundesliga-Legende

Dass ihn Hansi Flick am Ende nicht durchspielen ließ, sondern in der 79. Minute auswechselte, machte Lewandowski dann auch nicht sauer. Zumindest, wenn man seinem Sturm-Kollegen Glauben schenken darf. „Lewy weiß, was er für einen Stellenwert hat“, sagte Thomas Müller nach der Partie zu Sky* und versah den abschließenden Satz mit einem Augenzwinkern: „Er kämpft jedes Spiel um seine Tore, aber wenn der Trainer sagt, dass er raus muss, dann geht er auch raus. Sonst würde er auch für Ärger in der Mannschaft sorgen.“

Auch Müller selbst stellte ein Rekord auf. Sein Assist zum zwischenzeitlichen 2:0 von Serge Gnabry (35.) war seine 16. Vorlage gegen Werder Bremen. Dies schaffte bislang kein Bundesliga-Profi gegen einen Gegner seit Beginn der Datenerfassung (2004/05).

Bemerkenswert: Fischer, Vize-Weltmeister von 1982 und Ex-Löwe (spielte von 68-70 beim TSV 1860) benötigte für seinen Tor-Rekord 535 Partien. Lewandowski erzielte so viele Treffer in 344 Bundesliga-Spielen! Die Marke von Gerd Müller (365) wird Lewy aber vermutlich nicht knacken können. Anschließend schrieb Lewandowski auf Twitter: „Ich bin sehr stolz, die Marke von 268 Bundesliga-Toren des legendären Klaus Fischer erreicht zu haben. Ich möchte mit meinen Treffern dem FC Bayern helfen, dass wir noch weitere Titel holen. #teamwork

Abgesehen vom Lewy-Rekord gab es ein weiteres spektakuläres Zahlenspiel beim FC Bayern* an diesem Samstag. Joshua Kimmich absolvierte nämlich bereits sein 250. Bundesligaspiel für den Rekordmeister - und das im Alter von gerade einmal 26 Jahren. Damit rangiert der Nationalspieler auf Platz 44 der FCB-Rekordspieler. Mit 661 Einsätzen grüßt dort bekanntlich Sepp Maier von der Spitze.

Ob Kimmich diesen verdrängen kann? Vor den aktiven Spielern liegt Thomas Müller dort in aussichtsreicher Position. Der Weltmeister von 2014 absolvierte in Bremen sein 569. Spiel für den FC Bayern. Knapp 90 Partien sind Müller trotz seiner 31 Jahre durchaus noch zuzutrauen. (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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