1. Startseite
  2. Sport
  3. Fussball

Das Lewandowski-Rätsel: Matthäus knöpft sich im Vertragstheater nun Kahn vor - „Rumschieberei“

Erstellt:

Von: Christoph Klaucke

Kommentare

FC Bayern: Lothar Matthäus kritisiert Vorstandsboss Oliver Kahn im Vertragspoker mit Robert Lewandowski.
FC Bayern: Lothar Matthäus kritisiert Vorstandsboss Oliver Kahn im Vertragspoker mit Robert Lewandowski. © Robin Rudel/Imago

Der FC Bayern hat den Vertrag von Robert Lewandowski noch nicht verlängert. Lothar Matthäus nimmt sich deshalb die FCB-Bosse vor - insbesondere Oliver Kahn.

München - Der FC Bayern* geht in die entscheidende Phase der Saison. Am Dienstagabend steht das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen RB Salzburg auf dem Programm. Unruhe kann der FC Bayern vor der so wichtigen Königsklassen-Partie nicht gebrauchen. Doch die noch immer ungelöste Vertragssituation von Superstürmer Robert Lewandowski erhitzt die Gemüter.

Ex-Bayern-Legende Lothar Matthäus missfällt der Umgang der Bosse mit dem Polen, er prangert die schlechte Kommunikation an. Erst vor kurzem lieferte sich der Sky-Experte einen öffentlichen Schlagabtausch mit FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Jetzt knöpft sich Matthäus Vorstandsboss Oliver Kahn vor.

FC Bayern: Matthäus poltert wegen aufgeschobenen Vertragsgesprächen mit Lewandowski

Robert Lewandowskis Vertrag beim FC Bayern läuft im Sommer 2023 aus. Kahn kündigte am Wochenende an, im Frühjahr die Verhandlungen mit dem Topstürmer aufnehmen zu wollen. Zu spät, wenn es nach Lothar Matthäus geht. Der 60-Jährige ist sogar der Meinung, dass es das in dieser Form unter Ex-Präsident Uli Hoeneß nicht gegeben hätte.

„Lewandowski gehört zum FC Bayern. Wenn Uli Hoeneß noch da wäre, hätte er nach dem Kahn-Interview gesagt: ‚Hey, morgen früh kann er in meinem Büro sofort seinen Vertrag verlängern.‘ Da sind klarere Worte gesagt worden“, sagte Matthäus bei Sky90. Matthäus vermisst offenbar eine klare Position der Bosse in der Causa Lewandowski.

FC Bayern: Lothar Matthäus hält Vertragstheater um Lewandowski für „Rumschieberei“

Die Bayern-Bosse hatten zuletzt immer wieder betont, dass der Vertrag mit Lewandwoski verlängert werden soll. Zur Verwunderung hat Lewandowski selbst von diesen angekündigten Gesprächen noch nichts mitbekommen, wie er zuletzt erklärte. „Das höre ich zum ersten Mal!“, sagte der 33-Jährige nach dem Bayern-Spiel in Frankfurt. Zuvor hatte Salihamidzic klargestellt, dass man ihn auf keinen Fall verkaufen werde.

Matthäus betitelt das Vertragstheater um Lewandowski als „Rumschieberei“, die „Unruhe in der Kabine“ verursache. Der frühere Bayern-Kapitän wünsche sich von den Bossen „mehr Emotion und mehr klare Antworten.“ Auch im Hinblick auf die Führungsspieler Manuel Neuer und Thomas Müller, deren Verträge im Sommer 2023 ebenfalls auslaufen. „Ich weiß nicht, in welche Richtung Oliver Kahn weiter gehen will. Aber die Verhandlungen mit diesen drei Spielern zeigen doch, dass sich da etwas verändert hat. Früher hätte man Klarheit gehabt zu dem Zeitpunkt. Alle drei stehen im Leeren“, sagte ein verärgerter Matthäus.

Robert Lewandowski: Bayern-Torjäger in der Mini-Krise - Müller verspricht Unterstützung

Auch an Lewandowski selbst scheint seine ungewisse Zukunft in München nicht ohne weiteres abzuperlen. Der FC Bayern wird immer wieder mit einer Verpflichtung von BVB-Wunderstürmer Erling Haaland oder anderen Lewandowski-Nachfolgern in Verbindung gebracht. Lewandowski blieb zuletzt erstmals seit Anfang Oktober in dieser Bundesliga-Saison zwei Spiele in Folge ohne Tor. Auch in der Champions League im Achtelfinal-Hinspiel beim 1:1 in Salzburg gelang ihm kein Treffer.

Der Strafraumstürmer bekam von seinen Mitspielern zuletzt zu wenig Futter serviert. Sein verlässlichster Lieferant Thomas Müller will das nun wieder ändern. „Er hat in den letzten Spielen nicht extrem viele Abschlüsse bekommen. Wir müssen unser Offensivspiel modifizieren, gerade was das Einsetzen von Lewy im Strafraum betrifft“, sagte Müller auf der PK vor dem Salzburg-Spiel.

Selbstzweifel plagen Lewandowski wegen seiner Tor-Flaute aber offenbar noch nicht. „Robert ist super drauf im Training und hat eine super Spannung. Gegen Frankfurt ist er als Kapitän vorneweg gegangen. Wenn Topstürmer nicht treffen, wird gerade international der Begriff ,Diva‘ herausgeholt. Das trifft bei ihm überhaupt nicht zu“, verrät Müller. Lewy-Tore gegen Salzburg würden dem FC Bayern gut tun. In die Bayern-Aufstellung könnte Offensiv-Star Leroy Sané zurückkehren. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare