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Frauen-EM: England zaubert gegen Schweden – Finale gegen Deutschland möglich

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Von: Christoph Klaucke

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England steht nach einer berauschenden Leistung gegen Schweden im Finale der Frauen-EM.
England steht nach einer berauschenden Leistung gegen Schweden im Finale der Frauen-EM. © Nick Potts/dpa

England steht nach einem fulminanten 4:0-Sieg gegen Schweden im Finale der Frauen-EM. Das Halbfinale im Ticker zum Nachlesen.

ABPFIFF: Schluss, Aus, Vorbei! England schlägt Schweden mit 4:0 und zieht ins EM-Finale von Wembley. Am Mittwoch wird der zweite Endspielteilnehmer zwischen Deutschland und Frankreich gesucht. Kommt es zum Traumfinale England gegen Deutschland?

90. Minute: Russo legt beinahe ihren zweiten Trffer nach. Nach einer feinen Hemp-Flanke kommt die Stürmerin um Zentimeter zu spät.

England – Schweden 4:0

England Aufstellung:1 Earps - 2 Bronze, 6 Bright, 8 Williamson, 3 Daly (87. Greenwood) - 10 Stanway (87. Scott), 4 Walsh - 7 Mead (86. Kelly), 14 Kirby (79. Toone), 11 Hemp - 9 White (57. Russo)
Schweden Aufstellung:1 Lindahl - 13 Ilestedt (55. Andersson), 3 Sembrant (76. Bennison), 6 Eriksson, 4 Glas - 16 Angeldal (51. Seger), 9 Asllani, 14 Björn - 18 Rolfö, 11 Blackstenius (76. Hurtig), 10 Jakobsson (51. Rytting Kaneryd)
Tore:1:0 Mead (34.), 2:0 Bronze (48.), 3:0 Russo (68.), 4:0 Kirby (76.)
Schiedsrichterin:Esther Staubli (Schweiz)
Zuschauer:32.050 (in Sheffield, ausverkauft)

85. Minute: Beachtlich, dass sich die Schwedinnen nicht hängen lassen. Sie versuchen es nochmal nach vorne und wollen wenigstens den Ehrentreffer.

81. Minute: Jetzt liegen die Nerven bei den Schwedinnen völlig blank! Björn unterläuft ein Querschläger, das Leder fliegt im hohen Bogen über Lindahl aufs Tornetz.

76. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! 4:0 für England! Jetzt zaubern die Three Lionesses. Nach einem Einwurf der Schwedinnen geht es ganz schnell und plötzlich hat Francesca Kirby viel Platz. Die Mittelfeldspielerin schlenzt die Kugel über Lindahl, die noch mit den Handschuhen dran ist.

72. Minute: Die englischen Fans sind völlig aus dem Häuschen und stimmen „Football‘s coming home“ an - Ekstase pur an der Bramall Lane in Sheffield.

Irres Hacken-Tor: Russo sorgt für Ekstase

68. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! 3:0 für England! Ist das irre! Russo mit der Hacke. Zuerst scheitert sie freistehend aus kurzer Distanz. Den Abpraller veredelt die eingewechselte Russo dann ganz fein und tunnelt dabei auch noch Torfrau Lindahl - ihr viertes Turniertor.

65. Minute: Blackstenius mit dem Oberschenkel! Doch was für eine Parade von Earps! Die Torfrau greift über und kratzt das Ding mit den Fingernägeln über den Kasten. Die Schwedinnen können es nicht fassen.

63. Minute: Die Schwedinnen laufen jetzt mit dem Mute der Verzweiflung an, doch die Engländerinnen halten dem Druck stand.

58. Minute: Latte! Englands Hemp ballert das Ding im Rutschen aus knapp drei Metern an die Latte. Torschützin Mead hatte mustergültig aufgelegt.

57. Minute: Auch die Engländerinnen wechseln erstmals: Russo ersetzt White in der Sturmspitze.

56. Minute: Blackstenius köpft nach einer Rolfö-Flanke knapp vorbei, die Kugel rutscht ihr über den Scheitel.

55. Minute: Nächster Wechsel: Andersson ersetzt Ilestedt.

51. Minute: Doppelwechsel bei Schweden: Rytting Kaneryd und Seger kommen für Jakobsson und Angeldal.

Three Lionesses legen zweites Tor nach: Bronze trifft kurz nach der Pause

48. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOOOR! 2:0 für England. Das ging schnell. Nach einem Eckball steht Rechtsverteidigerin Lucy Bronze auf Höhe des Elfmeterpunkts in der Luft und köpft ins lange Eck. Der Treffer wird noch auf eine Abseitsstellung untersucht, da eine englische Spielerin der schwedischen Torhüterin die Sicht nimmt. Doch das Tor zählt.

46. Minute: Weiter geht‘s im ersten EM-Halbfinale zwischen England und Schweden.

HALBZEIT: Schiedsrichterin Esther Straubli bittet pünktlich zur Pause. England führt mit 1:0 gegen Schweden, die sich für eine starke Anfangsphase nicht belohnen konnten. Die zweite Hälfte verspricht in diesem intensiven Duell noch jede Menge Spannung.

44. Minute: Die Engländerinnen gewinnen die Zweikämpfe im Mittelfeld. Kirby versucht es nach einem Ballgewinn aus der Distanz, verzieht aber deutlich.

39. Minute: Die Engländerinnen haben mit der Führung im Rücken nun eindeutig Oberwasser und kommen zu weiteren Chancen. Die Schwedinnen müssen den Schock erst einmal verdauen.

England erzielt Führung: Beth Mead per Drehschuss erfolgreich

34. Minute: TOOOOOOOOOOOOOOOOR! 1:0 für England. Torschützin: Beth Mead. Die Angreiferin nimmt eine Hereingabe von Bronze im Strafraum gekonnt an und vollstreckt per Drehschuss.

30. Minute: Die Three Lionesses können sich auf die Unterstützung der Fans verlassen. Die über 30.000 machen die Bramall Lane zu einem Hexenkessel.

28. Minute: Die Engländerinnen haben den Sturmlauf der Schwedinnen in der Anfangsphase überstanden und konnten das Spiel nun ein wenig beruhigen.

23. Minute: Stanway kommt kurz vorm Strafraum zum Abschluss. Doch mit links gelingt ihr nur ein Kullerball.

21. Minute: White trifft im Fallen auf Vorlage von Hemp den Ball nicht richtig. Somit wird es nicht wirklich gegährlich für Schwedens Torwärterin Lindahl.

18. Minute: Schweden drückt auf die Führung. Waren die Gäste zunächst über Umschaltaktionen gefährlich, schnüren sie die Engländerinnen jetzt tief in der eigenen Hälfte mit starkem Pressing ein. Die Three Lionesses finden keine Struktur in ihrem Spiel.

14. Minute: Nächste Chance Schweden. Rolfä setzt sich mit langen Schritten auf der linken Seite durch und zieht in den Strafraum. Aus etwas spitzem Winkel trifft die Stürmerin nur das Außennetz. Die Schwedinnen sind hier in der Anfangsphase klar tonangebend.

Schweden trifft Latte: Stürmerin Blackstenius im Pech

9. Minute: Latte! Die folgende Ecke köpft Blackstenius aus zwei Metern an die Latte. Earps wollte per Faustabwehr klären, kommt aber zu spät.

8. Minute: Die Schwedinnen schalten blitzschnell um. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, folgt der Schnittschtellenball auf Blackstenius, die Earps zu einer Parade zwingt.

5. Minute: Erste Chance für England. Mead setzt einen Kopfball nach einem langen Flankenball von links nur einen knappen Meter am Tor vorbei.

1. Minute: Was für ein Auftakt! Nach 22 Sekunden taucht Jakobsson frei vor Earps auf, doch die England-Keeperin hält per Fußabwehr. Zuvor hatte Stanway im Mittelfeld den Ball leichtfertig verloren.

ANPFIFF: Los geht‘s! Das erste Halbfinale zwischen England und Schweden ist eröffnet.

Update vom 26. Juli, 20.58 Uhr: Beide Mannschaften sind auf dem Platz, die Nationalhymnen ertönen. Bei England singt das ganze Stadion „God save the Queen“. Was für eine Atmosphäre in Sheffield! Gleich rollt der Ball.

Update vom 26. Juli, 20.45 Uhr: Die Schlüsselspielerin bei England heißt Georgia Stanway. Die 23-Jährige ist im zentralen Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Three Lionesses und überzeugt mit Leidenschaft und Siegeswillen. Im Viertelfinale traf sie per Gewaltschuss zum 2:1-Siegtreffer in der Verlängerung gegen Spanien. Im Sommer wechselt Stanway von Manchester City zum FC Bayern München.

David Beckham sendet emotionale Botschaft: Ex-England-Kapitän fiebert mit

Update vom 26. Juli, 20.38 Uhr: Auch David Beckham fiebert mit der englischen Frauen-Nationalmannschaft mit. „Herzlichen Glückwunsch zu eurer Leistung. Es macht so viel Spaß und ist so inspirierend, euch zuzusehen. Ich habe eine junge Tochter, sie ist so inspiriert von euch, unglaublich“, sagte der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Englands.

Englands Schweden-Fluch: Noch kein Sieg bei großem Turnier

Update vom 26. Juli, 20.30 Uhr: England will bei der Heim-EM seinen Angstgegner Schweden bezwingen. In neun Duellen kassierten die Gastgeber fünf Niederlagen bei drei Remis. In sechs Aufeinandertreffen bei einer Europameisterschaft mussten sich die Engländerinnen viermal geschlagen geben (ein Remis). Besonders bitter: Beim einzigen Sieg im Rückspiel des EM-Finals 1984 ging das Elfmeterschießen mit 3:4 verloren.

Update vom 26. Juli, 20.22 Uhr: Sowohl England als auch Schweden machten es im Viertelfinale richtig spannend. Die Three Lionesses lagen gegen Spanien sechs Minuten vor Schluss in Rückstand, erzwangen die Verlängerung und siegten am Ende durch einen Gewaltschuss von Stanway mit 2:2. Die Schwedinnen jubelten in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit 1:0 gegen Belgien.

Update vom 26. Juli, 20.15 Uhr: Die Aufstellung der beiden Teams sind da! England geht das Halbfinale der Frauen-EM im Vergleich zum 2:1 gegen Spanien unverändert an. Schwedens Trainer Peter Gerhardsson nimmt dagegen zwei Wechsel in seiner Startelf nach dem 1:0 gegen Belgien vor: Glas ersetzt Nilden als Linksverteidigerin und Jakobsson verdrängt Rytting Kaneryd als Rechtsaußen.

Frauen-EM: England gegen Schweden im Halbfinale

Sheffield – Die Frauen-EM 2022 sorgte in den vergangenen Wochen für Begeisterung. Jetzt biegt das Turnier auf die Zielgeraden ein. Das Halbfinale steht an. Den Anfang machen am Dienstag, um 21 Uhr, Gastgeber England gegen Schweden, bevor am Mittwoch Deutschland auf Frankreich trifft.

Die Engländerinnen wollen die Euphorie mitnehmen und das erste Endspiel seit der EM 2009 klarmachen, damals gab es allerdings eine 2:6-Pleite gegen die DFB-Elf. Bei der WM 2015, der EM 2017 und der WM 2019 war jeweils im Halbfinale Schluss. Die Schwedinnen hab jedoch ebenfalls einen Lauf.

Frauen-EM: England will gegen Schweden erstes Finale seit 2009 klarmachen

Knapp 30.000 Fans werden das Stadion Bramall Lane in Sheffield in ein Tollhaus verwandeln, sollten die Gastgeberinnen das Finale am Sonntag in Wembley erreichen. „Wir sind so dankbar, dass uns die Fans so großartig unterstützen, ob das im Stadion oder von zu Hause ist. Wir wollen alle stolz machen, eine Inspiration für die nächste Generation sein“, sagte Ella Toone, die England im Viertelfinale gegen Spanien vor dem drohenden Aus bewahrt hatte.

Der englische Verband FA hofft inständig, dass die seit dem Männer-WM-Triumph 1966 titellose Zeit für das Fußball-Mutterland durch das Frauen-Team beendet wird. Der bisherige Turnierverlauf gibt auf jeden Fall Hoffnung, denn die Engländerinnen spazierten mit drei Siegen und 14:0 Toren durch die Gruppenphase.

England jubelt über den Einzug ins Halbfinale der Frauen-EM gegen Schweden.
England jubelt über den Einzug ins Halbfinale der Frauen-EM gegen Schweden. © Alessandra Tarantino/dpa

Frauen-EM: England jubelte in der Verlängerung

Im Viertelfinale gegen die starken Spanierinnen drohte sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit aufgrund des 0:1-Rückstandes das Aus, aber die Lionesses zeigten Moral und Charakter, zwangen die Iberinnen in der Verlängerung dank des Tores der künftigen Münchnerin Georgia Stanway mit 2:1 in die Knie.

Trainerin Sarina Wiegman weiß, wie es geht - vor fünf Jahren führte sie die Niederländerinnen vor heimischer Kulisse zum EM-Triumph. Inzwischen weist ihre beeindruckende EURO-Bilanz zehn Siege in den vergangenen zehn Turnierspielen auf. Die Britinnen sind zudem seit 18 Länderspielen ungeschlagen.

Frauen-EM: Schweden seit über zwei Jahren ungeschlagen

Aber auch Schweden fühlt sich stark genug, um ins Finale einzuziehen, auch wenn der Heimvorteil für die Engländerinnen spricht. „Wir brauchen einen guten Plan, vielleicht eine extremen und sehr guten Plan“, meinte der schwedische Coach Peter Gerhardsson: „Es wird eine interessante Herausforderung für uns.“

Außer der Niederlage gegen Kanada beim Olympia-Finale im Elfmeterschießen gab es seit März 2020 keine Pleite für die Schwedinnen, die sich zwar im Viertelfinale gegen Belgien (1:0) schwer taten und erst in der Nachspielzeit das goldene Tor erzielten. Aber 34 Torschüsse belegten auch, dass das schwedische Team über viel Offensiv-Power verfügt.

Finale gegen Deutschland? England oder Schweden könnten auf DFB-Elf treffen

Die Siegerinnen der Partie spielen am 31. Juli im Londoner Wembley-Stadion gegen die Gewinnerinnen des zweiten Halbfinals, das am Mittwoch in Milton Keynes zwischen Deutschland und Frankreich ausgetragen wird. Die DFB-Elf muss dabei allerdings coronabedingt auf Klara Bühl verzichten. (ck/sid)

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