1. Startseite
  2. Sport
  3. Fussball

Nagelsmann erklärt Tapalovic-Aus bei Bayern: „Solche Gespräche führt man nicht gerne“

Erstellt:

Von: Patrick Mayer

Kommentare

Rund um das Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln äußert sich Julian Nagelsmann zum Aus von Manuel Neuers Vertrauten Toni Tapalovic beim FC Bayern. Die Stimmen.

Update vom 24. Januar, 23.55 Uhr: Der FC Bayern müht sich ins Fußball-Jahr 2023. An diesem Dienstagabend rettete Joshua Kimmich (90. Minute) den Münchnern mit einem Last-Minute-Traumtor beim 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Köln noch einen Punkt.

Ellyes Skhiri (4.) hatte die Rheinländer in der Allianz Arena früh in Führung gebracht. In der Folge rannten die Bayern, bei denen Leon Goretzka, Jamal Musiala und Serge Gnabry enttäuschten, hektisch an. Lange vergeblich. 15:0-Torschüsse dauerte es in der zweiten Hälfte, ehe Mittelfeldstratege Kimmich den Ball aus der Distanz unter die Latte jagte.

Dennoch blieben die „Roten“ wie schon beim 1:1 (1:0) gegen RB Leipzig hinter ihren Ansprüchen. Welche Gründe FCB-Coach Julian Nagelsmann dafür anführt. Ob er sich nochmal zum Rausschmiss des Neuer-Vertrauten Toni Tapalovic äußert. Wie er auf den kurzfristigen Paris-Trip von Serge Gnabry reagiert. Wir fassen für Sie die Stimmen aus der Mixed Zone, von Sky und von Sat.1 nach dem Bundesliga-Spiel gegen Köln zusammen:

Julian Nagelsmann (Trainer des FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... über das Remis gegen den 1. FC Köln: „Wir hatten gerade in einer Phase, in der Köln eine Raute gespielt hat, mehr Raum. Das hätten wir besser bespielen können. Das haben wir nicht getan. Dann hat Köln umgestellt und es wurde ein bisschen tiefer und schwieriger für uns. Wir haben in der Halbzeit die Grundordnung geändert. Es war dann deutlich besser. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein sehr gutes Spiel gemacht. Wenn wir früher treffen, wird es schwerer aus Kölner Sicht. Der sehr späte Ausgleichstreffer tut uns trotzdem sehr gut. Zwei Punkte aus diesen beiden Spielen (nach 1:1 bei RB Leipzig, d. Red.) ist natürlich zu wenig für das, was wir uns vorstellen. Ich glaube, das ist ganz normal, da erzähle ich kein Geheimnis. Mit der zweiten Halbzeit haben wir die Benchmark an uns selber gesetzt. Das ist der Anspruch, den wir haben. Mit allem, was dazu gehört: Von der Emotionalität, der Passschärfe, der Positionierung im Feld, dem Mut in der Restverteidigung und so weiter und so fort. Das sollten wir über die gesamten 90 Minuten hinkriegen, was wir in den ersten beiden Spielen nicht geschafft haben. Ich bin guter Dinge, dass wir zum Rückrundenstart hoffentlich wieder dreifach punkten.“

... über Leon Goretzka, der zur Pause angeschlagen mit Kopfschmerzen ausgewechselt werden musste: „Bei einer Kopfballaktion ist der Kölner Spieler auf seinen Kopf gefallen. Und dann wurde der Schwindel zunehmend Richtung Halbzeit. Deshalb haben wir reagiert.“

Aus von Toni Tapalovic: Julian Nagelsmann sieht kein belastetes Verhältnis zu Manuel Neuer

... auf die Frage, ob der Rausschmiss von Torwarttrainer Toni Tapalovic sein Verhältnis zu Manuel Neuer belaste: „Glaube ich nicht. Dass es jetzt für alle Verantwortlichen keine schöne Entscheidung war, ist, glaube ich, normal. Solche Gespräche führt man nicht gerne. Man geht dann auch abends nicht ins Bett und sagt, wie toll der Tag war. Natürlich ist es für Manu traurig, dass sein Weggefährte und langjähriger Trainer nicht mehr da ist. Privat werden die sich hoffentlich weiterhin verstehen. Das ist ja auch wichtig. Ich glaube nicht, dass es das Verhältnis belastet, weil es ja keine Entscheidung gegen Manuel Neuer ist. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Das war eine Entscheidung im Trainerteam und eine Entscheidung mit den Verantwortlichen des FC Bayern. Wir versuchen, im Sinne des Klubs die richtigen Entscheidungen zu treffen, und nichts gegen Manu. Manu ist unser Kapitän. Manu wird gesund zurückkommen. Er wird herausragende Leistungen für Bayern München bringen können und er wird weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner für mich bleiben.“

Beim Thema Tapalovic einer Meinung? Bayern-Kapitän Manuel Neuer (li.) und Trainer Julian Nagelsmann. (Archivfoto)
Beim Thema Tapalovic einer Meinung? Bayern-Kapitän Manuel Neuer (li.) und Trainer Julian Nagelsmann. (Archivfoto) © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

... über die Leistung von Serge Gnabry nach dessen polarisierenden Paris-Trips mitten in einer Englischen Woche: „Ich bin keiner, der diese Boulevard-Themen bewertet. Ich bewerte das, was ich auf dem Feld sehe, und das, was ich auf der Bank an herausregenden Spielern habe. Und ich hatte das Gefühl, dass wir für die Grundordnungsänderung nochmal frischen Wind brauchen, weil da die Wege für die Außenspieler etwas weiter wurden. Deswegen haben wir gewechselt. Das hatte jetzt nichts mit dem Drumherum zu tun. Ich bewerte das, was ich sehe, und versuche dann, die richtige Entscheidung zu treffen.“

Steffen Baumgart (Trainer des 1. FC Köln) nach dem Spiel über ...

... über das Remis gegen den FC Bayern: „So ein Spiel hat eine Geschichte. Es ist ärgerlich wegen des Zeitpunkts (des späten Ausgleichs, d. Red.). Aber ich habe leider schon den einen oder anderen geilen Pass der Bayern gesehen. Da konnten meine Jungs keine Konter mehr fahren, sie waren am Limit. Da sieht man die Qualität der Bayern, dass sie dranbleiben. (...) Wenn man die Pass-Geschwindigkeit der Bayern gesehen hat, da waren auch die Jungs, die reingekommen sind, mausetot. Wenn ich Goretzka, Kimmich und Gnabry sehe - da ist jeder Ball am Fuß.“

... über den späten Ausgleich in München: „Wir haben gegen die beste Mannschaft gespielt, wenn man gesehen hat, wie Bayern in der zweiten Halbzeit gespielt hat. Ich bin komplett zufrieden und will nicht rumjammern, dass wir den Ausgleich so spät bekommen haben. Wir sind nur hinten drin gestanden. 15:0-Torschüsse für die Bayern (in der zweiten Halbzeit, d. Red.) spricht für sich. Ich bin froh über den Punkt, kein großer Ärger, dass es (der Ausgleich) am Ende passiert ist. Wir müssen dem Spiel das richtige Gesicht geben. (...) Wir haben das gemacht, was wir konnten und probieren, es nächstes Mal noch einen Tick besser zu machen.“

Traumtor für den FC Bayern: Joshua Kimmich (li.) gegen den 1. FC Köln.
Traumtor für den FC Bayern: Joshua Kimmich (li.) gegen den 1. FC Köln. © IMAGO / Sven Simon

FC Bayern: Neuer-Vertrauter Toni Tapalovic muss gehen - Was sagt Julian Nagelsmann?

Erstmeldung vom 24. Januar: München - Beim FC Bayern geht es zum Start ins Fußball-Jahr 2023 zur Sache. Das 1:1 (0:1) bei RB Leipzig war für die Münchner eher nicht zufriedenstellend. Dann wird unter der Woche Torwarttrainer Toni Tapalovic freigestellt, ein enger Vertrauter von Manuel Neuer.

Schließlich berichtet der Kicker kurz vor dem Heimspiel der Bayern gegen den 1. FC Köln an diesem Dienstagabend, dass Leipzigs Konrad Laimer beim deutschen Bundesliga-Rekordmeister unterschrieben habe und Marcel Sabitzer dafür gehen muss.

Was Coach Julian Nagelsmann zu diesen Themen sagt? Wie fassen für Sie die Stimmen von Sky und Sat.1 vor dem Bundesliga-Spiel gegen die Kölner zusammen.

Julian Nagelsmann (Trainer des FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... über die Gründe für den Rauswurf von Torwarttrainer Toni Tapalovic: „Zerrüttet ist ein hartes Wort. Alle Verantwortlichen im Klub haben eine Entscheidung getroffen, aufgrund von alltäglichen Dingen, die in der Vergangenheit passiert sind. (...) Das Miteinander ist nie so entstanden, wie wir Verantwortlichen uns das vorstellen. Ich will nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen, Tapa hatte hier sehr große Erfolge, nicht nur mit Manu, sondern mit dem gesamten Klub. (...) Vertrauen ist ein hartes Wort, ich nenne es jetzt mal Miteinander, ich glaube, das trifft es.“

Nicht mehr Teil im Trainerteam von Julian Nagelsmann (li.): Toni Tapalovic (re.), Ex-Torwartcoach und enger Vertrauter von Manuel Neuer.
Nicht mehr Teil im Trainerteam von Julian Nagelsmann (li.): Toni Tapalovic (re.), Ex-Torwartcoach und enger Vertrauter von Manuel Neuer. © IMAGO/Ulrich Wagner

... seine unveränderte FCB-Aufstellung gegen den 1. FC Köln: „Ich weiß, dass wir die erste Hälfte gegen Leipzig besser spielen können. Heute bekommen wieder alle von Anfang ihre Chance, damit sie zeigen können, dass sie es besser können als sie es in Leipzig in Phasen gezeigt haben.“

Steffen Baumgart (Trainer des 1. FC Köln) vor dem Spiel über ...

... die Kölner Aufstellung gegen die Bayern: „Wir bringen einen Zwei-Mann-Sturm, damit wir Geschwindigkeit reinkriegen. Das hat was damit zu tun, dass wir denken, dass die Bayern mit einer Viererkette agieren. Und da wollen wir vorne mit Fünf drauf und mit den beiden Sechsern.“

... seine Vorfreude auf das Spiel in München: „Erstmal ist es ein Privileg bei den Bayern spielen zu dürfen. Wenn du hier sein darfst und das siehst, ist es immer ein Erlebnis, das hier erleben zu dürfen. Es gibt schlechtere Abende.“

(pm)

Auch interessant

Kommentare