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Udo Lattek ist tot - Rummenigge: „Tief getroffen”

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Der deutsche Fußball trauert um seinen erfolgreichsten Vereinstrainer. Knapp drei Wochen nach seinem 80. Geburtstag ist Udo Lattek bereits am Wochenende gestorben.

Der deutsche Fußball trauert um seinen erfolgreichsten Vereinstrainer. Knapp drei Wochen nach seinem 80. Geburtstag ist Udo Lattek bereits am Wochenende gestorben.

„Udo Lattek war schon zu Lebzeiten eine Legende, er wird uns fehlen”, würdigte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den Erfolgscoach. Der an Parkinson und Altersdemenz erkrankte gebürtige Ostpreuße lebte bis zum Schluss in einer Kölner Betreuungseinrichtung. Dort wurde er von seiner Frau Hildegard, die in die unmittelbare Nähe gezogen war, nach einer Gehirnoperation und einem Schlaganfall betreut und gepflegt. FIFA-Präsident Joseph Blatter äußerte „tiefe Betroffenheit” über Latteks Tod.

„Die Nachricht vom Tod Udo Latteks hat uns tief getroffen und bewegt. Sein Name ist so eng mit dem Aufstieg des FC Bayern München in den erfolgreichen 70er Jahren verbunden”, sagte der Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters, Karl-Heinz Rummenigge. Der aktuelle Bayern-Coach Pep Guardiola würdigte den Erfolgscoach ebenfalls: „Udo Lattek war ein überragender Fußballlehrer und eine große Persönlichkeit”, sagte Guardiola in der Bayern-Mitteilung auf der Club-Homepage, „er hat als Coach beim FC Barcelona große Fußspuren hinterlassen.”

Bei Borussia Mönchengladbach folgte Lattek auf das große Trainer-Idol Hennes Weisweiler. Lattek war in seiner Karriere zudem beim 1. FC Köln als Technischer Direktor tätig - legendär wurde er dort mit seinem blauen Glücks-Pullover, den er bei einer Serie von 15 Spielen ohne Niederlage trug. Im Ruhrpott trainierte er sowohl den FC Schalke 04 als auch Borussia Dortmund. Den BVB bewahrte er gemeinsam mit seinem damaligen Assistenten Matthias Sammer im Jahr 2000 vor dem Abstieg.

Als Zeitungskolumnist und Experte in der TV-Sendung „Doppelpass” bei Sport1 erlangte Lattek unter Deutschlands Fußballfans Kultstatus. Mit verbalem Biss analysierte er schonungslos das Bundesliga-Geschehen. Der gebürtige Ostpreuße hatte zuletzt in einer Kölner Betreuungseinrichtung gelebt, er hatte die Parkinson-Krankheit.

(dpa)

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