Phil Foden, Raheem Sterling und Sergio Agüero (v. l.) von Manchester City diskutieren.
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Hauptakteure beim Sieg von ManCity über Arsenal: Phil Foden (l.) und Raheem Sterling (M.) zeichneten für Vorarbeit und Tor verantwortlich, Sergio Agüero legte sich mit der Schiri-Assistentin an.

Szene bei Spitzenspiel gegen FC Arsenal

Disput mit Schiri-Assistentin: ManCity-Star empört mit umstrittener Berührung - Guardiola äußert sich

  • Marcus Giebel
    vonMarcus Giebel
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Manchester City ist einer der Gewinner des 5. Spieltags der Premier League. Dass nach Schlusspfiff aber fast nur über eine weniger sportliche Szene gesprochen wurde, stinkt Trainer Pep Guardiola.

  • Ein Tor genügte Manchester City zum Heimsieg über den FC Arsenal.
  • Zum unfreiwilligen Hauptdarsteller wurde dabei Sergio Agüero - wegen einer unbedachten Geste.
  • Auch Coach Pep Guardiola äußert sich zur heiß diskutierten Szene.

Manchester/München - Das Merseyside-Derby überstrahlte in der Premier League* an diesem Wochenendes alles. Zwar trennten sich die der FC Everton und der amtierende Meister* FC Liverpool 2:2 und damit ohne Sieger, doch die emotionale Partie hatte ordentlich Diskussionsstoff zu bieten. Einer der Nutznießer der Punkteteilung war Manchester City, das im eigentlichen Topspiel der 5. Runde mit 1:0 über den FC Arsenal triumphierte, während der FC Chelsea trotz zweier Treffer von Timo Werner und eines Tores von Kai Havertz* nicht gewann.

Den Treffer des Tages im Duell der beiden „Big Six“-Klubs erzielte Raheem Sterling bereits nach 23 Minuten. Doch deutlich mehr wird in England im Nachgang über eine Szene aus der 42. Spielminute debattiert. Tatort: Außenlinie. Hauptdarsteller: Sergio „Kun“ Agüero und Sian Massey-Ellis.

Liverpools Teammanager Klopp regte sich derweil über den VAR auf - im Video

Agüero und die Schiri-Assistentin: Argentinier verschuldet Einwurf und regt sich auf

Letztere, ihres Zeichens Schiedsrichter-Assistentin, entschied nach einem nahe der Eckfahne ins Aus geflogenen Ball auf Einwurf für die „Gunners“, was dem Argentinier in Diensten von ManCity nicht so ganz schmeckte. Dabei hatte Arsenals Gabriel den heranstürmenden Angreifer geschickt angeschossen, um seinem Team den Standard zu bescheren.

Dennoch argumentierte Agüero kurz, indem er Massey-Ellis auf ihren vermeintlichen Fehler hinwies und auf die Linie zeigte. Doch die Schiri-Assistentin hatte keine Lust auf eine wohl ohnehin aussichtslose Diskussion und ließ den 32-Jährigen einfach stehen.

Agüero und die Schiri-Assistentin: Plötzlich landet die Hand auf der Schulter

Daraufhin wiederum folgte Agüero ihr und legte Massey-Ellis kurz den Arm auf die Schulter, um sie erneut auf sich aufmerksam zu machen. Und schwupps, hatte das Fußball-Mutterland seine Aufregerszene. Zumal die Schiri-Asssistentin die Geste alles andere als Gentleman-like fand und die Hand brüsk wegwischte.

Auf Twitter werden seither Argumente aus beiden Lagern ausgetauscht. So wollten manche Beobachter eine sexistische Szene hineininterpretieren. Andere erkennen schlicht die bekannten Emotionen während eines engen Spiels. Wobei anzumerken ist, dass jahrzehntelang jede absichtliche Berührung des Unparteiischen sowie seiner Assistenten unterbunden wurde.

Agüero und die Schiri-Assistentin: Guardiola reagiert ungehalten auf Nachfrage

Und was sagen die Experten zu der Situation? Agüero hätte es „besser wissen“ müssen, betonte sein ehemaliger Mitspieler Micah Richards bei Sky Sports. City-Trainer Pep Guardiola hatte dagegen wenig überraschend gar keine Lust, dass auf dieser sportlich absolut bedeutungslosen Aktion herumgeritten wird. „Kommt schon Jungs, Sergio ist der netteste Mensch, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe“, sprang der Katalane seinem Spieler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel umgehend zur Seite: „Sucht euch andere Probleme in anderen Situationen, nicht in dieser.“

Agüero selbst freute sich neben den drei Punkten vor allem über ein ansonsten gelungenes Comeback nach viermonatiger Zwangspause wegen einer Knieverletzung. „Großartig, zurück zu sein“, twitterte der ehemalige Schwiegersohn von Diego Maradona. Über die „Szene des Spiels“ wollte er dagegen kein Wort verlieren. (mg) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Für Aufsehen sorgte auch Zlatan Ibrahimovic im Mailänder Stadtderby - zunächst mit zwei Toren, dann mit einem Blut-Foto*.

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