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Im Team stark: ?Sportfreund? Danyal Tekin wird von seinen Mitspielern geherzt.

FFV Sportfreunde

„Mit der Aufgabe wachsen“

Nach einer überragenden Runde ohne Einbrüche stand für den FFV Sportfreunde der zweite Aufstieg in Folge zu Buche.

Frankfurt. „Es war wie ein ganz schöner Marathon. Wir haben einfach immer weitergemacht bis zum Ende der erfolgreichen Aufstiegsrunde“, beschreibt Mehmut Somun den Weg von der Kreisoberliga in die Verbandsliga Süd.

Der Trainer der „Speuzer“ kam 2015 von der Zweiten Mannschaft der SG Ober-Liederbach an die Mainzer Landstraße. Von da an ging es aufwärts. Im ersten Jahr erreichte das Team um Somun Rang sechs in der Kreisoberliga Frankfurt, letzten Sommer waren dann vier Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschaft und der Aufstieg in die Gruppenliga Frankfurt West amtlich. In dieser Klasse schlossen die Sportfreunde jetzt zwar „nur“ auf Platz drei ab, doch durch den Verzicht von Meister FC Kalbach auf den Aufstieg rückte das Team von Somun in die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga, die mit zwei Siegen aus zwei Begegnungen bei 10:2 Toren extrem erfolgreich absolviert wurde.

Der Erfolg zeichnete sich schon in den letzten beiden Punktspielen der Gruppenliga ab, in denen die „Speuzer“ erst den Meister FC Kalbach (3:0) und dann auch noch den Vizemeister SG Bornheim/Grün-Weiß (4:1) besiegten. Aber auch vorher schon hatte der Aufsteiger seine Anhänger mit offensivem Fußball begeistern können und es auf beachtliche 88 Treffer gebracht. Knapp 200 Zuschauer kamen im Schnitt zu den Heimspielen, beim 7:1 im zweiten Aufstiegsspiel gegen Eintracht Altwiedermus waren es sogar 500.

Als nächstes peilt Somun natürlich den Klassenverbleib in der Verbandsliga an. „Ich hoffe, dass wir mit unserer Euphorie mit der Aufgabe wachsen werden. Zudem haben wir ja einen Kader mit fußballerischer und menschlicher Qualität“, unterstreicht der Coach, der davon ausgeht, dass alle Leistungsträger gehalten werden. Zudem soll die Mannschaft punktuell noch verstärkt werden. „Wir stehen in Verhandlungen mit einigen Spielern, ich erwarte drei bis fünf Neuzugänge“, verrät Somun, der aber auch auf den eigenen Nachwuchs setzt: „Ich würde mich freuen, wenn wir zukünftig verstärkt die Früchte unserer guten Jugendarbeit ernten könnten.“ Immerhin befinden sich die A-Jugendlichen Alexandros Bornemann und Sandeep Garha schon seit einiger Zeit in seinem Kader und kamen auch schon zu Einsätzen in Pflichtspielen.

Dass seine Truppe auch in der Gruppenliga Furore machen würde, ahnte Somun schon seit geraumer Zeit, ziemlich sicher war er sich dann im März nach dem Sieg gegen einen direkten Konkurrenten: „Beim 2:0 gegen die Spvgg. Oberrad auf dem Ausweichplatz in Griesheim habe ich gespürt, wozu die Mannschaft fähig ist.“

Schon im Frühjahr verlängerte Somun seinen Vertrag an der Mainzer Landstraße um ein weiteres Jahr, mit ihm auch Francesco Puglisi, der als Co-Trainer auch noch selbst aktiv ist. Somun lobt: „Er nimmt mir viel Arbeit ab, dafür bin ich ihm dankbar.“

Seinen Teil zum Werdegang des Vereins hat auch Udo Felder beigetragen, der seit nunmehr neun Jahren als Sportlicher Leiter fungiert. „Mit der Kaderplanung hat er ein glückliches Händchen gehabt“, betont Somun und erinnert an die Neuzugänge im vergangenen Sommer: „Emre Kadimli, Danyal Tekin, Jannis Lerch, Ricardo Vallejo und Kofi Deda, der abwechselnd mit Keeper Tomo Toumpas im Tor steht, sind alle Stammspieler geworden.“ Felder, der nach seiner aktiven Zeit bei der SG 28 vor 15 Jahren zu den Sportfreunden kam, beschreibt Somun so: „Ich war schon dabei, ein neues Konstrukt aufzubauen, als er kam und sich als Glücksfall für unsere Multi-Kulti-Truppe erwiesen hat. Wir sind in allen Themen mit unserer Meinung ziemlich deckungsgleich.“ Bei der Suche nach Verstärkungen legt Felder nicht nur Wert auf die fußballerische Klasse. „Genauso wichtig ist die Teamfähigkeit“, betont er. Zu bieten hat der Verein ja auch einiges. Neben der Verbandsliga ist auch die Anlage an der Mainzer Landstraße mit dem vor einem Jahr erneuerten Kunstrasenplatz und den beiden Fußballkäfigen reizvoll.

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