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Energisch: Kaho Fushiki hat abgezogen, die Ingolstädterin Lena Nickl streckt das lange Bein vergebens. Doch der Eintrachtlerin blieb wie ihren Teamkolleginnen ein Treffer versagt.

Frauenfußball

Den Personalproblemen getrotzt

Mit dem 0:0 gegen Ingolstadt verhalfen die laufstarken Eintracht-Frauen dem 1. FC Nürnberg zur Tabellenführung.

Mit einem torlosen Unentschieden trennten sich die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt vom FC Ingolstadt, dem bisherigen Tabellenführer der Regionalliga Süd. Die Gastgeberinnen hatten mit Personalproblemen zu kämpfen, musste doch beim Aufwärmen bereits Kanako Fuse (muskuläre Probleme) passen. Nach einer halben Stunde folgte auch noch Außenverteidigerin Selina Maslo (Übelkeit). Ohnehin sind weitere zwölf Spielerinnen derzeit nicht einsatzfähig. So sah sich Trainer Stefan von Martinez auch zu einigen Umstellungen gezwungen: Stürmerin Lise Munk rückte neben Lisa Pfretzschner in die Innenverteidigung, Torjägerin Annika Leber teilte sich mit Meike Weber den Part im defensiven Mittelfeld.

Im Kampf mit dem Regen, Wind und einem aufgeweichten Rasen bot die Eintracht dennoch eine temporeiche Partie gegen den Tabellenführer. Leber jagte den Ball nach einer Ecke an den Pfosten und prüfte Ingolstadts Torhüterin Franziska Mai mit einem Distanzschuss. Die Gäste zeigten ihrerseits, warum sie in der Tabelle vorne mitmischen, scheiterten jedoch gleich mehrmals in aussichtsreicher Position. Die Einwechslung von Nina Neumann, die für Maslo kam, erhöhte den Frankfurter Druck nochmals. Kaho Fusiki und Vanessa Klich kamen der Eintracht-Führung noch am nächsten, wobei Mai mit einer starken Paraden gegen Fushiki das Unentschieden rettete.

Ebenso erging es Klich in der zweiten Hälfte, die Mai ebenfalls nicht überwinden konnte. Auf der Gegenseite parierte Frankfurts Torfrau Elena Bläser gegen Alina Mailbeck. Auch ein Freistoß von Munk sowie ein 40-Meter-Schuss von Neumann, den Mai gerade noch zu fassen bekam, brachten nichts ein. Weitere Chancen von Neumann, Fushiki, Klich und Würtele häuften sich jetzt, doch der Ball wollte die Linie nicht überqueren. Passend zum Spielverlauf endete auch die letzte gute Chance durch Neumann nur am Pfosten.

„Das war ein sehr laufintensives Spiel. Die zweite Halbzeit ging klar an uns. Die Mannschaft hat das richtig gut gemacht, zumal einige Spielerinnen auf eher ungewohnten Positionen gespielt haben“, resümierte Trainer von Martinez.

(sus)

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