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Immer den Ball im Blick: Sachsenhausens Eric Pilgram (links), hier im Spiel gegen die Victoria.

Fußball

TG Sachsenhausen hat sich den Sprung in die A-Klasse über Jahre verdient

Am Ende war nur ein Team besser: Nach einem intensiven Zweikampf musste sich die TG Sachsenhausen in der Gruppe eins der Kreisliga B Frankfurt nur dem FSV Bergen geschlagen geben, sicherte sich über die Relegation aber doch den Aufstieg in die Kreisliga A.

Frankfurt. Im ersten Aufeinandertreffen mit dem FV Hausen II in der Relegation zur A-Klasse hatte sich die TG Sachsenhausen noch ein verhaltenes 1:1 geleistet. Im Rückspiel drei Tage später war dann aber alle Scheu abgelegt, und Sachsenhausen feierte den Aufstieg nach einem furiosen 7:0 auf eigenem Platz. Im sechsten Anlauf hat es nun endlich geklappt für die Mannschaft von Trainer Alexander Link, der bereits vier Jahre dabei ist und die Mannschaft auch in der A-Klasse betreuen wird. Zweimal war die TSG ganz knapp gescheitert, immer landete man in den letzten sechs Jahren unter den ersten fünf der Tabelle.

„Jetzt waren wir einfach mal dran“, stellt Abteilungsleiter Fedor von Sydow klar. „Wir waren zusammen mit Bergen die beste Mannschaft, insofern sind wir verdient aufgestiegen.“ Der größte Erfolg der Fußballabteilung der TGS, die nach 25 Jahren wieder in der A-Klasse vertreten ist, war am Ende mehr als verdient. „Wir haben gegen die Teams hinter uns keine Punkte abgegeben. 80 Punkte sind eine Menge Holz, aber das war auch eine Menge Arbeit“, erinnert sich von Sydow. Als großen Vorteil seiner Mannschaft sieht der Abteilungsleiter die Tatsache, dass das Team eingespielt war. Aber es gibt noch mehr Gründe für den Erfolg: „Unsere Cleverness, gerade bei Standards, unsere Fairness, dass wir nie gemeckert haben, dass wir geduldig geblieben sind und dass wir am Ende immer die bessere Kondition hatten – das waren unsere Stärken“, erläutert von Sydow.

Den Fairness-Preis hat die TSG mit nur 30 Gelben Karten und keinem einzigen Platzverweis also nicht umsonst gewonnen. Aber auch sonst hätte die TSG noch weitere Preise verdient: zum Beispiel den der besten Offensive (135 Tore) oder den der besten Abwehrreihe (30 Gegentreffer). In der Rückrunde stellte Sachsenhausen gar das beste Team – noch vor Meister Bergen. Zur Meisterschaft reichte es aber am Ende nicht – auch da man es mit zwei Unentschieden und zwei Niederlagen nie schaffte, Platz eins zu übernehmen, kein einziges Mal in der gesamten Saison. Am Ende wird das aber keinen mehr interessieren, vielmehr bleiben andere Situationen und Spiele im Kopf der Beteiligten. „Der Siegtreffer zum 3:2 gegen den Riedberger SV in der Nachspielzeit oder der 3:0-Rückrundensieg gegen Heisenrath, mit dem wir den zweiten Platz gesichert haben“, erinnert sich von Sydow an zwei Spiele.

Zum Erfolg haben viele Spieler beigetragen, manche mehr als andere. Elementar wichtig für Sachsenhausen ist zum Beispiel Philipp Hebenstreit, mit 28 Treffern bester Torjäger, aber auch Patrick Bub mit seinen 11 Toren gehört zu den Leistungsträgern. „Patrick ist ein richtig guter Mittelfeldspieler. Er war der Garant für den Relegationssieg gegen Hausen“, lobt von Sydow. Der Abteilungsleiter hat aber noch mehr Spieler auf seiner Liste, die ihren Teil zum Aufstieg beigetragen haben und in Sachsenhausen eine besondere Rolle spielen. So zum Beispiel Kapitän Marc Pickert in der Innenverteidigung, Youngster Jan Burmester auf der rechten Außenbahn und Daniel Burkardt auf der linken sowie die Winter-Rückkehrer Konstantin Schmidt-Narischkin (SC Weiss-Blau) und Marc Becker (Germania Enkheim). Und nicht zuletzt die Torhüter Florian Engels und Jonas Mahlmeister. „Sie waren eine Bank“, lobt von Sydow.

Für die neue Runde ist in Sachsenhausen noch nicht alles geklärt, einen großen personellen Umbruch wird es aber kaum geben – jetzt, da der Aufstieg endlich gelungen ist. In Kürze steht erst einmal eine Abschlussfahrt nach Villingen auf dem Plan, ehe die Vorbereitung auf die neue Saison startet. Die Zielsetzung für die A-Klasse ist dagegen schon klar. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, kündigt von Sydow an.

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