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Torschütze Alessandro Schöpf erlöste den FC Schalke 04.

Schöpf erlöst Schalke: Erster Saisonsieg gegen Mainz

Die Schalker lagen sich erleichtert in den Armen. Nach fünf Niederlagen gelang dem gebeutelten Revierclub mit dem 1:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 endlich der erste Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga.

Die Schalker lagen sich erleichtert in den Armen. Nach fünf Niederlagen gelang dem gebeutelten Revierclub mit dem 1:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 endlich der erste Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga.

„Wir brauchten dringend ein Erfolgserlebnis. Nicht nur das Trainerteam, auch die Spieler”, sagte Schalkes Trainer Domenico Tedesco. „Jetzt können wir uns ein paar Stunden freuen. Deswegen bin ich sehr glücklich für die Mannschaft und die Fans.”

Der zuletzt in die Kritik geratene 33 Jahre alte Coach des Vizemeisters kann vor dem Champions-League-Spiel in Moskau am Mittwoch erstmal etwas durchatmen. Ebenso erleichtert wie Tedesco war Sportvorstand Christian Heidel. Er hatte kräftig gezittert, ehe der fünfte Zu-Null-Sieg gegen seinen Ex-Club seit seinem Wechsel nach Schalke feststand. „Die letzten zehn Minuten wünsche ich keinem. Man sieht, dass das Spiel kippt und die Angst hervor kommt”, sagte Heidel, dem der schlechteste Saisonstart der Clubgeschichte erspart blieb.

Alessandro Schöpf bescherte dem angeschlagenen Vizemeister vor 61.810 Fans in der Arena mit seinem Tor in der 11. Minute den ersehnten Sieg. „In der Situation musst du einfach drei Punkte holen, egal wie. Denn der Druck war enorm”, gab der Österreicher zu, der seinen Club mit seinem Kopfball-Treffer erstmals in dieser Saison in Führung gebracht hatte.

Das 1:0 tat Schalke sichtlich gut, die Kombinationen liefen flüssiger als zuletzt. „Trotzdem gab es wieder einige Leidensphasen”, meinte Tedesco. „Wir wollten mehr Ballbesitz. Aber das ist nicht immer gut gelungen.” Gleichwohl hatte Mainz Glück, als Stefan Bell (23.) fast ein Eigentor zum 0:2 produziert hätte und seinen Keeper nach einer scharfen Hereingabe von Amine Harit zu einer Glanzparade zwang.

Danach versäumte es der spielerisch verbesserte Revierclub, bei dem Naldo erneut nur auf der Bank saß, selbst für Ruhe zu sorgen. Konopljaka mit zwei Lattentreffern (59./72.) und Harit (62.) hatten die Vorentscheidung auf dem Fuß. „Da hätten wir das zweite Tor machen müssen”, kritisierte Tedesco. So brauchte Schalke am Ende etwas Glück und viel Leidenschaft, um den umjubelten Dreier über die Zeit zu bringen. „Es sind uns schon einige Steine vom Herzen gefallen”, sagte Tedesco.

Insgesamt wirkte Schalkes Abwehr, die wie in Freiburg mit einer Vierer-Kette agierte, stabiler. Vorn sorgten der fleißige Burgstaller und Konopljanka häufig für Gefahr. Dahinter erwiesen sich Harit, Suat Serdar und Schöpf als Aktivposten.

Erst nach dem Wechsel wurde Mainz mutiger, und Schalke-Torhüter Ralf Fährmann war bei Versuchen von Jean-Philippe Gbamin (47.) und Ridle Baku (49.) erstmals gefordert. „Wir müssen halt ein Tor machen”, monierte Bell. Trainer Sandro Schwarz sah eine „ordentliche zweite Halbzeit. Aber es hat die letzte Konsequenz gefehlt, um einen verdienten Punkt mitzunehmen.”

(Von Ulli Brünger, dpa)

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