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Hoeneß rechnet ab: „Streitender Haufen, der sich nur mit sich selbst beschäftigt“

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Von: Alexander Kaindl

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Bayern-Patron Uli Hoeneß.
Bayern-Macher Uli Hoeneß. © ActionPictures/imago-images

Uli Hoeneß ist für seine klare Meinung bekannt. Nun hat er sie in einem ZDF-Interview einmal mehr kundgetan - und unter anderem über den DFB geschimpft.

München - 70 Jahre Uli Hoeneß! Eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fußballs feierte vor wenigen Tagen seinen runden Geburtstag. In einem ZDF-Interview hat der einstige Macher des FC Bayern München* nun über seine Karriere gesprochen. Dabei verteilte Hoeneß auch den einen oder anderen Seitenhieb - vor allem in Richtung Impfgegner und den Deutschen Fußball-Bund.

Der Ehrenpräsident des FC Bayern sagte über den DFB: „Es gab mal den DFB. Im Moment gibt es ihn für mich nicht. Der ist ja nicht existent. Das ist nur ein streitender Haufen, der sich nur mit sich selbst beschäftigt, aber nicht mit den Problemen des Fußballs“, sagte Hoeneß. Er ging sogar noch weiter: Deutscher Fußball-Bund? „Die müssten Deutsche Streit-Gesellschaft heißen.“

Uli Hoeneß teilt gegen den DFB aus: „Würde mich jedes Mal so aufregen, dass ich einen Herzinfarkt bekäme“

Hoeneß teilte in der Vergangenheit immer wieder gegen den größten nationalen Sport-Fachverband der Welt aus. Gegenüber dem kicker sagte er zuletzt: „Die nächsten drei Jahre werden brutal im Fußball, weil die ganzen Strukturen kaputt sind in der Nachwuchsarbeit, im Amateurbereich, in den kleinen Vereinen. Weil der DFB unfähig ist, müssen die Vereine alles selbst machen. Vom DFB erwarte ich gar nichts. Hunderttausende Mitglieder sind ausgetreten, es gibt immer weniger Ehrenamtliche. Das sind die Probleme, und der DFB hat kein Konzept, wie es weitergehen soll.“

Dass er sich beim Verband selbst engagiert, etwa als Berater, schloss er sofort aus: „Nein, nein, da würde ich mich jedes Mal so aufregen, dass ich einen Herzinfarkt bekäme.“

Im Video: Höhepunkte und Tiefpunkte in der Karriere von Uli Hoeneß

Im ZDF-Interview rechnete Hoeneß dann auch noch mit Impfgegnern ab. Kein einfaches Thema für den Bayern-Patron, schließlich stand mit Joshua Kimmich zuletzt ein ungeimpfter FCB-Star in den Schlagzeilen. Hoeneß habe oft mit dem Nationalspieler über das Thema gesprochen, wie er mitteilte. „Junge Menschen haben das Recht, falsch zu liegen“, so Hoeneß.

Er sei aber glücklich, dass sich Kimmich am Ende des Tages beraten lassen habe. Der 70-Jährige sagte außerdem: „Ich muss ehrlich sagen: Ich bin entsetzt über diese Demonstrationen. Ich bin entsetzt über diese Impf-Gegner, weil das eine Rücksichtslosigkeit der Gesellschaft gegenüber ist, die zum Himmel schreit.“ (akl/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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