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Niclas Füllkrug rettet einen Punkt im Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli, aber Werder Bremen verliert die Tabellenführung

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Von: Malte Bürger, Fabian Pieper

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Werder Bremen spielt gegen den FC St. Pauli unentschieden. Niclas Füllkrug glich zum 1:1 aus.
Werder Bremen spielt gegen den FC St. Pauli unentschieden. Niclas Füllkrug glich zum 1:1 aus. © nordphoto

Der SV Werder Bremen und der FC St. Pauli trennen sich im Topspiel der 2. Bundesliga 1:1 - Werder verliert die Tabellenführung. Der Spielbericht der DeichStube*.

Hamburg – Mit einem Auswärtssieg im Zweitliga-Topspiel beim FC St. Pauli wollte der SV Werder Bremen einen großen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr machen – herausgekommen ist dabei am Samstagnachmittag beim 1:1 (0:1) ein Punkt, der unter dem Strich zu wenig war, um die Tabellenspitze nach dem 29. Spieltag zu verteidigen. Nachdem Daniel-Kofi Kyereh die Hausherren in Führung gebracht hatte (43.), war es Niclas Füllkrug, der Werder mit seinem Treffer das Remis rettete (58.). Ein Resultat, mit dem die Bremer unter dem Strich zufrieden sein mussten, hatten sie doch von gleich zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters profitiert.

Im Vergleich zum 1:1 gegen Sandhausen hatte Werder-Trainer Ole Werner seine Startaufstellung mächtig verändert – überwiegend aus positiven Gründen. So kehrten in Milos Veljkovic, Marco Friedl und Mitchell Weiser gleich drei etablierte Abwehrspieler nach ihren Verletzungen ins Team zurück. Lediglich bei Kapitän Ömer Toprak wollte der Coach noch kein Risiko eingehen, berief den 32-Jährigen aber immerhin zum ersten Mal seit Anfang März wieder in den Kader des SV Werder Bremen. Anthony Jung fehlte hingegen gelbgesperrt, für ihn übernahm Felix Agu den Job auf der linken Außenposition, während Leonardo Bittencourt im offensiven Mittelfeld für Niklas Schmidt in die Startelf rückte. Wegen seiner vorangegangenen Corona-Infektion war der 28-Jährige gegen Sandhausen nur als Joker zum Einsatz gekommen. Rechtzeitig zum Topspiel gegen den FC St. Pauli hatten sich die Bremer Personalsorgen also (fast) in Luft aufgelöst.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Niclas Füllkrug vergibt Großchance in der ersten Hälfte

Für Sicherheit sorgte das bei den Gästen zunächst aber nicht. Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion hatten die Hausherren in der Anfangsphase mehr vom Spiel, ohne dabei allerdings zu großen Chancen zu kommen. Ein Distanzschuss von Marcel Hartel, den Werder-Torhüter Jiri Pavlenka mit Mühe abwehrte, blieb lange der gefährlichste Abschluss der Partie (12.). Den Bremern hingegen fehlten zu Beginn die zündenden Offensivideen, durch große Entschlossenheit in den Zweikämpfen kämpften sie sich aber nach und nach ins Spiel und übernahmen die Kontrolle.

Kurz nachdem Veljkovic am gegnerischen Fünfmeterraum nicht genügend Druck hinter den Ball bekommen hatte (21.), trat Werder Bremens Sturmduo das erste Mal gefährlich in Erscheinung. Nach Flanke von Niclas Füllkrug ging Marvin Ducksch volles Risiko, nahm den Ball direkt, erwischte ihn allerdings nicht richtig (23.). Nur zwei Minuten später hätte dann Niclas Füllkrug für das 1:0 sorgen müssen. Ducksch hatte seinen Teamkollegen schön freigespielt, doch der setzte den Ball am langen Pfosten vorbei (25.). Werder gab nun den Ton an, arbeitete an der Führung – und sollte für das Liegenlassen guter Möglichkeiten noch vor der Pause bestraft werden. Nachdem Ducksch ein weiteres Mal zu harmlos abgeschlossen hatte (36.), tauchte plötzlich der FC St. Pauli wieder vermehrt vor dem Bremer Tor auf.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Niclas Füllkrug kontert Tor von Daniel-Kofi Kyereh - 1:1

Zunächst blockte Friedl in höchster Not einen Schuss von Jackson Irvine (38.), kurz darauf kam es im Bremer Strafraum dann zu einem Aufreger. Mitchell Weiser hatte Guido Burgstaller mit dem linken Bein getroffen, woraufhin der Hamburger Angreifer noch einen Schritt weiterlief und dann erst fiel (38.). Schiedsrichter Florian Badstübner, der beste Sicht auf die Szene hatte, entschied sich sofort gegen einen Elfmeterpfiff - eine Fehlentscheidung, die mehr als glücklich für Werder Bremen war. Einen Gegentreffer setzte es wenig später aber trotzdem. Nach Flanke von Leart Paqarada, der früher mal in der Werder-Jugend gespielt hat, traf Daniel-Kofi Kyereh am langen Pfosten zum 1:0 für den FC St. Pauli (43.).

Schon gelesen? „Waren näher dran am Lucky Punch“ - die Stimmen zum Werder-Spiel beim FC St. Pauli!

In den zweiten Durchgang starteten die Bremer dann sehr entschlossen – und belohnten sich schnell mit dem Ausgleich. Allerdings hatten die Gäste bei der Entstehung des 1:1 durch Niclas Füllkrug (58.) ein weiteres Mal an diesem Nachmittag von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters profitiert. Eingeleitet hatte den Treffer nämlich Felix Agu, der St. Paulis Marcel Beifus im Zweikampf an der Außenlinie per Handspiel überwand, was der Referee allerdings auch nach späterer Ansicht der TV-Bilder nicht ahndete. Nach Flanke von Bittencourt und Kopfballablage von Romano Schmid landete die Kugel bei Füllkrug, der im Strafraum zum 1:1 abschloss. Es war der 15. Saisontreffer des Stürmers vom SV Werder Bremen.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Ömer Toprak gibt Comeback - Werder verliert Tabellenführung

Nach 76 Minuten kam es dann zum Comeback von Abwehrchef Ömer Toprak, der für Bittencourt ins Spiel kam, womit Trainer Ole Werner nicht gerade ein Signal in Richtung Schlussoffensive sendete. Es schien, als sollten die Bremer mit diesem Remis am Millerntor ganz gut leben können. Doch der Punktgewinn wackelte in der Folge noch gehörig. Kaum auf dem Platz, stand Toprak nämlich schon im Mittelpunkt, weil er sich im Zweikampf mit Burgstaller ungeschickt anstellte und dem Stürmer somit eine Großchance ermöglichte (78.). Nur Sekunden später kam dann der eingewechselte Igor Matanovic gefährlich zum Abschluss. Werder Bremen stellte sich in der Schlussphase jedoch nicht nur hinten rein, sondern suchte seinerseits die Entscheidung. In der 86. Minute scheiterte Ducksch an der Latte, ehe Ilia Gruev, der zur zweiten Hälfte für Nicolai Rapp in die Partie gekommen war, knapp am Tor vorbeischoss.

Somit blieb es letztlich beim 1:1, durch das Werder Bremen den ersten Tabellenplatz einbüßte. Diesen übernahm Schalke 04, das sein Heimspiel mit 3:0 gegen Heidenheim gewann. Werder liegt mit 53 Zählern vorerst punktgleich dahinter auf Rang zwei, könnte am Abend aber noch von Darmstadt überholt werden. Weiter geht es für die Bremer nun am Ostersonntag um 13.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. (dco)

SV Werder Bremen: Pavlenka – Veljkovic, Groß, Friedl – Weiser (57. Schmidt), Rapp (46. Gruev), Agu – Schmid, Bittencourt (76. Toprak) – Füllkrug, Ducksch

FC St. Pauli: Vasilj – Beifus (73. Dzwigala), Medic, Ziereis, Paqarada – Irvine, Aremu (64. Becker), Hartel, Kyereh – Burgstaller, Amenyido (64. Matanovic)

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Der SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli heute im Live-Ticker: Alle Tore, News und Infos zum Topspiel der 2. Bundesliga gibt‘s live im Liveticker der DeichStube*! Der Endstand ist 1:1.

>>> LIVETICKER AKTUALISIEREN <<<

15.30 Uhr: Wie im Hinspiel trennen sich St. Pauli und Werder mit 1:1. Nach dem 0:1 kurz vor der Pause durch Kyereh bringt Niclas Füllkrug Werder nach einer knappen Stunde mit einem wohl irregulären Tor zurück ins Spiel. Am Ende ein gerechtes Ergebnis nach Spielanteilen. Durch den 3:0-Sieg von Schalke gegen Heidenheim ist Schalke nun Spitzenreiter vorerst.
Wir sehen uns nächste Woche Sonntag wieder, wenn Werder den 1. FC Nürnberg im Weserstadion empfängt. Bis dahin: alles Gute und bleibt gesund!

15.29 Uhr: Die bringt nichts ein und: das war es!

90.+5: Noch einmal Ecke für Werder!

90.+2: ... denn Ducksch vertändelt den Ball. Makienok ist auf und davon, schließt aber sehr, sehr ungenau ab. Da wäre mehr drin gewesen. Durchatmen!

90.+1: Zu Beginn der fünfminütigen Nachspielzeit noch mal Alarm im Pauli-Strafraum. Groß schießt, wird aber geblockt. Dann läuft der Konter ...

88. Min: Agu flankt, Füllkrug köpft, aber rechts vorbei. Die Pause nutzt Pauli für einen Wechsel: Burgstaller verlässt für Makienok den Platz.

86. Min: Doppelchance Werder, zwei dicke Dinger! Ducksch wird links freigespielt und versucht es direkt mit einem Schlenzer, er trifft aber nur die Latte. Der Ball ist noch heiß, über Füllkrug und Ducksch landet er bei Gruev, der heranrauscht und das Leder knapp links vorbeisetzt. Das wäre es gewesen!

85. Min: Eine Chance für Werder, Agu köpft eine Flanke von Schmid aber knapp links vorbei.

84. Min: Die wird an die Mittellinie geprügelt, wo Schmid an den Ball kommt und von Ziereis umgerissen wird. Das gibt Gelb und war wichtig, denn Schmid hätte viel Platz gehabt dahinter.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Werder drückt, aber Pauli hat Chancen zur Führung

83. Min: Werder schwimmt, Ecke für die Gastgeber.

79. Min: Direkt die nächste gute Chance von Pauli hinterher! Matanovic kommt zum Abschluss, Pavlenka pariert.

78. Min: Und Toprak sieht direkt nicht gut aus! Irvine spielt den von Toprak gedeckten Burgstaller hoch an, der dreht sich um den Eingewechselten herum und kann frei vorm Tor abschließen – am langen Eck vorbei. Puh!

76. Min: Und so ist es. Bittencourt geht, Toprak kommt.

75. Min: Es passiert gerade nicht viel. Aber Toprak steht bereit und wird gleich wohl kommen.

73. Min: Beifus von Pauli verlässt angeschlagen den Ball, für wirkt jetzt Dzwigala mit.

71. Min: Agu wieder sehr wuselig am Sechzehner. Er liegt schon auf dem Boden, behauptet aber gegen zwei Mann den Ball und läuft zwei Schritte in den Strafraum. Dann vertändelt aber Niclas Füllkrug.

68. Min: Jetzt steht er wieder. Er hat einen kleinen Cut unterm Auge, aber die medizinische Abteilung hat ihn wieder zusammengeflickt. Er bekommt von Agu ein neues Trikot gereicht.

66. Min: Friedl bekommt im Strafraum den Arm von Medic ins Gesicht. Er blutet und muss behandelt werden.

64. Min: Die Gastgeber wechseln doppelt. Becker kommt für Awemu und Matanvic ist für Amenyido im Spiel.

61. Min: Amenyido bekommt eine Linksflanke vorm Tor auf die Brust, kann den Ball aber nicht kontrollieren, Pavlenka nimmt die Kugel auf.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Niclas Füllkrug gleicht aus – aber war es regulär?

59. Min: Nein, Badstübner gibt das Tor! Für uns unverständlich, denn Agu hat den Ball eindeutig an der Hand und tunnelt damit seinen Gegenspieler, ehe Schmid zur Flanke ansetzt. Die landet am langen Pfosten bei Schmid, der auf den Fünfer köpft. Und da steht Füllkrug, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drückt. Aber: nehmen wir.

58. Min: TOOOOOOOOR für Werder! Füllkrug trifft! Aber vielleicht ist es ein Handspiel vorher gewesen. Wir warten.

57. Min: Schmidt kommt für Weiser. Interessanter Wechsel, möglicherweise spielt Werder jetzt mit Viererkette.

56. Min: Agu wirft sich gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Amenyido voll in den Zweikampf und angelt sich auf dem Boden liegend den Ball. Beide hatten in Osnabrück miteinander gespielt.

54. Min: Bittencourt mit einem klasse Ballgewinn, Ducksch schickt Füllkrug, aber der Ball ist einen Ticken zu weit.

53. Min: Agu mit einer gefährlichen Flanke von links, unter vollem Körpereinsatz kann Pauli die Situation bereinigen.

52. Min: Jetzt wieder der Reporter: Der Ball ist im vollem Umfang hinter der Torauslinie, ein Werder-Spieler war zuletzt am Ball, Ecke für St. Pauli. Aber Pavlenka fischt die Kugel.

50. Min: Möglicherweise. Denn für beide geht es weiter. Mit messerscharfer, medizinischer Beobachtungsgabe direkt erkannt.

49. Min: Jetzt liegen Agu und Irvine nach einem Kopf-an-Kopf-Zusammenstoß auf dem Boden. Es dürfte aber für beide weitergehen. Ferndiagnose aus der Deichstube. Sitzt hier etwa ein angehender Arzt?

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Die zweite Hälfte läuft – kann Werder das Spiel drehen?

47. Min: Füllkrug und Paqarada prallen zusammen. Paqarada liegt auf dem Boden. Das Spiel ist nicht unterbrochen, Paulis Medic fängt die Kugel trotzdem aus der Luft ab, weil er denkt, es wäre unterbrochen. Kurios. Badstübner löst es so: Bremen hat Schiedsrichterball.

46. Min: Agu wuselt sich links bis zur Grundlinie runter und flankt, aber die St.-Pauli-Abwehr kann klären.

46. Min: Wiederanpfiff, Werder stößt an, die zweite Halbzeit läuft!

14.36 Uhr: Die Teams kommen zurück. Rapp bei Werder nicht, dafür ist jetzt Gruev dabei.

14.20 Uhr: Das war die letzte Aktion der ersten Hälfte. Ist das ärgerlich. Werder macht mit etwas Anlauf ein gutes Spiel, hätte durch Füllkrug und Ducksch bereits führen können, kassiert aber mit der ersten guten Chance kurz vor der Pause das 0:1. Kyereh trifft. Jetzt muss Werder in der zweiten Halbzeit offensiver agieren, um nicht an Boden zu verlieren.

45.+1: Burgstaller wird geschickt, nimmt den Ball im Strafraum an, dreht sich – knapp vorbei.

44. Min: Kurz vor der Pause die kalte Dusche für Werder: Paqarada hat links zu viel Platz und bringt den Ball flach und scharf vors Tor von Pavlenka. Die Kugel geht zwischen Agu und Friedl durch, wo Kyereh hereingrätscht und den Ball ins Tor bringt.

43. Min: Tor für St. Pauli.

42. Min: Jetzt gerade etwas druckvollere Phase von Pauli. Burgstaller kommt zweimal an den Ball: Erst findet er keinen Abnehmer, beim zweiten Mal wird er wegen Abseits zurückgepfiffen.

40. Min: Im direkten Gegenzug kommt es zum Kontakt zwischen Weiser und Burgstaller. Weiser trifft den Stürmer klar, aber der läuft erst zwei Schritte weiter – und lässt sich dann fallen. Ziemlich plump. Fällt er direkt, gibt es bestimmt Strafstoß ....

40. Min: Toller Angriff! Füllkrug hat links plötzlich viel Platz, zieht in den Strafraum, tunnelt einen Gegenspieler, wird dann aber vor dem Abschluss abgelaufen.

36. Min: Weiser wird rechts geschickt und sieht im Rückraum Ducksch. Der Pass kommt gut, Ducksch schließt flach ab, aber in die Arme von Vasilj.

35. Min: Nach verhaltenen ersten zehn Minuten hat Werder hier das Kommando übernommen, ohne deutlich überlegen zu sein. Jetzt mal eine Flanke von Pauli an zweiten Pfosten auf Beifuß, der aber Agu in den Rücken springt. Hätte er den Ball platziert, wäre es ein Stürmerfoul gewesen.

31. Min: Langer Ball auf Füllkrug. Der sieht zu lang aus, aber Lücke nimmt die Kugel mit dem langen Bein runter, dreht sich und versucht es volley. Der Ball geht fast senkrecht nach oben und fliegt hinters Tor.

30. Min: Füllkrug treibt den Ball und steckt dann links raus auf Ducksch. Der Pass ist aber etwas zu lasch und Duckschs Versuch eines Dribblings zu durchschaubar, sodass Pauli klären kann.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Niclas Füllkrug lässt die Führung liegen, Werder drückt

29. Min: Während Bittencourt draußen behandelt wird, versucht Paqarada es für Pauli mal aus der Distanz – drüber. Für Leo geht es indes weiter.

25. Min: Großchance für Werder! Ducksch steckt auf Füllkrug durch, der halbrechts frei vorm Tor steht, die lange Ecke anvisiert, aber knapp verzieht!

23. Min: Füllkrug flankt auf Ducksch, der den Ball direkt aus der Luft nimmt, ihn aber nicht richtig trifft, sodass er knapp rechts vorbeikullert. Auch da wäre mehr drin gewesen. Trifft er ihn richtig, wird es möglicherweise brenzlig.

22. Min: Nach einem langen Ball steht wieder Burgstaller frei vor Pavlenka im Strafraum. Diesmal muss er aber nicht eingreifen, denn erstens grätscht Groß noch dazwischen, zweitens war es Abseits.

21. Min: Nach einer Ecke gibt es die erste gute Werder-Chance: Füllkrug köpft den Ball, der am Fünfer herunterfällt. Bittencourt blockt den Weg frei für Veljkovic, der aber keinen Druck hinter seinen Abschluss bekommt. Pauli klärt zur Ecke, die dann aber verpufft.

19. Min: Erster guter Angriff von Werder. Aber im Strafraum bekommt keiner den Ball kontrolliert, Füllkrug will auf Ducksch ablegen. Klappt nicht.

18. Min: Agu wird links gut geschickt, kann die Flanke aber in Bedrängnis nicht genau platzieren, der Ball segelt ins Toraus.

17. Min: Burgstaller tunnelt an der Seitenlinie mit der Hacke Groß und legt den Ball in den Lauf von Kyereh. Aber Burgstaller hatte zuvor den Ball im Abseits stehend angenommen. Das ist auch gut so, denn Kyereh wäre auf und davon gewesen.

16. Min: Der wird zum Boomerang, aber St. Pauli kontert nicht gut, Werder hat Einwurf.

15. Min: Vielleicht ja jetzt: Eckball für Werder.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Marcel Hartel bringt Jiri Pavlenka ins Schwitzen

14. Min: Werder mit einer zaghaften Offensivaktion, den langen Ball auf Weiser kann Letzterer aber nicht verarbeiten.

13. Min: Die bringt nichts ein. Aber die Gastgeber beginnen hier offensiv und druckvoll.

12. Min: Pauli versucht sich gerade durch die Werder-Abwehr zu zaubern. Den ersten Versuch blockt Groß ab, kurz danach versucht es Hartel aus der Distanz. Pavlenka hat Probleme, es gibt Ecke.

10. Min: Amenyido steckt für Burgstaller durch, der frei vor Pavlenka steht. Der Werder-Keeper bleibt Sieger im direkten Duell, aber der Linienrichter springt ihm zur Seite, Burgstaller stand im Abseits.

9. Min: Groß kann den Ball im Mittelfeld nicht behaupten, aber Pauli den Ballgewinn auch nicht in Gefahr umsetzen.

6. Min: Kyereh versucht es mit einer Direktabnahme, aber ballert den Ball aus dem Stadion.

5. Min: Keine Gefahr, aber wieder Ecke.

4. Min: Erster Eckball für Pauli.

4. Min: Erste Flanke von Schmid von links, aber die rutscht ihm ein wenig über den Schuh und landet in den Armen von Vasilj.

2. Min: Groß liegt am Boden, er hat einen Schlag von Amenyido abbekommen. Aber er steht wieder.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Das Spitzenspiel läuft

1. Min: Florian Badstübner gibt das Spiel frei!

13.31 Uhr: Angeführt von Leonardo Bittencourt als Kapitän betritt Werder den Hamburger Rasen.

13.29 Uhr: ...und da kommen sie!

13.27 Uhr: Die Teams stehen bereit zum Einlaufen, die Fans brennen wortwörtlich bereits jetzt ein Feuerwerk auf den Rängen ab. Knapp 30.000 sind heute dabei, 3.000 Werder-Fans darunter. Mal schauen, wer am Ende lauter lacht.

13.21 Uhr: Noch eine Meldung am Rande: Werder-Talent Maik Nawrocki, der an den polnischen Meister Legia Warschau ausgeliehen ist, könnte nach dem Sommer fest dorthin wechseln. Der polnische Verein gab gegenüber dem polnischen Sportportal Interia Sport an, man, wolle die vereinbarte Kaufoption für den 21-Jährigen ziehen. Das wäre ein warmer Regen für Werder.

13.18 Uhr: Ole Werner sagt am Sky-Mikro, dass Ömer Toprak für einen Einsatz bereitsteht, „das ist gut so“. Er sagt, Werder müsse den Gegner in Bewegung bringen, um Räume zu bekommen, spricht von einem „Duell auf Augenhöhe“. Der Wucht des vollen Millerntors setzt er die Routine seiner Spieler entgegen – und Emotionen, denn: „Wir freuen uns drauf!“

13.15 Uhr: Die Tabelle sagt, dass Werder als Spitzenreiter ins Spiel geht. Mit einem Sieg würde das so bleiben und der Abstand bei noch fünf Spielen wohl etwas wachsen. Beste Voraussetzungen für eine große Partie am Osterdeich. Auch Ex-Werderaner Fin Bartels sieht Werder als Top-Favoriten auf den Aufstieg, sagt er bei Sky.

13.04 Uhr: Warum es sich lohnt, heute im Stadion oder zumindest am TV oder Deichstube-Liveticker zu sein: Es ist ein ganz, ganz wichtiger Spieltag. Denn neben dem Spiel am Millerntor treffen auch Nürnberg und Darmstadt sowie Schalke und Heidenheim im direkten Duell aufeinander und nehmen sich gegenseitig die Punkte weg. Mit einem Sieg würde Werder in jedem Fall Boden gewinnen.

12.59 Uhr: Es könnte auch zu einem Wettschießen der beiden hinter Simon Terodde besten Torjäger der Liga kommen. Marvin Ducksch und Guido Burgstaller stehen bei jeweils 17 Saisontoren. Niclas Füllkrug steht bei 14 Treffern. Der zweitbeste Pauli-Schütze ist Simon Makienok, er steht allerdings bei nur sechs Treffern.

12.53 Uhr: Wir schauen mal auf die Gesamtbilanz seit 1947. Da stehen – die Freundschaftsspiele rausgerechnet – bislang 54 direkte Duelle in der Statistik. 28 gewann Werder, 13 die Braun-Weißen, 13 Spiele gingen endeten Unentschieden.

12.48 Uhr: Ein Blick zurück in die Vergangenheit: Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams – das erste überhaupt in der 2. Bundesliga, endete Ende Oktober mit einem 1:1. Marvin Ducksch hatte für Werder getroffen, Finn Becker für Pauli ausgeglichen.

12.43 Uhr: Und auch sie sollen nicht unerwähnt bleiben: das Schiedsrichtergespann. Die oberste Entscheidungsgewalt liegt heute bei Florian Badstübner. Ihm assistieren Nikolai Kimmeyer und Christian Dietz. Vierter Offizieller ist Lukas Benen. In Köln schauen Sören Storks und Markus Wollenweber genauer hin.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli im Live-Ticker: Die Aufstellungen für das Spitzenspiel sind da!

12.36 Uhr: Wir schauen auf das, was Pauli-Trainer Timo Schultz dem heute entgegensetzen möchte. Er lässt folgendermaßen beginnen: Vasilj – Beifus, Ziereis, Medic, Paqarada – Irvine, Kyereh, Afeez Aremu, Hartel – Burgstaller, Amenyido. Als Optionen sitzen Smarsch (ET), Ritzka, Dziwagala, Buchtmann, Daschner, Becker, Benatelli, Makienok und Matanovic auf der Bank.

12.33 Uhr: Toprak damit noch nicht reif für 90 Minuten nach seiner Wadenverletzung. Bittencourt rutscht für Schmidt in die Startelf zurück, er hatte beim 1:1 gegen Sandhausen wegen seiner vorherigen Covid-Erkrankung nur in der Schlussphase mitgewirkt. Außerdem ersetzt Weiser Mbom, Jung und Gruev machen für Friedl und Veljkovic Platz.

12.30 Uhr: Pavlenka – Weiser, Veljkovic, Groß, Friedl, Agu – Rapp, Schmid, Bittencourt – Ducksch, Füllkrug: Das ist die Elf, der Trainer Ole Werner das Vertrauen zu Beginn schenkt! Auf der Bank nehmen zunächst Platz Zetterer (ET), Schönfelder, Toprak, Schmidt, Mai, Gruev, Woltemade, Mbom, Dinkci.

12.27 Uhr: Moin aus der Deichstube! Oder heute besser: moin, moin! Denn heute steht ein Nordduell auf dem Programm: Der SV Werder Bremen tritt in der 2. Fußball-Bundesliga beim FC St. Pauli an. Tabellarisch bedeutet das: Spitzenspiel! Hoffen wir, dass das Spiel dem auch gerecht wird. Wir warten auf die Aufstellungen, die jeden Moment eintreffen müssten.

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den FC St. Pauli: Anpfiff im Millerntor-Stadion ist am heutigen Samstag um 13.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 12.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos vom Zweitliga-Spiel gibt‘s hier live im Live-Ticker der DeichStube.

Zum Vorbericht vom 8. April 2022:

Nordkracher auf Augenhöhe: SV Werder Bremen startet gegen FC St. Pauli in wichtige Wochen, spielt den Druck aber herunter

Bremen - Es geht um viel. Verdammt viel sogar. Aber das tut es die nächsten Wochen auch noch, entschieden wird also auch an diesem Samstag noch nichts. Und trotzdem lässt sie sich einfach nicht herunterspielen, die Brisanz vor dem Nordkracher zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC St. Pauli (Samstag, 13.30 Uhr im DeichStube*-Liveticker). Der Erste der Tabelle reist zum Dritten, ein läppisches Pünktchen liegt zwischen beiden Teams. Viel mehr Druck geht kaum. Nur Ole Werner, der lässt sich weiterhin nicht anmerken, ob sein Pulsschlag nicht vielleicht auch allmählich höhere Sphären erreicht. „Für mich ist es eher Vorfreude und ein gutes Zeichen, dass wir diesen Druck haben und nicht auf Tabellenplatz acht stehen und um die goldene Ananas spielen.“ So kann man es natürlich auch ausdrücken.

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Das erste von drei Spielen gegen die direkte Konkurrenz im Aufstiegsrennen

Sollte dieses Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli also tatsächlich eine Partie wie jede andere sein? Wenn es nach Ole Werner geht, dann schon. „Es kribbelt, weil es ein besonderes Spiel, ein Nordderby in besonderer Atmosphäre ist und weil die Tabellenkonstellation so ist, wie sie ist“, gibt der Trainer des SV Werder Bremen zu. „Es hat aber auch letzte Woche bei mir gekribbelt und es wird auch nächste Woche kribbeln.“

Dann heißt der Gegner übrigens 1. FC Nürnberg, kurz darauf FC Schalke 04. Ähnliche Schwergewichte der Liga also, ähnlich bedeutsam wären dann Siege gegen die direkte Konkurrenz im Aufstiegsrennen. Doch damit die Ausgangslage von Werder Bremen auch dann so formidabel wie aktuell ist, muss erst einmal in der Gegenwart ein gefälliges Ergebnis her. Dabei ist genau das gegen die aktuell stärkste Heimmannschaft alles andere als einfach – das weiß auch Ole Werner: „St. Pauli hat spielerische Stärken, agiert sehr variabel mit den zentralen Mittelfeldspielern, kann aber auch über lange Bälle gefährlich werden“, zählt der 33-Jährige auf. „Das macht es von der Herangehensweise schwierig, weil man sich fragen muss, welche Höhe man wählt und wie man diese Variabilität verteidigt.“

Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli: Wie geht Werder Bremen um Trainer Ole Werner mit dem Druck um?

Die passenden Antworten auf diese Fragen wollte Werders Chefcoach mit seiner Mannschaft in dieser Woche erarbeiten. Zuletzt gegen Sandhausen war das mit den Lösungen noch so eine Sache. Überlegen waren die Bremer ja, auch Chancen gab es einige. Letztlich reichte es aber nur zu einem 1:1, weil ein tief stehender Gegner abermals in dieser Saison Probleme bereitete. Die gute Nachricht: Am Millerntor dürfte es ein paar Räume mehr geben. Die schlechte: Die Hamburger dürften auch selbst offensiv wesentlich mehr zu bieten haben als Stolperstein Sandhausen. Es deutet also nicht nur aufgrund des Wetters auf einen stürmischen Nachmittag an der Elbe hin. Die beiderseitige Angriffslust könnte in ein waschechtes Spektakel münden, wenngleich Werner darauf setzt, dass dies nicht gleichbedeutend mit einem kopflosen Anrennen ist. „Ich würde nicht von einem offenen Schlagabtausch sprechen, denn das würde bedeuten, dass beide Mannschaften defensiv ihre Aufgaben nicht so gut machen“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen, der auf beiden Seiten stattdessen mit wesentlich mehr Disziplin rechnet. „Ich glaube schon, dass es um Taktik gehen wird und darum, wie man eine gewisse Kompaktheit herstellt und unter Druck verteidigt.“

Schon gelesen? So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen FC St. Pauli aussehen!

Werder Bremen gegen FC St. Pauli: Topspiel auf Augenhöhe um die Tabellenführung in der 2. Bundesliga

Ganz ähnlich sieht es sein Gegenüber. „Bremen hat eine hohe Qualität im Kader und funktioniert auch als Mannschaft hervorragend. Ich denke, dass es ein offenes Spiel werden wird“, prognostizierte Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli am Donnerstag. „Auch die Bremer wollen immer nach vorne spielen. Wir wollen viel mit dem Ball agieren und kreativ nach vorne spielen, wir wissen aber auch, dass uns Phasen erwarten, wo wir dem Ball hinterherlaufen und verteidigen müssen. Da wird es dann darauf ankommen, dass wir kompakt bleiben und unsere Zweikämpfe gewinnen.“

Den erwarteten 29.546 Zuschauern im Stadion blüht am Samstag also offensichtlich ein echtes Duell auf Augenhöhe. Eines, in dem Werder Bremen gegen St. Pauli in der Regel eine gute Figur abgab. Jedenfalls haben die Gastgeber nur den allerersten Ligavergleich im August 1977 für sich entscheiden können (3:1), ansonsten gab es meist Bremer Jubel (elf Siege, fünf Unentschieden). Daten, die schön klingen, aber bei Werder niemanden interessieren. Zumindest Clemens Fritz, den Leiter Profifußball, nicht. „Ich weiß, dass ihr alle Freunde von Statistiken seid, und das ist auch gut so“, entgegnete er den Journalisten während der Pressekonferenz. „Aber wir sollten uns auf keinen Fall auf solche Zahlen verlassen. Wir wissen um die Stärke der Paulianer und dürfen uns nicht mit Sachen beschäftigen, die vielleicht in der Vergangenheit mal gut geklappt haben, denn wir müssen es jetzt umsetzen.“

Werder Bremen gegen den FC St. Pauli - Ole Werner: „Die Tagesform wird den Unterschied machen“

Und damit kommt wieder Ole Werner ins Spiel, dem die Gegenwart ebenfalls deutlich lieber ist. „Die Tagesform wird den Unterschied machen. Am Ende wird die Mannschaft gewinnen, die ihre Art von Fußball besser durchbringt“, ist er überzeugt. „Ich habe das Vertrauen, dass uns das gelingt, weil es uns in der Vergangenheit häufig gelungen ist. Und ich glaube, dass wir als Gruppe – wenn wir funktionieren – auch von St. Pauli sehr schwer zu schlagen sein werden. Den Beweis für dieses Gefühl müssen wir aber am Wochenende antreten.“ Dann kann Werder Bremen sogar wieder auf die Rückkehrer Ömer Toprak, Marco Friedl, Mitchell Weiser und Milos Veljkovic bauen. (mbü) *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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