Der Coach wirkt nachdenklich: Florian Kohfeldt nach der Niederlage des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig.
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Der Coach wirkt nachdenklich: Florian Kohfeldt nach der Niederlage des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig.

Heimpleite im Weserstadion

Déjà-vu am Deich: Nach dem 1:4 gegen RB Leipzig steht Werder an einem ähnlichen Punkt wie in der Hinrunde 

  • Björn Knips
    vonBjörn Knips
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Der SV Werder Bremen unterliegt am 28. Bundesliga-Spieltag im heimischen Weserstadion gegen RB Leipzig mit 1:4. Der Nachbericht der DeichStube*

Bremen – Der Mann hatte es ganz sicher nur gut gemeint, als er am Sonntagmorgen mit seinem Kleinwagen so nah wie möglich an den Trainingsplatz des SV Werder Bremen heranfuhr, dort die Scheiben herunterließ und laut scheppernd die gängigen grün-weißen Vereinshymnen aus den Boxen seines Autoradios erklingen ließ. Akustische Aufmunterung am Tag nach der deutlichen 1:4-Heimpleite gegen RB Leipzig.

Schaden konnte das nicht. Und doch sorgte es bei Profis und Zuschauern kaum für den gewünschten Effekt – eher im Gegenteil. Während die Bremer Reservisten, die im Nieselregen gerade ihr Spielersatztraining absolvierten, die musikalische Untermalung weitestgehend ignorierten, nötigte sie einem der sechs, sieben, allerhöchstens zehn anderen Fans einen herrlich norddeutsch-nüchternen Kommentar ab: „An einem Tag wie heute hört sich das eher nach Krach an.“ Aufbruchstimmung und Unbeschwertheit sind am Osterdeich aktuell eben nur schwer zu finden. Dafür ist Lage des SV Werder Bremen auch viel zu heikel, wieder einmal. Obwohl die Welt vor gut vier Wochen doch noch absolut in Ordnung schien.

Werder Bremen: Gegen RB Leipzig die vierte Liga-Pleite in Folge

Kleiner Rückblick, weil er dabei hilft, die Fallhöhe zu markieren: Nach dem 2:0-Erfolg im Nachholspiel bei Arminia Bielefeld hatten die Bremer am Abend des 10. März stolze elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, was damals bei noch zehn ausstehenden Spielen zwar noch nicht die sichere Rettung war, ihr gefühlt aber eindeutig näher lag als Abstiegskampf und Überlebensängste. Nun ja. Zurück zum 10. April, zum 1:4 gegen Leipzig, das Werders vierte Liga-Pleite in Serie war und den Vorsprung weiter, auf jetzt nur noch vier Zähler eindampfte. „Wir haben einen ganz gefährlichen Spielplan, das wussten wir vorher“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt, der mit seiner Mannschaft gerade mitten in einem Déjà-vu-Erlebnis feststeckt.

Auch in der Hinrunde waren die Bremer mit ordentlicher Ausgangslage in den Block mit schweren Spielen gegen Bayern, Wolfsburg, Stuttgart, Leipzig und Dortmund gestartet – verloren davon jedoch vier und standen vor dem Duell mit Mainz enorm unter Druck. Ähnliches droht jetzt wieder. Das kommende Auswärtsspiel von Werder Bremen beim Tabellenfünften aus Dortmund ist die letzte Chance, vor der Partie gegen den direkten Konkurrenten für etwas Entspannung zu sorgen. „Wir haben das nie abgehakt“, sagte Kohfeldt bezogen auf den Abstiegskampf, „ich habe immer beobachtet, was hinter uns passiert“.

Verglichen mit dem Vorjahr sei Werders Lage aber immer noch gut: „Wir müssen nicht auf andere Ergebnisse hoffen, sondern können uns auf uns konzentrieren.“ In dieser Woche wird der Trainer dabei vor allem dafür sorgen müssen, dass die Köpfe seiner Spieler nach vier Liga-Pleiten in Serie schnell wieder frei werden, „denn natürlich macht so eine Serie etwas mit einer Mannschaft“, gestand der Trainer. Der Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Regensburg sei zwischendrin gut fürs Gemüt gewesen, das schon, aber dennoch forderte Kohfeldt: „Wir müssen jetzt klar bleiben. Die größte Sorge, die ich habe, ist, dass wir uns verlieren, denn wenn das passiert, wird es kribbelig, wofür ich aber keine Anzeichen sehe.“ Kurz vor Weihnachten in der Vorsaison, da sei es Werder Bremen passiert, erinnerte der Trainer, der solche Auftritte wie beim damals denkwürdigen 0:5 Heim-Debakel gegen Mainz und beim blutleeren 0:1 in Köln nie wieder von seiner Mannschaft sehen möchte. Dann doch lieber Mut und Entschlossenheit, was jüngst gegen Leipzig der Plan gewesen war, letztlich aber nicht aufging.

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen RB Leipzig überraschte

Kohfeldt überraschte gegen das Spitzenteam mit seiner Aufstellung in zweifacher Weise, einmal rein personell und auch, was die offensive Ausrichtung betrifft. Da Spieler wie Milot Rashica, Milos Veljkovic und Kevin Möhwald nicht fit genug für 90 Minuten gewesen seien, habe er sich einen Plan überlegen müssen, erklärte Kohfeldt, der sich letztlich gegen das Mauern und für das Mitspielen entschied, was nach 20 ordentlichen Minuten nicht mehr funktionierte. Ab dem Moment, als RB Leipzig Betriebstemperatur erreicht hatte, lief Werder Bremen bis zum 0:3-Pausenrückstand, herausgeschossen von Dani Olmo (23.) und Alexander Sörloth (32./41.), nur noch hinterher. In Hälfte zwei, als Milot Rashica verkürzte (61./Handelfmeter) und Marcel Sabitzer sofort antwortete (63.), lief es zwar etwas, aber nicht bedeutend besser. Kapitän Niklas Moisander fasste das Spiel später so zusammen: „Wir haben versucht, Leipzig ein bisschen zu überraschen, mutig und mit Druck zu spielen. Das war unsere Taktik heute. In der ersten Halbzeit hat sie nicht funktioniert.“ Außerdem habe das Team zu einfache Fehler vor den Gegentoren gemacht, was für Kohfeldt übrigens Hauptgrund der Niederlage war.

„Wir waren im eigenen Strafraum zu nachlässig. Drei der vier Gegentore müssen wir verteidigen“, ärgerte er sich. Die offensivere Ausrichtung hatte für den Trainer nicht nennenswert zum Misserfolg beigetragen. „Ich sage es ganz klar: Es ist immer besser, etwas zu probieren, als sich auf den Rücken zu legen und zu sagen: Hoffentlich nicht so doll. Aus fußballfachlicher Sicht kann man es an der mannschaftstaktischen Leistung heute nicht festmachen“, betonte er.

Werder Bremen muss am kommenden Sonntag gegen Borussia Dortmund ran

Demnach wäre es keine Überraschung, wenn die Bremer auch am kommenden Sonntag in Dortmund einen ähnlich Plan auf dem Platz verfolgen, der dann aber möglichst von Erfolg gekrönt sein sollte. Neben wertvollen Punkten hätte das für den Trainer noch einen netten Nebeneffekt: Gewisse Nachfragen würden ihm erspart bleiben. In welchen Belangen Leipzig qualitativ denn generell besser sei als Werder Bremen, wollte ein Journalist am Samstag wissen. Die Antwort, wie aus der Pistole geschossen: „Sprint, Körperlichkeit, Ballsicherheit, Effektivität.“ Nachfrage: Und umgekehrt? Langes Grübeln des Trainers, dann die Befreiung aus einer brenzligen Situation, wie es seine Spieler auf dem Platz viel zu selten geschafft hatten: „Das wäre anmaßend. Ich kann nur sagen, wo ich uns schwächer sehe.“ (dco)

(Kommentar: Kohfeldt muss bei Werder für Sicherheit sorgen)

Zum Spielbericht vom 11. April 2021:

Werder Bremen geht beim Kohfeldt-Experiment gegen RB Leipzig unter

Bremen – Überraschend kam die Niederlage des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig nicht, die Art und Weise dieses 1:4 (0:3) war es dann aber doch. Das lag vor allem an der besonderen Aufstellung von Trainer Florian Kohfeldt, aber genauso an der Bremer Unterlegenheit gegen einen stark aufspielenden Tabellenzweiten aus Leipzig. Dani Olmo (24.), Alexander Sörloth (32. und 38.) und Marcel Sabitzer (63.) sorgten für klare Verhältnisse. Bei Werder durfte sich immerhin Milot Rashica über sein erstes Saisontor freuen (61./Handelfmeter). Doch das dürfte wenig interessieren, zumal sich Ömer Toprak verletzt hat und auszufallen droht. Das wäre ziemlich bitter, denn der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt nur noch fünf Punkte und kann heute noch weiter schrumpfen.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt vertraut gegen RB Leipzig auf Christian Groß und Manuel Mbom

Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte mit seiner Aufstellung für große Verwunderung gesorgt. Denn er nahm nicht nur gleich fünf Veränderungen im Vergleich zum Pokalspiel am Mittwoch in Regensburg vor, sondern stellte dabei auch den 19-jährigen Eren Dinkci zum ersten Mal in die Startelf. Davie Selke hat da wesentlich mehr Erfahrung, sein Einsatz von Beginn an war nach den schwachen Auftritten in den vergangenen Wochen aber fast genauso überraschend. Dafür saßen Milot Rashica und Pokal-Matchwinner Yuya Osako nur auf der Bank. Genauso wie Kevin Möhwald, der im Mittelfeld eigentlich als gesetzt gilt – vor allem wenn Maximilian Eggestein wie gegen Leipzig wegen einer Gelbsperre fehlt. Doch Florian Kohfeldt vertraute im Mittelfeld Christian Groß und Manuel Mbom, der fünf Bundesligaspiele am Stück für Werder Bremen nicht zum Einsatz gekommen war. Insgesamt ein durchaus gewagtes Experiment.

„Ich will nach der englischen Woche heute Spieler auf dem Feld haben, die über 90 Minuten Tempo und Intensität auf den Platz bringen“, erklärte Kohfeldt vor der Partie. So sei zum Beispiel ein Milot Rashica nach den vielen Spielen inklusive Nationalmannschaft etwas müde. Anders als Ömer Toprak, der nach überstandenen Rückenproblemen in die Dreierkette zurückkehrte. Felix Agu ersetzte den verletzten Linksverteidiger Ludwig Augustinsson.

Werder Bremen wurde von RB Leipzig mit One-Touch-Football quasi schwindelig gespielt

Werder Bremen begann durchaus mutig, attackierte RB Leipzig auch mal in der gegnerischen Hälfte. Die Gäste bestimmten dennoch deutlich das Spielgeschehen, ohne dabei gefährlich vor das Tor zu kommen. Werder ließ nur einen Schuss von Justin Kluivert ans Außennetz zu (13.). Auf der anderen Seite probierte es Dinkci mit einem frechen Schlenzer, der über das Tor ging (21.). Noch viel frecher waren dann aber die Gäste. Sie spielten Werder mit One-Touch-Football quasi schwindelig – und Dani Olmo vollstreckte cool zum 1:0 (24.). Ein schwer zu verteidigender Treffer, wenngleich die Bremer einmal mehr nicht handlungsschnell genug agiert hatten.

Es folgte die Was-wäre-wenn-Szene des Spiels. Denn Selke hatte nach einer Friedl-Ecke das 1:1 auf dem Kopf, platzierte den zuvor leicht abgefälschten Ball jedoch neben das Tor (24.). Was für eine Chance für Werder Bremen! RB Leipzig ließe sich solche Gelegenheiten nicht entgehen. Alexander Sörloth köpfte die Kugel nach Nkunku-Flanke gekonnt zum 2:0 ins Netz (32.). Allerdings hatte ihn auch Gegenspieler Theodor Gebre Selassie einfach gewähren lassen. Werders Tscheche war aber nicht der Alleinschuldige, wie schon beim 0:1 hatte es eine ganze Fehlerkette gegeben. Genauso beim 0:3 (38.), das erneut auf Sörloths Konto ging, der eine Orban-Hereingabe verwertete. Zuvor hatten erst Jiri Pavlenka, dann Marco Friedl den Gästen den Ball quasi geschenkt und danach ihre Kollegen wieder einmal zu langsam verteidigt.

Werder Bremen: Ömer Toprak verletzt sich im Spiel gegen RB Leipzig

Als kurz vor der Pause auch noch Toprak mit einer Wadenverletzung vorzeitig in die Kabine humpelte, war Werders Halbzeit-Fiasko endgültig perfekt. Jetzt konnte es nur noch darum gehen, ein Debakel zu verhindern und die Tordifferenz im Abnstiegskampf nicht noch weiter zu verschlechtern. Florian Kohfeldt reagierte und korrigierte damit auch ganz offensichtlich seine Entscheidung für die Talente. Der schwache Mbom musste runter, genauso wie Dinkci, der allerdings nicht ganz so negativ aufgefallen war. Es kamen Möhwald und Rashica sowie Veljkovic für den verletzten Toprak. Hinten wurde beim SV Werder Bremen von Dreier- auf Viererkette umgestellt.

Siehe da: Werder Bremen konnte den Spielfluss der Gäste, die vor der Pause 74 Prozent Ballbesitz hatten, etwas stoppen. Rashica gab mit einem guten Freistoß sogar ein erstes Lebenszeichen ab (51.). Und es kam noch besser für den Kosovaren, der in dieser Saison noch nicht getroffen hatte. Nach einem Handspiel von Kevin Kampl zeigte Schiedsrichter Florian Badstübner auf den Punkt, den fälligen Strafstoß verwandelte Rashica zum 1:3 (61.). Sollte da etwa doch noch etwas für Werder gehen? Nein! Nur zwei Minuten später stellte Marcel Sabitzer nach einer Heinrichs-Hereingabe den alten Abstand wieder her, weil vor allem Friedl und Agu einmal mehr nicht konsequent genug verteidigt hatten. Ein Trauerspiel! Das für Agu ebenfalls vorzeitig endete. Der 21-Jährige musste mit muskulären Problemen runter, für ihn kam Romano Schmid. Da es Leipzig nun etwas ruhiger angehen ließ, passierte nicht mehr viel. (kni)

Der Liveticker zum nachlesen:

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Schluss - Werder gegen Leipzig chancenlos!

17.22 Uhr: Freunde, was sollen wir sagen? Das war heute gar nichts. Werder verliert ganz deutlich mit 1:4 gegen RB Leipzig. Durch Rashicas Elfmetertreffer in der 61 Minute gab es einen Funken Hoffnung, den Sabitzer mit seinem Treffer nur zwei Minuten später in der 63. Minute zerstörte. Über die ganze Partie hatten die Hausherren heute kaum eine Chance. Leipzig hat das clever gespielt und fast jede Chance im Kasten versenkt. Für Werder heißt es nun: Mund abputzen und gegen Dortmund eine Reaktion zeigen!

17.21 Uhr: Abpfiff! Ganz pünktlich pfeift Schiedsrichter Badstübner ab.

90. Min: Die letzte Minute der offiziellen Spielzeit läuft. Wie viel gibt es obendrauf?

88. Min: Möhwald versucht Selke gut 20 Meter vor dem gegnerischen Tor anzuspielen. Doch mehr als ein Versuch ist der Pass nicht. Viel zu stramm, halbhoch, segelt der Ball an Selke vorbei.

86. Min: Die Mannschaften halten sich vorwiegend im Halbfeld auf.

83. Min: Und auch die Bremer wechseln nochmal. Sargent hat Feierabend. Für die letzten Minuten darf Osako ran.

82. Min: Nächster Wechsel von Julian Nagelsmann. Sabitzer darf runter, Hwang ersetzt ihn.

81. Min: So langsam ist die Luft raus. Werder bemüht sich zwar den Ball über mehrere Stationen nach vorne zu treiben, wirklich gelingen will das jedoch nicht. Leipzig spielt das hingegen sehr abgezockt und macht nicht mehr als muss.

78. Min: Leipzig scheint sich mit dem Ergebnis anzufreunden. Die Gäste halten den Ball in den eigenen Reihen, ohne wirklich nach vorne zu spielen. Werder lässt das Spiel über sich ergehen.

75. Min: Doppelwechsel bei den Leipzigern. Olmo und Halstenberg gehen. Dafür kommen Samardzic und Klostermann.

74. Min: Hat Werder noch den Willen etwas für ihre Tordifferenz zu tun? Es scheint nicht wirklich so zu sein. Immerhin wird nur zarghaft nach vorne gespielt.

70. Min: Ist das schlecht! Selke bekommt eine Flanke hervorragend in den Fuß gespielt, verarbeitet den Ball gut und kann sich anschließend nicht entscheiden, ob er an seinem Gegenspieler vorbeizieht oder Rashica in Szene setzen soll. Am Ende entscheidet sich der Stürmer für einen Abschluss und verzieht deutlich - sein Versuch landet gut zwei Meter neben dem linken Pfosten.

68. Min: Und da ist der nächste Wechsel. Für Agu geht es nicht weiter. Schmid ersetzt ihn.

67. Min: Für Agu scheint es nicht weiterzugehen. Der junge Außenverteidiger hält sich den linken Oberschenkel und muss draißen behandelt werden.

65. Min: Leipzig scheint jetzt wieder richtig Bock auf die Partie zu haben und schaltet einen Gang nach oben. Kann Werder mithalten?

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Marcel Sabitzer kontert Milot Rashicas Ehrentreffer

63. Min: Die Freude währt nur kurz! Leipzig trifft zum 4:1! Nkunku und Henrichs haben auf dem rechten Flügel viel zu viel Platz und tanzen Friedl auf dem Bierdeckel aus. Die Hereingabe von Henrichs vollendet Sabitzer zum nächsten Treffer!

61. Min: Nagelsmann wechselt: Haidara kommt für Kluivert.

61. Min: Rashica legt sich den Elfmeter zurecht, schaut kurz und verlädt Gulacsi. Der Schuss des Flügelstürmers landet im unteren rechten Eck, Gulacsi springt nach links! Jetzt steht es nur noch 1:3!

59. Min: Elfmeter für Werder! Rashica flankt den Ball an den Fünfmeterraum. Dort können die Leipziger in Form von Sabitzer nicht konsequent klären. Der Klärungsversuch springt an den Arm von Kampl - richtige Entscheidung!

58. Min: Werder scheinen die Auswechslungen gut getan zu haben. Defensiv stehen die Grün-Weißen wieder kompakter.

53. Min: Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um über die Auswechslung von Toprak zu sprechen. Werders Abwehrchef hatte in der Vergangenheit immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nun scheint es mal wieder die Wade erwischt zu haben. Wie schlimm die Verletzung wirklich ist, ist noch nicht bekannt. Wir verraten es euch, wenn wir mehr wissen.

51. Min: Nächster Freistoß für Grün-Weißen. In gut 30 Metern Entfernung legen sich Friedl und Rashica das Kunstleder hin. Nach einer kurzen Besprechung führt Letzterer aus und zirkelt das Spielgerät knapp über die Querlatte.

48. Min: Sargent schickt Agu auf dem rechten Flügel. Der junge Außenverteidiger verliert kurz die Orientierung, kann gegen Halstenberg immerhin ein Foul ziehen. Die anschließende Standardsituation bringt nichts ein.

47. Min: Für Grün-Weiß kann es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Mit einem Sieg dürften nur noch die größten Optimisten rechnen.

46. Min: Auch auf Seiten der Leipziger wurde gewechselt. Henreichs ist für Adams neu mit von der Partie.

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Ömer Toprak muss verletzt vom Feld

46. Min: Weiter geht‘s im zweiten Durchgang. Natürlich kann es nicht so weitergehen wie in den ersten 45 Minuten. Kohfeldt reagiert und bringt Veljkovic, Möhwald und Rashica. In der Kabine bleiben der angeschlagene Toprak sowie Mbom und Dinkci.

16.24 Uhr: Werfen wir einen Blick auf die anderen Plätze:

Bayern München 0:0 Union Berlin

Eintracht Frankfurt 2:1 VfL Wolfsburg

Hertha BSC 1:2 Borussia Mönchengladbach

16.20 Uhr: Was ein Debakel! Die Überlegenheit der Gäste ist erdrückend. Offensiv findet Werder überhaupt nicht statt und defensiv? Bis zum ersten Gegentreffer (23. Min durch Olmo) sah das auch ganz ordentlich aus. Doch mit dem Rückstand ging so ziemlich alles in die Brüche. Die Grün-Weißen sind kaum noch in die Zweikämpfe gekommen, haben viel zu schnell die Bäller verloren und dürfen sich somit auch nicht wundern, warum sie schon drei Treffer gefressen haben.

16.17 Uhr: Halbzeit! Mit 0:3 liegt Werder nach 45 Minuten zurück. Was erwartet uns im zweiten Durchgang?

45. Min: Wird es jetzt ganz bitter? Toprak bleibt nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum auf dem Boden liegen und fasst an die linke Wade. Werders Abwehrchef humpelt mit Schmerzen in die Kabine.

44. Min: Freunde, so macht das keinen Spaß. Leipzigs Überlegenheit ist erdrückend. Alle drei Torschüsse landeten im Kasten von Pavlenka, zudem halten die Gäste zu 74 Prozent den Ball in den eigenen Reihen. Werder hat noch keinen einzigen Schuss auf das Tor von Leipzigs Gulacsi abgefeuert.

41. Min: Und der nächste Treffer! Werder bekommt einfach keinen Zugriff. Da Orban defensiv nichts zu tun hat, schaltet sich der Verteidiger ins Offensivspiel ein - mit Erfolg, wie sich zeigt. Auf dem rechten Flügel setzt er sich gegen Agu durch, flankt flach in den Fünfmeterraum, wo auch schon Sörloth angesprungen kommt und problemlos einschiebt. 3:0 Leipzig!

38. Min: Glück für Werder! Halstenberg hat sich in die Spitze geschlichen, bekommt den Ball per Chip von Sabitzer im Strafraum serviert und schließt per Volley direkt ab. Bei dem Abschluss hat Pavlenka keine Chance, doch Badstübner entscheidet direkt auf Abseits - richtige Entscheidung.

36. Min: Für Werder wird es mit dem zweifachen Rückstand natürlich nicht einfacher. Offensiv war bisher kaum etwas von den Hausherren zu sehen. Wenn sie das Match noch einmal offen gestalten möchten, müssen sie offensiv deutlich mehr anbieten.

32. Min: Da muss sich Werder selber an die Nase fassen. Nkunku lockt Agu nach draußen, Mbom geht nicht wirklich in den Zweikampf und so kann Nkunku ohne Probleme in den Strafraum flanken, wo schon der großgewachsene Sörtloth wartet. Leipzigs Stürmer kann ganz ungehindert zur 2:0-Führung einköpfen. Möglich ist das, weil Gebre Selassie viel zu weit vom Mann entfernt steht.

32. Min: Und der nächste Treffer! Diesmal ist es Sörloth, der den Ball mit dem Kopf im Tor unterbringt. Jetzt liegen die Bremer schon mit 0:2 hinten.

28. Min: Was macht denn Selke da? Nach einer Ecke kommt der Bremer Angreifer im Fünfmeterraum frei zum Kopfball, kann die Hereingabe jedoch nicht wirklich verarbeiten. Das Kunstleder rutscht ihm einfach über die Stirn - den muss er machen!

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Leipzig belohnt sich

24. Min: Da kann man Werder keine Vorwürfe machen - das war einfach nur gut gespielt von den Gästen. Durch die Mitte kombinieren sich die Leipziger an den Sechzehnmeterraum. Kampl setzt sich stark gegen Selke durch, setzt Olmo in Szene, der wiederum per Hacke zurück auf Kampl ablegt. Letzterer ist es, der den Ball perfekt in die Gasse zu Olmo durchsteckt. Der Spanier lässt sich nicht zweimal bitten und trifft eiskalt aus gut sieben Metern.

24. Min: Und da ist es passiert! Leipzigs Olmo trifft zum 0:1 aus Sicht der Hausherren!

21. Min: Erste Szene von Dinkci! Der Startelfdebütant bekommt die Kugel vor dem gegnerischen Strafraum, legt sich das Spielgerät auf den linken Schlappen und will ihn gekonnt in den Winkel zirkeln. Die Idee ist gut, die Ausführung leider nicht. Der erste Schussversuch der Grün-Weißen landet einen guten Meter über dem Querbalken.

20. Min: Toprak macht bis hierhin eine ganze starke Partie. Der Abwehrchef fängt so gut wie jeden Ball in die Tiefe ab.

18. Min: Werder muss auf den schnellen Kluivert aufpassen. Eben wurde der Flügelstürmer von seinem Kapitän Sabitzer in die Tiefe geschickt. Doch Glück für Werder: Der Steilpass wird deutlich zu lang und Pavlenka kann ohne Probleme zugreifen.

17. Min: Fast der Hauch von Gefahr! Werder bekommt auf dem rechten Flügel einen Freistoß zugesprochen, den Friedl ausführt. Der Österreicher hebt den Ball halbhoch Richtung Fünfmeterraum - doch der Schiedsrichter entscheidet auf Abseits.

13. Min: Schöner Spielzug der Gäste! Nkunku prescht mit dem Ball in die gegnerische Hälfte, hebt kurz den Kopf und flankt das Kunstleder punktgenau in den Lauf von Kluivert in den Sechzehner. Der Niederländer pflückt den Ball hervorragend mit dem rechten Fuß aus der Luft, legt ihn sich auf den linken und zieht direkt ab - Außennetz! Pavlenka wäre aber wohl auch zur Stelle gewesen.

11. Min: Mit kleineren Fouls unterbindet Werder den Spielaufbau der Leipziger. Diesmal war es Gebre Selassie, der Kevin Kampl im Halbfeld auf den Hosenboden befördert.

9. Min: Leipzig gibt weiterhin den Ton an, ohne wirklich gefährlich zu werden. Die Fünferkette der Hausherren steht sicher.

5. Min: Bis auf Konaté sind alle Leipziger Feldspieler in der gegnerischen Hälfte. Wie erwartet, rührt Werder hinten den Beton an.

4. Min: Werder kann den Ball kaum in den eigenen Reihen behalten. Kaum hat ein Grün-Weißer den Ball, ist er auch schon wieder weg.

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Anpfiff!

1. Min: Bereits in den Anfangssekunden zeigen die Leipziger, wer das Heft des Handelns übernehmen will. Mit schnellen Kombinationen versuchen die Leipziger in den Gefahrenbereich zu gelangen. Werder hingegen sortiert sich erst einmal in der Defensive und konzentriert sich aufs Verteidigen.

1. Min: Anpfiff ! Leipzig beginnt die Partie.

15.27 Uhr: Die Mannschaften stehen bereit, gleich geht‘s raus auf den Rasen.

15.23 Uhr: „Wir sind noch nicht durch“, mahnt Florian Kohfeldt bei den Kollegen von Sky. Der Chefcoach weiß natürlich, dass die sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang ganz schnell aufgebraucht sind.

15.21 Uhr: Kurios: Die Hausherren sind in letzten beiden Bundesliga-Partien durch ein Eigentor in Rückstand geraten. Gegen den VfL Wolfsburg war Josh Sargent der Unglücksrabe, der mit seinem Treffer ins eigene Netz die 1:2-Niederlage einleitete. Beim Auswärtsmatch gegen den VfB Stuttgart markierte hingegen Augustinssons Eigentor auch den Endstand zum unglücklichen 0:1. Hoffen wir einmal, dass die Grün-Weißen wissen, wo das richtige Tor steht.

15.09 Uhr: Freunde, nochmal zurück zur Startaufstellung der Bremer. Da hat sich ein Fehlerteufel eingeschlichen. Natürlich spielt Abwehrchef Ömer Toprak und nicht Milos Veljkovic.

15.08 Uhr: Uns bleibt noch ausreichend Zeit, um einen Blick auf das Schiedsrichtergespann zu werfen. Hauptverantwortlicher ist Schiedsrichter Florian Badstübner aus Windsbach. An der Seitenlinie wird er von Markus Schüller und Thomas Stein unterstützt. Vierter Offizieller ist Christof Günsch. Im Kölner Video-Keller macht es sich Tobias Welz gemütlich und prüft die ganz brenzligen Situationen.

15.04 Uhr: Einen Knipser suchen wir auf beiden Seiten vergebens. Bei Werder vermag es kein Spieler mehr als fünf Treffer zu erzielen. Nicht viel besser sieht es bei den Gästen aus. Kein Leipziger kommt auf mehr als sechs Tore.

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Was ist gegen den Angstgegner der Grün-Weißen zu holen?

15.00 Uhr: Wie schwer die Partie für die Hausherren wird, verrät der Blick auf die Statistik. 9-Mal sind die beiden Teams in der Bundesliga aufeinander getroffen - 6-Mal ging Werder als Verlierer vom Feld, 2-Mal konnte ein Dreier eingefahren werden und in einer Partie wurden die Punkte geteilt.

14.57 Uhr: Trotz einiger Überraschungen in der grün-weißen Anfangself: Abschenken will das Team von Florian Kohfeldt die Partie nicht. Zwar beträgt der Vorsprung auf den gefürchteten Relegationsrang aktuell komfortable sieben Punkte - doch wie wir alles wissen, kann sich das ganz schnell ändern.

14.52 Uhr: Die wohl größte Überraschung in der Startelf des SV Werder Bremen ist natürlich Eren Dinkci. Der insgesamt 4-Mal Spielpraxis in der Bundesliga sammeln durfte und den Siegtreffer gegen Mainz am 13. Spieltag markieren konnte, doch die Einsätze kamen immer nach einer Einwechslung zustande. Nun darf der Deutschtürke das erste Mal von Beginn an ran.

14.49 Uhr: Unter der Woche gab es einen 1:0-Arbeitssieg gegen Jahn Regensburg und zog somit ins Halbfinale ein. Und wer wartet da natürlich? richtig, RB Leipzig. Vielleicht lässt sich somit auch die außergewöhnliche Aufstellung von Florian Kohfeldt erklären, der natürlich - wie die gesamte Mannschaft - vom Finale in Berlin träumt.

14.47 Uhr: Erfolgreicher präsentieren sich die heutigen Hausherren hingegen im DFB-Pokal.

14.42 Uhr: Nicht ohne Grund steht das Team von Julian Nagelsmann auf Platz 2 in der Bundesliga. Zwar sind es sieben Punkte Rückstand auf den Branchenprimus Bayern München, doch genügend Partien sind noch zu spielen. Für Werder geht es hingegen um das Zurückfinden in die Erfolgsspur. Gegen Leipzig möchte man nach drei Niederlagen in der Liga (1:3 gegen Bayern, 1:2 gegen Wolfsburg und 0:1 gegen Stuttgart) mindestens einen Punkt an der Weser behalten.

14.41 Uhr: Wir dürfen gespannt sein, wie sich Werder gegen Leipzig präsentieren wird. Eines ist sicher: Die Rollen sind vor Anpfiff klar verteilt. Als großer Favorit beginnen natürlich die Roten Bullen.

14.37 Uhr: Freunde, Florian Kohfeldt ist immer wieder für eine Überraschung gut. Was sollen wir zu der Startaufstellungen sagen? Christian Groß hat sich als Ersatz für Maxi Eggestein bereits angedeutet. Dass aber auch Mbom im Mittelfeld beginnen darf, war nicht unbedingt absehbar. Zudem dürfen in vorderster Front Selke und Dinkci neben Sargent starten.

14.33 Uhr: Und wie sieht es bei den Gästen aus Leipzig aus? Julian Nagelsmann lässt wie folgt spielen: Gulacsi - Halstenberg, Orban, Konaté, Adams - Nkunku, Kampl, Sabitzer, Olmo, Kluivert - Sörloth.

Werder Bremen gegen RB Leipzig im Live-Ticker: Überraschungen in der Startelf - Eren Dinkci beginnt für Grün-Weiß

14.30 Uhr: Lange lassen die Grün-Weißen nicht auf sich warten. So stellt Trainer Florian Kohfeldt auf: Pavlenka - Friedl, Moisander, Toprak - Agu, Groß, Mbom, Gebre Selassie - Sargent, Selke, Dinkci.

14.23 Uhr: Was glaubt Ihr, wie lässt Coach Kohfeldt heute spielen? Wird der Beton angerührt oder überraschen die Grün-Weißen mit einer offensiveren Ausrichtung? Eines steht schon einmal fest: Maxi Eggestein kann heute nicht dabei sein. Der Bremer Mittelfeldmotor muss aufgrund seiner 5. Gelben passen. Ähnlich verhält es sich bei Ludwig Augustinsson. Der Schwede ist jedoch nicht gesperrt, sondern fällt verletzungsbedingt aus.

14.20 Uhr: Freunde, herzlich willkommen zur Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und RB Leipzig. Nach dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals möchte Werder mit einem Sieg gegen die Roten Bullen auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Hier gab es immerhin drei Niederlagen am Stück.

Werder Bremen gegen RB Leipzig - der Vorbericht:

Werder Bremen und der Druck vor RB Leipzig: Normal und doch bedrohlich

Der SV Werder Bremen will am 28. Bundesliga-Spieltag gegen RB Leipzig nach zuletzt drei Liga-Pleiten in Folge endlich wieder Punkte holen und einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Der Vorbericht der DeichStube*.

Es war eine schmerzhafte Erfahrung, die Werder Bremen vor nunmehr vier Monaten sammeln musste, und zwar eine von der Art, die noch lange nachwirkt. Die sich ganz einfach nicht abschütteln lässt. Schauplatz Leipzig, RB-Arena, nahe der großen Festwiese, auf der einst Michael Jackson und die Rolling Stones aufgetreten sind, was für die Bremer an diesem 12. Dezember 2020 natürlich überhaupt keine Rolle spielte. Schließlich hatten sie selbst mehr als genug damit zu tun, der für sie relevanten Musik nicht allzu sehr hinterher zu rennen.

Letztlich glückte das nicht. Während des Hinspiels gegen RB Leipzig setzte es am Ende eine 0:2-Niederlage, die in der Höhe zwar kein Debakel, in allen anderen Belangen aber dennoch vor allem eines für die Bremer war: ernüchternd. „Wir waren an dem Tag nicht schlecht, aber einfach nicht gut genug, um Leipzig zu schlagen“, erinnert Werder-Trainer Florian Kohfeldt, der während des weiteren Saisonverlaufs mehrfach in Richtung Leipziger Festwiese zurückblickte, um die Partie als bis dato einzige auszuklammern, in der seine Mannschaft chancenlos gewesen sei. Stichwort: Schmerzhafte Erfahrung. Am Samstag soll sie nun endlich überschrieben werden, wenn Leipzig für das Rückspiel in Bremen gastiert und es für Werder Bremen um wichtige Punkte gegen den Negativtrend geht.

Werder Bremen gegen RB Leipzig unter Druck? Nicht für Florian Kohfeldt

Gegen die Bayern, gegen Wolfsburg und auch in Stuttgart gab es für Werder Bremen zuletzt nichts zu holen, macht also drei Niederlagen am Stück, die wiederum den Vorsprung auf die unerfreuliche Tabellenregion von komfortablen elf auf immer noch ordentliche sieben Zähler bröckeln ließ. Angesichts der Qualität der kommenden Gegner (nach Spiel gegen RB Leipzig geht es für Werder nach Dortmund) ist die tabellarische Ausgangslage aber durchaus angespannt, was Florian Kohfeldt sich entweder nicht anmerken lässt, oder aber schlichtweg nicht so empfindet. „Wenn man so eine Situation als Druck bezeichnen will, dann war der Druck nie weg“, sagt der 38-Jährige und hebt mit Blick auf das Saisonziel „stabiler Klassenerhalt“ hervor: „Bei uns hat keiner gesagt, dass schon irgendetwas entschieden ist. Ich jedenfalls bin abends in dieser Saison noch nie ins Bett gegangen und habe gedacht: Super, erste Liga spielen wir hier auf jeden Fall nächstes Jahr.“ Richtige Sorgen seien das aber nicht, und er würde sich selbige auch erst machen, „wenn wir kopflos agieren würden und keine Stabilität hätten“. Beides hat der Trainer während der vergangenen Wochen jedoch trotz der Niederlagen nicht feststellen können.

Werder Bremen: Gegner RB Leipzig stellt mit Wolfsburg die beste Defensive der Liga

In der Tat sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Werder Bremen in den jüngsten Spielen zwar wahrlich keine Bäume ausgerissen, das Spielglück andererseits aber auch nicht unbedingt auf seiner Seite gehabt hatte. Ohne die Eigentore von Josh Sargent (während des 1:2 gegen Wolfsburg) und Ludwig Augustinsson (während des 0:1 in Stuttgart) hätte der eine oder andere Punkt durchaus herausspringen können. Weil es nicht geklappt hat, soll es nun gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig nachgeholt werden, gegen eine Mannschaft, die gemeinsam mit Wolfsburg die beste Defensive der Liga stellt – und die nach dem bitteren 0:1 gegen die Bayern mit reichlich Entschlossenheit nach Bremen reisen dürfte. Denn schon ein Unentschieden gegen Werder Bremen würde die Leipziger Resthoffnung auf den Titelgewinn wohl krachend einstampfen, wie es sonst nur leere Limodosen von Schuhsohlen kennen.

Wereder Bremen und RB Leipzig treffen auch im DFB-Pokal wieder aufeinander

Um für die große Überraschung (denn nichts anderes wären Bremer Punkte gegen die Sachsen) sorgen zu können, hat sich Florian Kohfeldt natürlich auch das schmerzhafte Hinspiel des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig noch einmal angesehen. „Wir haben schon nochmal überlegt, welche Möglichkeiten wir haben, um gewisse Dynamiken im Spiel anders zu beeinflussen“, sagt er, was vermutlich bewusst vage klingen soll, aber nichts anderes heißen dürfte als: Was wir tun können, um nicht wieder chancenlos zu sein. Kohfeldt weist dabei zurecht darauf hin, dass im Vergleich zum 0:2 am Samstag einiges anders sein wird, die Personalsituation auf beiden Seiten zum Beispiel – und vor allem: Werders Qualität.

„Ich finde, dass wir uns seit dem Hinspiel spielerisch deutlich entwickelt haben, insbesondere im Spielaufbau gegen pressingstarke Mannschaften“, sagt der Trainer. Auch insgesamt sei das Bremer Grundniveau gestiegen. „Und natürlich würde es mich auch nicht stören, wenn Leipzig nicht an 100 Prozent kommt“, schmunzelt Kohfeldt, der freilich nichts lieber täte, als die Vorzeichen vor dem DFB-Pokal-Halbfinale, in dem sich beide Mannschaften am 30. April schon wieder begegnen, durch einen Erfolg im Liga-Spiel umzukehren. Selbstbewusste Bremer hier, Leipziger mit einer schmerzhaften Erfahrung im Gedächtnis dort – für Werder Bremen hätte das durchaus was. (dco) Auch interessant: Attacke auf Mannschafts-Bus von RB Leipzig geplant? Bremer Polizei warnt gewaltbereite Werder-Fans. So seht Ihr das Bundesliga-Duell von Werder Bremen und RB Leipzig live im TV! *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der Weser Kurier Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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