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Nächster WM-Teilnehmer steht fest: Eingewechselter Torwart wird mit „Hampelmann“-Aktion zum Helden

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Von: Antonio José Riether

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Am Montagabend fand das vorletzte Entscheidungsspiel um die WM-Teilnahme in Katar statt. Das Duell zwischen Australien und Peru ging bis ins dramatische Elfmeterschießen.

Doha - Am 21. November diesen Jahres beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Nachdem die walisische Nationalmannschaft das letzte europäische Ticket für das Turnier löste, steht nun auch das 31. der 32 Teilnehmer-Teams fest. Am Montagabend fand das erste von zwei interkontinentalen Entscheidungsspielen statt, im Ahmed-bin-Ali-Stadium im Gastgeberland Katar trafen Australien und Peru aufeinander. Die Entscheidung fiel nach einem dramatischen Elfmeterschießen.

WM-Qualifikation: Australien mit hürdenreichem Weg ins Entscheidungsspiel gegen Peru

Für manche Nationalmannschaften ist der Weg bis zur WM-Teilnahme besonders steinig. Die Peruaner duellierten sich in ihrer immergleichen Qualifikationsgruppe mit den anderen Südamerikanischen Conmebol-Mitgliedern. Nach 18 Quali-Spielen landete die „Blanquirroja“ auf dem fünften Tabellenplatz, der das Entscheidungsspiel gegen einen Asien-Vertreter bedeutete.

Die Australier hingegen mussten sich in der zweiten Runde der Asien-Quali in einer Fünfergruppe durchsetzen, um in der dritten Runde in einer von zwei Sechsergruppen um die ersten beiden WM-Plätze zu spielen. Die „Socceroos“ wurden jedoch nur Dritter und mussten somit in ein erstes Entscheidungsspiel gegen den Dritten aus der zweiten Asien-Gruppe, die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit 2:1 setzte sich Australien am 7. Juni in Doha durch und qualifizierte sich für das letzte K.-o.-Spiel gegen den Südamerika-Vertreter Peru.

Australien-Coach nimmt Keeper Ryan zum Elfmeterschießen raus - Ersatzkeeper kommt zu drittem Einsatz

Das letzte und entscheidende Match war dann über lange Strecken eine spielerische Enttäuschung. Die ersten 90 Minuten endeten torlos, auch in der Verlängerung brachte keines der beiden Teams den Ball hinter die Linie. Und das trotz guter Gelegenheiten. Kurz vor dem Schlusspfiff packte Australiens erfahrener Coach einmal in seine Trickkiste und wechselte seinen Stammkeeper und Kapitän Mathew Ryan aus. Für das Elfmeterschießen brachte er Andrew Redmayne vom Sydney FC - mit Wunder-Wirkung.

Der 33-jährige Redmayne, der seine gesamte Karriere bei verschiedenen Vereinen in Down Under verbrachte, ließ bei seinem dritten Länderspieleinsatz nichts unversucht. So hampelte er auffällig viel auf der Linie herum, drehte dem Schützen den Rücken zu oder wedelte mit dem Armen. Die Peruaner zeigten sich beeindruckt, und das obwohl sie nach dem ersten vergebenen Strafstoß der Australier sogar im Vorteil waren.

Australien fährt nach Hampel-Paraden zur WM - 10.000 Peruaner trauern in Katar

Erst ließ sich der ehemalige Hoffenheimer Luis Advíncula von Redmaynes Bewegungen irritieren, er setzte seinen Elfmeter an den linken Pfosten und ließ die Australier wieder hoffen. Der fünfte peruanische Schütze war Alex Valera, er hätte zum 5:5 ausgleichen können. Doch Redmayne sprang unermüdlich auf der Torlinie herum - und hielt tatsächlich den entscheidenden Elfer. Der Jubel kannte keine Grenzen, die rund 500 mitgereisten Australier feierten ihr Team. Die etwa 10.000 Peruaner, die nach Katar gereist waren, konnten es hingegen nicht fassen.

Am Dienstag (14. Juni) entscheidet sich bei der Partie zwischen Costa Rica und Neuseeland, wer das Teilnehmerfeld der umstrittenen Wüsten-WM komplettiert. Australien trifft in der Gruppe D aus Dänemark, Tunesien sowie den Titelverteidiger Frankreich. (ajr)

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