1. Startseite
  2. Sport
  3. Fussball

WM-Revolution: Warum die Bälle jetzt vor dem Spiel an die Steckdose müssen

Erstellt:

Von: Marius Epp

Kommentare

Die WM in Katar ist auch eine WM der technischen Neuerungen. Warum die Bälle vor dem Spiel mit Strom aufgeladen werden müssen, erklären wir hier.

Doha - Die Zeiten, in denen einfach nur 22 Menschen gegen einen Ball traten, sind schon länger vorbei. Seit der WM 2022 sind auch die Zeiten vorbei, in denen das runde Leder einfach nur ein rundes Leder war.

Die Technologisierung des Fußballs schreitet weiter voran. Nach der Einführung des Video-Assistenten trifft es nun auch das Spielgerät als solches. Nicht zum ersten Mal: Den „Chip im Ball“ als Teil der Torlinientechnologie gibt es schon länger. Seit neuestem darf der Ball selbst als elektronisches Gerät bezeichnet werden.

WM 2022: Bälle müssen vor dem Spiel aufgeladen werden

Denn: Vor dem Spiel müssen die Spielbälle erst einmal ans Stromnetz. Grund ist ein neues System, das Abseitssituationen erkennen soll. Auch mit dem Videoassistenten war es in der Vergangenheit immer wieder zu Fehlentscheidungen gekommen. Die „halbautomatische Abseitserkennung“ kommt bei allen Spielen der WM (Spielplan der WM 2022) zum Einsatz.

Sie funktioniert so: Im Ball befindet sich ein Sender mit winzigem Akku, der vor dem Spiel aufgeladen werden muss. Zusammen mit zwölf Kameras rund um das Spielfeld wird die Position des Balles und der Spieler bis zu 50 Mal pro Sekunde erfasst. So lässt sich der Moment der Ballabgabe genau erfassen.

WM-Spielbälle an der Steckdose: Ein bizarr anmutendes Foto.
WM-Spielbälle an der Steckdose: Ein bizarr anmutendes Foto. © Twitter/Joe Pompliano

WM 2022: FIFA will mit neuer Abseits-Technologie schnellere und bessere Entscheidungen

Pierluigi Collina, Schiedsrichter-Chef der FIFA, erklärte: „Wir sind uns bewusst, dass es manchmal zu lange dauert, mögliche Abseitssituationen zu überprüfen, insbesondere, wenn die Abseitsentscheidung sehr eng ist. Hier kann die halbautomatische Abseitstechnologie dabei helfen, schneller und genauer zu entscheiden.“

Bislang würden Abseitsüberprüfungen rund 70 Sekunden dauern, mit dem neuen System könne man auf rund 25 Sekunden reduzieren. Über Videoleinwände sollen die Fans im Stadion über die Entscheidungen informiert werden. „Wir wollen akkurate Entscheidungen“, so Collina.

Weniger technologisch, aber nicht weniger interessant ist die Prognose eines „Zeitreisenden“, der verrät, wer Weltmeister wird. Er lag schon bei der EM 2021 richtig. (epp)

Auch interessant

Kommentare