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Bittere Löwen-Pointe in Ingolstadt

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Von: Markus Katzenbach

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Das DEL-Premierentor von Jung-Löwe Daniel Wirt (rechts) - am Ende aber reicht es nicht für Frankfurter Punkte in Ingolstadt.
Das DEL-Premierentor von Jung-Löwe Daniel Wirt (rechts) - am Ende aber reicht es nicht für Frankfurter Punkte in Ingolstadt. © © PuckpixbySteph

Daniel Wirt erlebt eine Premiere, dem Frankfurter Verteidiger glückt sein erstes DEL-Tor. Dass es am Ende ein bitterer Abend wird, liegt nicht zuletzt an Leon Hüttl, Wirts Spezi aus gemeinsamen Löwen-Entwicklungszeiten.

Ingolstadt -Für Daniel Wirt war dieser Dienstagabend schon ein besonderer, als noch nicht ganz 39 Spielminuten vergangenen waren, unabhängig davon, was hinterher noch passieren sollte. Nur sollte es schließlich eine Erinnerung mit bitterem Beigeschmack werden: Die Frankfurter Löwen, die der junge Verteidiger mit seinem ersten Tor in der ersten Klasse des deutschen Eishockeys in Führung gebracht hatte und denen nicht viel zum Erfolg gefehlt hatte, verloren eine hauchdünne Begegnung beim ERC Ingolstadt noch mit 2:3 (0:0, 1:0, 1:3). „Ein schönes Gefühl“, sagte Wirt über seinen Premierentreffer, „aber es hilft auch nicht, wenn wir am Ende keine drei Punkte holen, oder mindestens einen oder zwei“.

Vorher hatten die Löwen deren 17 aus zehn Partien gesammelt - eine stolze Bilanz für einen Aufsteiger, einen Zähler mehr gar als die Top-Sechs--Kandidaten aus Ingolstadt. Bis zu Wirts Premierentor war beider Begegnung eine eher zähe Angelegenheit gewesen, mit Abwehrreihen, die wenig Aufregung vor den Toren zuließen, und Angreifern, die keinen rechten Rhythmus fanden. Strafzeiten hüben und drüben hemmten den Spielfluss obendrein.

„Wir müssen besser laufen, das ist ein bisschen statisch“, mahnte Reece Scarlett im Pauseninterview bei Magenta-Sport nach dem ersten Drittel an. Der Löwen-Verteidiger, der am Sonntag beim 2:3 nach Verlängerung in Iserlohn nach rund einmonatiger Verletzungspause erstmals wieder ein paar Minuten auf dem Eis sammelte, erhielt auch diesmal wieder Spielpraxis, zur Wiedereingliederung. „Es ist noch ein bisschen hart“, meinte der Kanadier.

Von seiner Abwesenheit hatte in gewisser Weise der 22-jährige Wirt profitiert, der so mehr Eiszeiten erhielt als eingeplant. Nun traf er erstmals ins Tor, auf Vorlage von Dominik Bokk und Brendan Ranford, der im elften Saisonspiel in Serie einen Scorerpunkt verbuchte, als einziger DEL-Profi. Bittere Pointe für die Frankfurter: Ihr einstiger Ziehsohn Leon Hüttl glich für Ingolstadt aus (41.). Rylan Schwartz traf prompt wieder für die Löwen, sie waren am Drücker, trafen den Pfosten und wurden zwei Mal eiskalt erwischt: Charles Bertrand machte das 2:2 (55.), Frederik Storm spät das 3:2 (59.) - er hielt die Kelle in Hüttls Schlagschuss, Wirts Spezi aus gemeinsamen Löwen-Entwicklungszeiten.

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