Der nächste Frankfurter Frust: Für Stephen MacAulay und die Löwen war gegen Kaufbeuren mehr möglich als ein Punkt.
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Der nächste Frankfurter Frust: Für Stephen MacAulay und die Löwen war gegen Kaufbeuren mehr möglich als ein Punkt.

Eishockey

Bittere Pointe mit einem alten Bekannten

Der frühere Frankfurter Tobias Wörle versetzt den Löwen die nächste unnötige Niederlage

Frankfurt -Am Ende war es ein alter Bekannter aus erstklassigen Eishockey-Zeiten am Ratsweg, der dem Freitagabend seine bittere Schlusspointe verpasste. Tobias Wörle drückte den Puck in der Extraschicht über die Linie, die Frankfurter Löwen waren geschlagen - mit 3:4 (1:1, 1:2, 1:0/0:1) nach Verlängerung gegen Wörles heutigen Club, den ESV Kaufbeuren. Und statt mit drei Punkten auf den vierten Tabellenplatz der DEL 2 vorzurücken, mussten sie sich mit einem begnügen und die Ranglistennachbarn aus Kaufbeuren etwas näher heranrücken lassen. "Wir hätten das Spiel im letzten Drittel eigentlich gewinnen müssen, gegen einen guten Gegner", haderte Sportdirektor und Headcoach Franz-David Fritzmeier, Verteidiger Marius Erk ärgerte sich: "Wir waren wie gegen Landshut die bessere Mannschaft, aber das hilft einem nichts, wenn man verliert. Wir müssen einfach unsere Chancen nutzen."

Beiden Teams war gemein, dass sie zuvor das letzte von einem halben Dutzend Partien in nur elf Tagen verloren hatten, die Löwen nach vorher fünf Siegen in Serie, die Richtung insgesamt aber eigentlich stimmt. Nun, da zum Endspurt der Hauptrunde gar neun Partien in 17 Tagen abgesetzt sind, wollten die Frankfurter nach drei spielfreien Tagen frischer zu Werke gehen und gegenüber dem unnötigen 2:4 gegen den EV Landshut wieder eine Schippe mehr drauflegen.

Der eine oder andere Makel vom Montag allerdings war nicht abgestellt. Scheibenverluste leisteten sich die Löwen wieder zu viele, sie machten zu wenig aus ihren Chancen - und sie ließen sich wieder zu leicht das Spiel aus der Hand nehmen. Daniel Oppolzer (33.) und Jon Lammers mit Überzahltoren (33./36.) drehten die Partie. "Das hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht", meinte Fritzmeier. Kurz zuvor hätten seine Löwen gut und gerne auf die Treffer von Carter Proft (12.) und Stephen MacAulay im Powerplay (24.) noch einen draufzusetzen und auf 3:1 erhöhen können, vor allem durch Kale Kerbashian. Doch ihr bester Scorer vergab.

Anders als am Montag indes konnten die Gastgeber diesmal im letzten Drittel kräftig zulegen. Proft glich verdient aus (53.), drumherum gab es größte Gelegenheiten zum Sieg, Erk traf die Latte, bei 15:4 Torschüssen im letzten Abschnitt, ins Tor treffen aber sollte später nur noch der einstieg Lions-Stürmer Wörle auf der anderen Seite.

Der Spagat, neben dem trotz der Terminhatz intensivierten Training für die Play-offs sich in der Tabelle eine möglichst gute Ausgangsposition für die Entscheidungsspiele um Meisterschaft und Aufstieg zu verschaffen, glückte so für diesen Abend nicht. Die nächste Gelegenheit immerhin gibt es gleich am Sonntag (17 Uhr) in Crimmitschau.

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