Eishockey DEL2, Bietigheim Steelers - Loewen Frankfurt
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Noch ein Steelers- Tor: Der frühere Löwe Brett Breitkreuz (2. von rechts) kann sich freuen, die aktuellen Frankfurter weniger.

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Deftiges Ende der Löwen-Serie

  • Markus Katzenbach
    vonMarkus Katzenbach
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Nach zuvor fünf Siegen hintereinander verliert Frankfurt in Bietigheim mit 0:5.

Frankfurt – Vielleicht hätte man es schon erahnen können, als sich früh am Freitagabend zwei Frankfurter Löwen gegenseitig über den Haufen rannten. Als später selbst ihrem erfahrenen Kapitän Adam Mitchell einmal der Puck über die blaue Linie rutschte. Oder als dem routinierten Verteidiger Kyle Sonnenburg der zweite fürchterliche Fehlpass unterlief. Nach vielen guten Tagen erwischte der Eishockey-Zweitligist jedenfalls wieder einmal einen gebrauchten – und verlor so bei den Bietigheim Steelers deftig mit 0:5 (0:2, 0:2, 0:1), nach zuvor fünf Siegen in Serie.

Mit einem weiteren Erfolg hätte man den Aufstiegskonkurrenten vom dritten Tabellenplatz der DEL 2 verdrängen können, trotz vier Partien weniger. Nun liegen die Löwen wieder sechs Punkte hinter Bietigheim zurück. Während der ersten Drittelpause haderte Luis Schinko noch etwas mit der Szene, die diesem Spiel vielleicht eine andere Wendung hätte geben können. „Ich hatte einen guten Blick und würde schon sagen, dass es ein Tor war, weil der Torwart den Puck weit hat prallen lassen und zu keinem Zeitpunkt sicher hatte“, urteilte Luis Schinko im Interview beim Onlinesender Sprade TV über sein vermeintliches 1:1, das die Schiedsrichter wegen einer vermeintlichen Behinderung des Bietigheimer Torhüters Cody Brenner durch Kollege Carter Proft nicht gelten lassen wollten.

„Ist jetzt’aber egal, wir müssen einfach weiter machen“, schloss Schinko, richtig ins Spiel fanden die Frankfurter aber an diesem Abend nie – was wohl auch irgendwann passieren musste, bei dem ständigen Terminstress und aktuellen Personalmangel. Während die bisweilen launigen Bietigheimer diesmal konzentriert verteidigten und vollstreckten. Norman Hauner nutzte es, dass der zuletzt so starke Löwen-Goalie Bastian Kucis, später für Patrick Klein ausgetauscht, beim ersten Tor keine gute Figur abgab, Riley Sheen (18./29./45.) verwertete gleich drei Powerplays, Matt McKnight (23.) traf dann sogar in Frankfurter Überzahl.

Franz-David Fritzmeier, Frankfurter Sportdirektor und Headcoach, hatte vorher betont: „Es ist ein Marathon, kein Sprint. Wir werden nicht alle Spiele gewinnen können, aber wir müssen konstant punkten.“ Hinterher urteilte er: "Wir waren vom Anfang bis zum Schluss nicht richtig anwesend, sind gar nicht in die Spur gekommen. Das müssen wir schnell abhaken." Diesmal lief tatsächlich nichts zusammen, nachdem zuletzt so viel gelungen war: In zehn Spielen seit ihrer langen Corona-Zwangspause hatten seine Löwen 22 Zähler in ebenso vielen Tagen geholt, jetzt geht es mit den vielen Nachholterminen erst einmal sogar im Zwei-Tages-Rhythmus weiter. Mit kleinem Kader: Am Freitag fehlten mit David Suvanto, Kyle Wood und Sebastian Collberg weiter drei der vier Importspieler, zudem der gesperrte Mike Mieszkowski und der angeschlagene Manuel Strodel.

Dafür gab mit dem jungen Magnus Eisenmenger der nächste Rückkehrer sein – letztlich unauffälliges – Debüt, nachdem vor einer Woche erst Eric Stephan aus Bietigheim wieder in Frankfurt angeheuert hatte. Der prompte Gastauftritt dort in Löwen-Farben war dann gar keine Freude, immerhin bietet der rappelvolle Kalender gleich die Chance zur Revanche: Nach den Ravensburg Towerstars am Sonntag (18.30 Uhr) kommen die Steelers am Dienstagabend zum Gegenbesuch an den Ratsweg. Es bleibt stressig.

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