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Der erste Löwen-Schritt ist geschafft

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Von: Markus Katzenbach

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Ein wegweisendes Tor: Brett Breitkreuz (links) trifft zum 3:2 und bringt die Löwen gegen Freiburg erstmals in Führung.
Ein wegweisendes Tor: Brett Breitkreuz (links) trifft zum 3:2 und bringt die Löwen gegen Freiburg erstmals in Führung. © Jan Huebner

Zum Start in die Play-offs der DEL 2 gewinnt Frankfurt mit 4:2 gegen Freiburg.

Frankfurt -Groß gefeiert wurde hinterher nicht, so ist das im Eishockey nach Ausscheidungsspielen um Meisterschaften und Aufstiege, ehe noch keine Entscheidungen gefallen sind. Grund zur Zufriedenheit aber gab es am späteren Mittwochabend im Lager der Frankfurter Löwen: Zum Start in die Play-offs der DEL 2 schlug der Titelanwärter die Freiburger Wölfe mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0), vor 3223 Zuschauern daheim in der Eissporthalle am Ratsweg, und verbuchte im ersten Viertelfinaltreffen den ersten von vier für das Weiterziehen nötigen Siegen. "Wir sind natürlich glücklich über den Erfolg", sagte Headcoach Bo Subr und lobte: "Als wir einmal in Führung lagen, haben wir es gut gemacht und nicht mehr viel zugelassen."

Ohne Nervenkitzel war es indes nicht abgegangen, bis 73 Sekunden vor der letzten Sirene: Da zirkelte Carson McMillan den Puck in das in letzten Freiburger Ausgleichsbemühungen zugunsten eines sechsten Feldspielers verwaiste Tor und beruhigte einige Gemüter, an einem Abend, der nicht nach den Vorstellungen der Frankfurter begonnen hatte. Als Favorit waren sie in dieses Duell gegangen, als Tabellenerster der Hauptrunde gegen neuntplatzierte Freiburger, die sich in den Pre-Play-offs um die letzten beiden Viertelfinalplätze gegen den ESV Kaufbeuren durchgesetzt hatten. Aber sie mussten erst einmal einige Rückschläge verkraften.

Die Formation der Löwen ähnelte dabei jener vom 7:0 gegen Crimmitschau neun Tage zuvor an gleicher Stelle, mit dem sie den ersten Platz nach den Punktspielen erobert hatten - mit einer Ausnahme: Abwehrchef Bobby Raymond musste passen, er fehlte ebenso leicht angeschlagen wie Ryon Moser und wurde durch den unlängst erst verpflichteten Verteidiger Davis Vandane ersetzt.

Die Löwen, die aufs Eis konnten, begannen fast etwas übereifrig, in der Play-off-Begeisterung - und wurden gleich zwei mal kalt erwischt. Erst trotzte Nick Pageau den guten Frankfurter Unterzahl- und den schwächeren Freiburger Überzahlquoten der Saison und nutzte das erste Powerplay der Gäste fix zum 1:0. in der 9. Minute. Und dann legte ihr Topscorer Tyson McLellan noch einen zweiten Treffer nach (13.).

"Es hat etwas Zeit gebraucht, bis wir ins Spiel gefunden haben nach der längeren Pause. Wir haben viel trainiert , aber das ist immer ein Unterschied zum Spiel. Wir sind nicht so gut gelaufen und haben nicht so gut zusammengespielt, wie wir sollten", räumte Trainer Subr ein, indes durfte er auch feststellen: "In den letzten fünf Minuten des ersten Drittels sind wir besser reingekommen."

Das nutzten die Löwen prompt in ihrem ersten Powerplay, nach einer Kombination wie aus dem Lehrbuch: Nach von Dylan Wruck gewonnenem Bully legten Max Faber und Adam Mitchell den Puck Brett Breitkreuz zum Einscheiben ins Tor bereit (16.) - eine gekonnte Co-Produktion, die sich mit gleichem Torschützen zum wegweisenden 3:2 in der 46. Minute wiederholen sollte. "Natürlich arbeiten wir an diesen Dingen", sagte Subr über den einstudierten Spielzug. "Schön, dass es diesmal geklappt hat."

Vor dem Déjà-vu im dritten Drittel hatten die Löwen einen stärkeren, dominanten zweiten Abschnitt gespielt und den Ausgleich durch Nathan Burns geschafft, allerdings auch eine ganz heikle Situation überstehen müssen: eine doppelte Unterzahl gleich zu Beginn des letzten Akts. "Das war der Schlüssel zum Sieg", lobte Subr diese gelungene Abwehrarbeit und schloss: "Jetzt müssen wir sehen, dass wir uns gut erholen." Am Freitag (19.30 Uhr) geht es schließlich schon weiter, mit dem zweiten Akt.

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