Frankfurter Freude: Tomas Sykora kann diesmal gleich zwei eigene Tore bejubeln.
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Frankfurter Freude: Tomas Sykora kann diesmal gleich zwei eigene Tore bejubeln.

Eishockey

Der Löwen-Lauf geht weiter

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Siebtes Spiel, siebter Sieg: Frankfurt stellt mit dem 5:1 gegen die Lausitzer Füchse den Startrekord in der DEL 2 ein.

Frankfurt -Am Ende standen tatsächlich wieder fünf Tore auf der Anzeigetafel. Zwischenzeitlich verlief dieser Freitagabend vielleicht etwas zäher als die teilweise brillanten Vorstellungen zuvor, aber die Frankfurter Löwen lassen sich in der noch jungen Saison in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys bislang nicht von ihrem beeindruckenden Erfolgsweg abbringen. Gegen tapfer dagegenhaltende Gäste von den Lausitzer Füchsen feierten sie mit einem 5:1 (2:1, 1:0, 2:0) den siebten Sieg im siebten Spiel - und stellten so als aktuell unangefochtener Spitzenreiter der DEL 2 nebenbei auch deren historischen Startrekord ein.

"Wir hatten einen guten Start ins Spiel, haben sie aber zurück ins Spiel gelassen und nicht unser bestes zweites Drittel gespielt. Aber am Ende war es ein guter Teamerfolg für uns" urteilte Headcoach Bo Subr, der insbesondere die Leistung der wenig zulassenden Verteidigung um den diesmal besonders aufmerksamen Kyle Sonnenburg lobte.

Abgesehen von der Rekordbilanz gab es noch einen weiteren Grund, warum dieser Abend ein besonderer war. Erstmals nach über eineinhalb Coronajahren durfte die Eissporthalle am Ratsweg wieder voll gefüllt werden: Weil die Löwen auf die 2G-Regel umgeschwenkt waren und nur Geimpften oder Genesenen Einlass gewährten, kam vom Gesundheitsamt Frankfurt die Freigabe dafür. Immerhin offiziell 3529 Zuschauer kamen, und ihnen wurde wie in den bisherigen Heimspielen dieser Saison üblich einiges geboten.

"Die Dinge einfach halten und unser Spiel machen", hatte Verteidiger Kyle Sonnenburg nach dem ersten Drittel im Interview mit dem Onlinesender Sprade-TV den Löwen-Plan für diese Aufgabe beschrieben, und das hatte bis dahin auch wieder einmal sehr gut geklappt. Rylan Schwartz, zu dieser Runde von den Lausitzer Füchsen nach Frankfurt umgezogen und dort an den ersten sechs Spieltagen zum besten Scorer der DEL 2 aufgestiegen, verbesserte sich gegen die alten Spielkameraden gleich weiter in dieser Wertung, mit einem spektakulären ersten Treffer des Abends und seinem schon siebten der Saison.

Den vom Lausitzer Goalie Leon Hungerecker abgeprallten Puck drosch er in der zehnten Minute aus der Luft und über vier, fünf Meter in dessen Tor, wie beim Baseball - ehe acht Minuten später Tomas Sykora einen weiteren Abpraller zum 2:0 nutzte. Daniel Wirt (40.), Manuel Strodel (14.) und erneut Sykora ins leere Lausitzer Tor (60.) sorgten für die weiteren Tore.

Die als Tabellenneunte angereisten Gäste wehrten sich nach Kräften, verkürzten auch zwischendrin durch Hunter Garlent (18.). Am Ende aber ging der Löwen-Lauf doch recht souverän weiter, auch ohne den angeschlagenen Stürmer Darren Mieszkowski, für den Strodel neben Matt Carey und Pierre Preto rückte. So fehlte ein Stürmer für vier volle Reihen, die Erfolgsserie hielt trotzdem.

Die ersten sieben Spiele hatten 2016/2017 die Bietigheim Steelers und 2018/2019 die Ravensburg Towerstars gewonnen, jeweils im achten aber verloren. Am Sonntag (17 Uhr) könnten die Frankfurter so eine alleinige Bestmarke aufstellen, zu Gast bei den Bayreuth Tigers, die ihrerseits am Freitag in einem so nicht unbedingt erwarteteten Kellerduell 3:0 bei den kriselnden Kassel Huskies siegten - den Frankfurter Hessenrivalen, die verblüffenderweise als eigentlicher Meisterschaftsmitfavorit das Ende der Tabelle zieren. Während die Löwen schon langsam recht einsam von der Spitze grüßen.

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