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Der zweite Löwen-Streich

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Von: Markus Katzenbach

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Frankfurter Jubel in Freiburg: Torschütze Davis Vandane (rechts) und die anderen Löwen sind mit dem 2:0 schon auf Erfolgskurs.
Frankfurter Jubel in Freiburg: Torschütze Davis Vandane (rechts) und die anderen Löwen sind mit dem 2:0 schon auf Erfolgskurs. © Stephanie Seyboth/Jan Huebner

Die Frankfurter Favoriten gewinnen auch das erste Viertelfinal-Gastspiel in Freiburg.

Freiburg -Adam Mitchell behielt den Überblick. Eineinhalb Minuten waren am Freitagabend noch zu spielen, als die bewährte Führungskraft der Frankfurter Löwen den Puck vor das in verzweifelten Ausgleichsbemühungen verwaiste Tor der Freiburger Wölfe passte, in das ihn sein Kollege Brett Breitkreuz nur noch einschieben musste - und diese Play-off-Partie, die verdientermaßen ohnehin auf ein gutes Ende für die Gäste hinauslief, endgültig entschieden war. 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) gewannen die Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys in Freiburg, vor nach den hiesigen Corona-Regeln maximal erlaubten 2100 Zuschauern, darunter etwa 150 mitgereiste Löwen-Fans.

"Wir sind sehr glücklich mit der Art, wie wir das Spiel heute managen konnten", lobte Headcoach Bo Subr. Mit ihren Toren sorgten Mitchell (6. Minute), Davis Vandane (19.), Nathan Burns (26.) und eben Breitkreuz (59.) bei nur einem Gegentreffer durch Patrick Kurz (30.) für den zweiten Frankfurter Sieg im zweiten Spiel der Viertelfinalserie. Vier davon sind fürs Weiterziehen ins Halbfinale nötig, nächste Gelegenheit: am Sonntag (18.30 Uhr), dann wieder daheim in der Eissporthalle am Ratsweg. Die Frankfurter Sondereinsatzkommandos in Über- und Unterzahl, über die Hauptrunde schon die quotenbesten der Liga, spielten dabei wieder einmal eine gewisse Rolle.

"Die Special Teams waren heute ganz wichtig für uns", urteilte Coach Subr. "Gerade im Penalty Killing hatten wir eine sehr gute Energie." Die Löwen nutzten immerhin eine von zwei Powerplay-Gelegenheiten, durch Vandanes Schlagschuss. Und sie überstanden vier Zwei-Minuten-Strafzeiten gegen sich ohne Tor-Folge. Auch eine frühe für Mitchell, der dann, kaum aus der Zwangspause zurück auf dem Eis, einen klugen Querpass von Dylan Wruck zum 1:0 nutzte.

Auch ohne die angeschlagenen Bobby Raymond und Ryon Moser hatte die beste Mannschaft der DEL-2-Hauptrunde mit vollen und gut besetzten Reihen antreten können, und sie wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. "Wir waren sehr gut im ersten Abschnitt", urteilte Subr, mit dem zweiten Akt war er dann nicht mehr so ganz zufrieden. "Da hatten wir ein paar unnötige Puckverluste", wusste er, indes: "Aber wir haben wieder einen Weg gefunden, gut zu verteidigen." Und selbst noch einmal zu treffen: Nathan Burns traf zum 3:0, ehe Freiburg eine der wenigen Nachlässigkeiten in der Löwen-Abwehr bestrafte.

Mehr wurde nicht zugelassen, auch im dritten Drittel nicht. "Das war noch einmal eine Schlacht. Wir waren froh, dass wir es insgesamt auf ein Tor gegen uns begrenzen konnten", meinte Subr. Tatsächlich behielten die Frankfurter weitgehend die Kontrolle, dank konzentrierter Abwehrarbeit - ehe Breitkreuz dann alles klar machte.

"Es kann immer noch eine lange Serie werden", betonte der Löwen-Coach vor dem nächsten Wiedersehen am Sonntag, kündigte für diesen Termin aber schon einmal an: "Wir wollen bereit sein, uns dann den nächsten Sieg zu holen." In diesem Fall könnte die Serie schon am Dienstag entschieden wären - dann geht es schon wieder nach Freiburg, das die Löwen am späten Freitagabend erst einmal glücklich verließen.

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